BYD startet in wenigen Wochen mit gleich drei Elektroautos in Deutschland. Besonders erwartet wird das Modell Han. Es könnte sich zur echten Konkurrenz für Teslas Aushängeschild entwickeln, ohne dass Kunden die deutlich gestiegenen Preise des E-Auto-Pioniers zahlen müssten. Ein Schnäppchen ist die Elektro-Limousine aber leider nicht.

Bisher hat der Autohersteller BYD mit seinen Stromern vor allem im riesigen Heimatmarkt China verkauft, doch auch in Europa hat die Marke einen Fuß in der Tür. Bald ist es auch in Deutschland soweit: Gleich drei Elektro-Modelle sollen zum Start Ende 2022 verfügbar sein, darunter der als Tesla-Killer gehandelte Han.

Vor E-Auto-Start von BYD: Preise für Deutschland bestätigt

Die Elektro-Limousine der Luxus-Klasse soll auf stolze 521 km Reichweite kommen. Damit bleibt sie hinter dem großen Vorbild, Teslas Model S, zurück. Trotzdem ein Wert, den das durchschnittliche Elektroauto nicht so bald knacken wird. Möglich macht es eine große Batterie mit 85,4 kWh Kapazität. Für den schnittigen Stromer hat BYD einen Listenpreis von 59.500 Euro angesetzt, wie sich aus der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) ergibt. Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich ein Kaufpreis von 70.805 Euro.

Damit pulverisieren die Chinesen den Preis von Tesla. Das Model S wird aktuell nur mit Dreifach-Motor angeboten und startet bei einem Preis von 137.990 Euro. Der BYD Han verpasst nur knapp die Hälfte dessen, was Tesla-Kunden zahlen müssen. Für die knapp 71.000 Euro gibt es neben Allradantrieb eine satte Beschleunigung, nur 3,9 Sekunden dauert der Sprint auf 100 km/h.

Insgesamt kann der Han Teslas Model S praktisch in keiner Disziplin das Wasser reichen. Aber der Preisunterschied könnte für Tesla und andere E-Auto-Bauer ein echtes Problem werden, weil er Kundinnen und Kunden ansprechen dürfte, die zwar eine Menge Geld in die Hand zu nehmen bereit sind, aber beim Preis-Leistungs-Vergleich genau hinschauen.

Chinesische E-Autos bringen mit ihren attraktiven Preisen Bewegung in den Markt:

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BYD Atto 3: Dieses E-Auto gibt deutschen Herstellern zu denken

Neben dem Han plant BYD zum Deutschlandstart mit zwei weiteren Elektromodellen: Als kompakter Crossover trifft der günstigste der drei Neulinge, der Atto 3, den Zeitgeist. Er soll in drei Ausstattungsvarianten angeboten werden. Los geht es bei einem Listenpreis von 35.500 Euro, der Kaufpreis würde in der günstigsten Variante dann 42.245 Euro betragen.

Das teuerste E-Auto der Chinesen wird das Siebensitzer-SUV Tang. Der Listenpreis liegt bei auffallend geraden 60.000 Euro, was auf einen Kaufpreis von 71.400 Euro hinausläuft. Gut möglich, dass sich hier in Zukunft noch etwas am Preis tut.