In Deutschland wird das Upgrade von Android auf HarmonyOS für Huawei-Smartphones bisher nicht angeboten. Wer das neue Betriebssystem nutzen möchte, muss sich ein Huawei MatePad 11 kaufen, wo HarmonyOS vorinstalliert ist. Wir haben uns angeschaut, wo die Vor- und Nachteile des Betriebssystems auf dem Tablet liegen.

 

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HarmonyOS auf dem Huawei MatePad 11 ausprobiert

Für Huawei könnte es aktuell im Hinblick auf HarmonyOS nicht besser laufen. Innerhalb von kürzester Zeit wurde das neue Betriebssystem über 90 Millionen Mal installiert. Dabei ist HarmonyOS als Upgrade bisher nur in China erhältlich. Will man es hier nutzen, kann man zur Huawei Watch 3 Pro oder zum MatePad 11 greifen. Letzteres haben wir uns vorgenommen, um herauszufinden, wie gut HarmonyOS im normalen Gebrauch wirklich ist.

Im nachfolgenden Video sind unsere Erkenntnisse zusammengefasst:

HarmonyOS: So schlägt sich Huaweis eigenes Betriebssystem

Huawei hat sich also viel einfallen lassen, damit man sich mit HarmonyOS von Android abhebt. Besonders auf Tablets scheinen die Ideen von Huawei durchdacht zu sein. Die Konkurrenz schwächelt in dem Bereich deutlich. Das gilt aber auch für Apps, die oft nicht für den großen Bildschirm angepasst sind. Das gleiche Problem bleibt mit  HarmonyOS aber auch bestehen, da man im Grunde Android-Apps verwendet.

Wer auf die Google-Dienste angewiesen ist und diese nutzen möchte, hat bei HarmonyOS nichts verloren. Für die meisten Apps, die nicht auf die Google-Dienste angewiesen sind, findet sich eine Lösung über die manuelle Installation. Doch auch das ist ein zusätzlicher Aufwand und für Nutzerinnen und Nutzer und nicht wirklich intuitiv.

Google will .apk- gegen .aab-Dateien tauschen

Schwierig könnte es für Huawei werden, wenn Google das APK-Format gegen das „Android App Bundle“-Format tauscht. Dieses setzt eigentlich den Google Play Store voraus, sodass neuere Apps und Spiele nicht mehr automatisch geöffnet werden könnten. Huawei hat uns gegenüber zwar angedeutet, dass das .abb-Format von HarmonyOS dann auch unterstützt wird, wie genau das funktionieren soll, hat man auf Nachfrage aber nicht verraten. Es bleibt also spannend.