Facebook wird langsam nervös: Zum ersten Mal überhaupt ist die Anzahl aktiver Nutzer des sozialen Netzwerks gesunken. Gerade bei jüngeren Personen kommt Facebook schon länger nicht mehr gut an. Die Aktie des Konzerns ist spektakulär abgestürzt.

Facebook mit historischem Nutzerverlust

Zum ersten Mal in der 18-jährigen Geschichte von Facebook hat das soziale Netzwerk mehr Nutzer verloren als hinzugewonnen. Im letzten Quartal 2021 verließen rund eine halbe Million Personen die Plattform. Insbesondere in afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern ist ein starker Rückgang zu beobachten.

Jeden Tag loggen sich 1,93 Milliarden Nutzer bei Facebook ein. Die imposante Zahl wirkt weniger beeindruckend, wenn man ältere Daten hinzuzieht. Mitte 2021 waren es noch 22 Millionen Nutzer mehr, die täglich bei Facebook vorbeischauen. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres waren es 30 Millionen mehr. Analysten waren für die letzten Monate des Jahres 2021 von 1,95 Milliarden täglichen Logins ausgegangen.

Bei WhatsApp und Instagram, die ebenfalls zum Facebook-Konzern Meta gehören, hat es ein Wachstum gegeben. 2,82 Milliarden tägliche Logins bedeuten ein Plus von 10 Millionen. Im vorherigen Quartal gab es noch einen Anstieg von 50 Millionen (Quelle: Washington Post).

Das sind Facebooks Pläne für die Zukunft:

Facebook wird zu Meta: Das sind Mark Zuckerbergs Pläne

In Deutschland sitzt Facebook einer mehrjährigen Umfrage zufolge bereits länger auf dem absteigenden Ast. Waren es 2018 noch 92 Prozent der Befragten, die Facebook-Angebote regelmäßig nutzen, ist der Anteil 2021 auf nur noch 70 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum konnte Instagram in Deutschland stark zulegen.

Facebook-Aktie im spektakulären Sinkflug

Nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse ist der Kurs der Meta-Aktie um fast ein Viertel gesunken. Meta hat demnach in kürzester Zeit rund 200 Milliarden US-Dollar an Wert verloren. Facebook sieht laut CEO Mark Zuckerberg seine Zukunft im Metaverse: „Letztes Jahr ging es darum, die Weichen für unseren Weg zu stellen; dieses Jahr wird es darum gehen, ihn umzusetzen.“