Vom Erfolg der Apple Watch können andere Hersteller nur träumen: Was Android-Smartwatches bisher gefehlt hat, könnte bald aber endlich Einzug halten. Ein ganz besonderer Prozessor ist da nur der Anfang – auch für Wear OS gibt es gute Neuigkeiten.

 

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Smartwatches: Neuer Prozessor macht den Unterschied

Während Apple die eigenen Smartwatches mittlerweile aus den Händen gerissen werden, sieht es im Android-Bereich eher mau aus. Zwar können die Uhren beim Preis punkten, doch Apple bleibt an der Spitze. Auf den Lorbeeren ausruhen sollte sich der Konzern aber trotzdem nicht, denn ein gerade vorgestellter Prozessor schickt sich an, die Welt der Smartwatches auf den Kopf zu stellen. Mit dem Snapdragon Wear 4100(+) von Qualcomm werden Android-Smartwatches endlich gut.

Im Vergleich mit dem Vorgänger, der nicht gerade für explosionsartige Leistung bekannt war, hat sich beim Snapdragon Wear 4100 viel getan. Der neue Prozessor, der bald schon in vielen Smartwatches mit Googles Wear OS den Takt vorgeben wird, kann die Geschwindigkeit und Speicherbandbreite um 85 Prozent steigern, was im Alltag deutlich spürbar sein wird. Darüber hinaus hat sich auch der Stromverbrauch verbessert, hier spricht der Hersteller von einer Senkung im Rahmen von 22 bis 42 Prozent, je nach laufender Anwendung. Gerade im Bereich der Smartwatches wird das einen Unterschied machen.

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Bei der Grafikeinheit des neuen Prozessors kommt nun die Adreno A505 zum Einsatz, die doppelt so viel leisten soll wie der Vorgänger. Auch beim kleinen Always-on-Chip hat es Verbesserungen gegeben. Hier wird nun unter anderem Bluetooth 5 unterstützt. Der Always-on-Chip entlastet den Prozessor und sorgt so für eine längere Akkulaufzeit. Er kann Puls und Schlafverhalten überwachen und zudem noch Ziffernblätter mit 64.000 Farben (16 Bit) darstellen.

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Wear OS: Animationen werden schicker

Wear OS als Betriebssystem von Android-Smartwatches wird sich schon auf den neuen Prozessor freuen. Hier hat es gerade ein Update gegeben, bei dem sich Watch Faces nun auch auf eine Hardware-Beschleunigung verlassen können. Das dürfte im Alltag für sehr viel flüssigere Animationen und Übergänge bei der Nutzung von intelligenten Uhren sorgen. Apps bei Wear OS unterstützen die Funktion bereits, wie 9to5Google berichtet. Letztlich bestimmen aber die Entwickler, ob eine Hardware-Beschleunigung eingesetzt werden soll oder nicht.