Bereits im vergangenen Jahr schloss GameStop 321 Läden und auch im Jahr 2020 soll die Anzahl der Filialen noch einmal mindestens um diese Zahl sinken. Grund dafür ist der „De-Densification-Plan“ des Unternehmens.

Im Jahr 2019 reduzierte GameStop die Anzahl der Filialen um über 300, auch 2020 sollen noch einmal über 300 Läden geschlossen werden. Im Conference Call für das vierte Quartel 2019 (Transkript via The Motley Fool) sagte Vice President Jim Bell:

„Wir erwarten das unsere weltweiten Landerschließungen gleich oder höher sein werden, als die 329 Schließungen im Fiskaljahr 2019. Wir wollen hervorheben, dass die Schließungen ein sehr spezifischer und pro-aktiver Teil unseres „De-Densification-Plans“ sind und in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Trends des Unternehmens stehen.“

Dieser „De-Densification-Plan“ (aus dem Englischen: densification – die Verdichtung) meint eine Verringerung der globalen Filial-Dichte. Bell geht davon aus, dass dieser Prozess zu einer Erhöhung des Umsatzes führt, da die Verkäufer zu den nah gelegenen Läden abwandern und gleichzeitig Kosten gespart werden können, da weniger Läden betrieben werden.

Mit den aktuellen (temporären) Schließungen durch die Coronakrise soll die geplante Reduzierung der globalen Filial-Anzahl aber nichts zu tun haben. GameStop stand in den vergangenen Wochen stark in der Kritik, da sie zumindest in Amerika trotz der Gefahr für die Mitarbeiter die Läden weiter geöffnet lassen wollten, da sie die eigenen Produkte für „essenziell“ in der aktuellen Krise hielten.

GameStop versucht bereits seit Längerem das eigene Geschäftsmodell umzukrempeln. Vor Kurzem gewann GameStop den Ex-Nintendo of America Chef Reggie Fils-Aimé, um dem Unternehmen wieder auf die Beine zu helfen.

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Die ersten Leidtragenden sind, egal ob durch die „geplanten“ oder durch die notwendigen Schließungen, die Mitarbeiter in den Läden selbst, die Rechnungen bezahlen und Familien ernähren müssen. Wie steht ihr zu der Situation? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!