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„Guardians of the Galaxy“-Entwickler wechselt überraschend zur 4-Tage-Woche

© Square Enix
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Über die Arbeitsbedingungen in der Videospielindustrie gab es in der letzten Zeit nicht viel Positives zu berichten. Überstunden, Diskriminierung und toxische Arbeitsumfelder sind scheinbar keine Seltenheit bei den großen Entwicklern. Eidos Montréal, das Studio hinter Tomb Raider und Guardians of the Galaxy, fällt nun mit der Einführung einer 4-Tage-Woche sehr positiv als Arbeitgeber auf.

Die großen Publisher stehen aufgrund der oft vorherrschenden Arbeitsbedingungen in ihren Firmen aktuell stark in der Kritik. Gewerkschaften klagen wegen strukturellem Sexismus gegen Ubisoft und gegen Activision Blizzard ermittelt eine amerikanische Bundesbehörde aus ähnlichen Gründen. In allen Fällen steht nicht nur das seelische, sondern teilweise auch körperliche Wohl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf dem Spiel.

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Eidos Montréal wechselt zur 4-Tage-Woche

Das Studio gehört zum Publisher Square Enix. Eidos Montréal arbeitete neben Deus Ex (die Teile Human Revolution und Mankind Divided) außerdem am Tomb-Raider-Reboot. Aktuell arbeitet das Studio an einem Singleplayer-Adventure zu Guardians of the Galaxy. Die kanadischen Entwickler wollen sich mit dem Schritt zur 4-Tage-Woche „der neuen Arbeitsrealität“ anpassen und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine bessere Work-Life-Balance ermöglichen.

Infolge dieser Veränderungen haben die Teams bei Eidos freitags frei und arbeiten nun 32 anstatt 40 Stunden die Woche. Das Studio betont jedoch, dass sich an den bestehenden Arbeitsverhältnissen nichts ändert und die Bezahlung dieselbe bleibt. Laut Studio-Chef David Anfossi entstand diese Entscheidung bei der Suche nach Möglichkeiten, das Unternehmen effizienter zu machen und gleichzeitig das Wohlergehen der Angestellten zu fördern.

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Grundlegende Veränderungen der Arbeitsbedingungen

Durch die Arbeit aus dem Home-Office während der Pandemie veränderte sich die Art, wie die Teams bei Eidos Montréal zusammenarbeiten. Die dadurch entstandene Arbeitskultur führte außerdem zu Einführung von persönlichen Finanzberatern für Angestellte und der Rückerstattung von psychischer Gesundheitsfürsorge und sportlicher Aktivitäten. All diese Dinge sollen zu einer besseren Work-Life-Balance führen und dadurch die Qualität der Arbeit verbessern.

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Aktuell arbeitet Eidos Montréal an Marvel's Guardians of the Galaxy und das Singleplayer-Adventure konnte beim ersten Anspiel-Test bereits überzeugen:

Natürlich ist Eidos Montréal nicht der erste Spieleentwickler auf der Welt, der zu einer 4-Tage-Woche wechselt. Das Studio Young Horses (Bugsnax, Octodad) testete im Juli 2021 die reduzierte Arbeitszeit und entschied sich, das neue System zu behalten. (Quelle: Axios). Eidos ist aber das erste große Studio, dass sich für die 4-Tage-Woche entscheidet und könnte vielleicht zu einem Vorreiter werden.

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