Nokia mag als Marke zwar auf dem Smartphone-Markt keine große Rolle mehr zu spielen, das Unternehmen besitzt aber unzählige Patente, die andere Hersteller benötigen, um ihre Handys auf den Markt bringen zu können. Oppo will wohl nicht mehr zahlen. Jetzt könnte ein Verkaufsverbot in Deutschland drohen.

Nokia verklagt Oppo wegen Patentverletzung

Wer ein Android-Smartphone auf den Markt bringen will, muss eine Patentlizenzvereinbarung eingehen. Genau so eine Vereinbarung haben Nokia und Oppo vor einigen Jahren geschlossen. Im Juni 2021 ist dieser Deal abgelaufen, da sich beide Parteien nicht auf eine neue Lizenzzahlung einigen konnten. Angeblich hat Oppo Nokia für jedes Smartphone 3 Euro gezahlt, um die Nokia-Patente nutzen zu können (Quelle: GizChina). Unklar ist aktuell, wegen welcher Seite die Erneuerung des Deals geplatzt ist. Wollte Nokia mehr Geld oder Oppo weniger zahlen? Nun geht es vor Gericht.

Nokia hat Oppo in Deutschland mit 24 Klagen überflutet. An verschiedenen deutschen Gerichten, darunter in Düsseldorf, wo sich viele chinesische Smartphone-Hersteller ihre Europa-Basis aufgebaut haben, wird nun geklagt. Neben Deutschland wurden auch Klagen in Frankreich, Großbritannien und Indien eingereicht. Beide Seiten sehen sich im Recht und den Fehler nicht auf eigener Seite, wie man in zwei Stellungnahmen bekannt gegeben hat (Quelle: Golem).

Im Video seht ihr das aktuelle Flaggschiff-Smartphone von Oppo:

Das neue Oppo Find X3 Pro in der Rundumansicht

Kommt es zum Verkaufsverbot von Oppo-Smartphones?

Sollten die Klagen von Nokia in Deutschland Erfolg haben, droht für Oppo-Smartphones ein Verkaufsverbot. Da Oppo in Deutschland aktuell versucht, Fuß zu fassen und verschiedene Modelle auf den Markt bringt, wäre das ein großer Rückschlag. Die Zeit wird zeigen, ob sich die beiden Unternehmen einigen können oder die Situation doch noch vor Gericht eskaliert.

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