MediaMarkt nimmt sich ein Beispiel an Amazon und startet einen eigenen Marktplatz. Fremdanbieter sollen über die Seite von MediaMarkt ihre Produkte online verkaufen können. Bis der Marktplatz richtig durchstartet, wird es noch zwar noch dauern, aber ein entscheidender Vorteil gegenüber Amazon ist absehbar.

Mediamarkt: Marktplatz nach Amazon-Vorbild geht an den Start

Amazons Marketplace gehört definitiv zu den Erfolgsgeschichten des Unternehmens – obwohl der Konzern nun für den Umgang mit Fremdanbietern kritisiert wird. Händler, die sonst mühevoll ein eigenes Versandnetz etablieren müssten, können die Infrastruktur des Versandhauses nutzen. So plant es auch MediaMarkt. Der deutsche Elektronikhändler startet mit einem eigenen Marktplatz in die offene Beta-Phase (Quelle: Lebensmittelzeitung).

Man will einen europaweiten Online-Marktplatz schaffen, zum Start aber nur in Deutschland. Händler, welche die neue Plattform nutzen wollen, müssen sich registrieren und können dann ihre Produkte über MediaMarkt mehr potenziellen Kunden präsentieren. Dafür nimmt der Elektronikmarkt eine monatliche Grundgebühr von 39 Euro und kassiert eine Provision bei Verkäufen, die Höhe variiert je nach Produktkategorie.

Dabei will man sich weit aufstellen: Voraussetzung für Händler, die über MediaMarkt verkaufen wollen, sind ein Firmensitz und Warenlager für Versand und Retouren sowie gewerbliche und steuerliche Registrierung in der EU. Derzeit wird auch deutscher Kundensupport von MediaMarkt vorgeschrieben.

So sollen Kunden vom neuen Marktplatz profitieren

Wird der Online-Marktplatz von MediaMarkt von vielen Händler angenommen, bedeutet das für Kundinnen und Kunden in erster Linie wohl ein wachsendes Angebot und potenziell mehr Vielfalt. Auch eine Konkurrenzsituation mit langfristig günstigeren Preisen für Endkunden wäre denkbar.

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Vor allem eine Anmerkung von MediaMarkt in den FAQ deutet einen wirklichen Vorteil gegenüber Amazon an. Aktuell sei die Abholung und Retour von Marktplatz-Artikeln über die MediaMarkt-Filialen nicht möglich, heißt es dort (Quelle: MediaMarkt). Das bestehende Filialnetz hat MediaMarkt dem Vorbild Amazon voraus. So könnte man Kunden einen Mehrwert bieten, indem der Versand durch zusätzliche Optionen erweitert wird.

Laut Lebensmittelzeitung ist der Marktplatz bereits gestartet. Das spricht dafür, dass MediaMarkt die Produkte anderer Anbieter direkt in den eigenen Shop integriert, nicht eine eigenen Marktplatz-Homepage startet. Das würde etwa auch die Vergleichbarkeit für Kunden erleichtern.