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Gefälschte Impfpässe bei Telegram: Illegaler Handel auf Rekordhoch

Beim Messenger Telegram blüht der Handel mit Fake-Impfpässen. (© GIGA)

Telegram gerät erneut in das Visier der Ermittler. Neuen Zahlen zufolge blüht der Handel mit gefälschten Impfpässen beim Messenger. Deutschen Behörden nach wurden bereits mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

 
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Telegram: Illegaler Handel mit Impfpässen wächst

Impfgegner, die sich einen gefälschten Impfpass besorgen möchten, werden häufig beim umstrittenen Messenger Telegram fündig. In Gruppen werden die Fake-Impfpässe gegen Zahlung angeboten, obwohl es sowohl den gelben Pass wie auch die Impfung selbst kostenfrei gibt. Bei Telegram sollen bereits ausgefüllte Impfpässe mit QR-Code für rund 200 Euro angeboten werden.

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Dass es sich bei Fake-Impfpässen um mehr handelt als nur einen Kavaliersdelikt, machen Polizeibehörden deutlich. Ihnen zufolge wurden deutschlandweit mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im Dezember 2021 hat die Zahl der Verdachtsfälle einen neuen Höhepunkt erreicht, heißt es vonseiten der Polizeibehörden der Bundesländer (Quelle: t3n).

Mythen rund um die Impfung klären wir im Video auf:

Impf-Nebenwirkungen:  3 Mythen entlarvt
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Die meisten Verfahren laufen in Bayern. Hier wurden mittlerweile 5.500 gefälschte Impfpässe bei mehr 4.000 Verfahren sichergestellt. In Nordrhein-Westfalen sind es 3.500 Verfahren. Die Polizei geht allerdings von einer großen Dunkelziffer aus, wie die Landesregierung in München berichtet.

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Der „Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse“ kann hierzulande eine Geld- oder Bewährungsstrafe nach sich ziehen. Auch der Verlust des Arbeitsplatzes kann drohen, wie das prominente Beispiel des ehemaligen Trainers von Werder Bremen gezeigt hat. Sein gefälschter Impfpass war einem Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums aufgefallen.

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Gefälschte Impfpässe können tödlich enden

Fake-Impfpässe beschäftigen auch die Staatsanwaltschaft in Hildesheim. Als es dort in einem Pflegeheim zu drei Todesfällen kam, stellte sich heraus, dass sich eine Mitarbeiterin wohl einen gefälschten Impfpass besorgt hatte. Gegen sie wird nun wegen Totschlags ermittelt.

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