GTA: PR-Chef hat Journalisten für schlechte Berichterstattung bezahlt

Franziska Behner

Negative PR ist auch PR – solche Sprüche kann man ab und an lesen. Er spaltet die Meinungen vieler Medienvertreter. Im Falle des ersten Grand Theft Auto geht dieser Spruch, wie auch immer du ihn finden magst, definitiv auf.

GTA: PR-Chef hat Journalisten für schlechte Berichterstattung bezahlt

Publisher bezahlen Kritiker für ihre Reviews – ein unschönes Szenario, das einigen Medienvertretern (wie auch Publishern) hin und wieder vorgeworfen wird. Im Falle vom ersten Grand Theft Auto-Teil nahm das Ganze dann eine noch seltsamere Wendung: Wie WhatCulture noch einmal aufgreift, wurden Kritiker vor Release nicht nur bezahlt, nein, sie wurden für negative Berichterstattung bezahlt.

Und warum?

Natürlich um so viel Aufsehen wie möglich zu erregen, und damit die Verkaufszahlen in die Höhe zu schießen. Was ohne Frage wunderbar geklappt hat.

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Wie GTA und die Idee zum Bestechen von Kritikern entstand

Die ersten Ideen zu GTA kamen aus Schottland. Entwickler DMA Design haben ihm den Arbeitstitel Race’n’Chase geben. Da hast du die Rolle eines Fluchtwagenfahrers bei einem Banküberfall eingenommen – wahlweise auch die des Polizisten. Die Idee wurde aber, wie der Standard berichtet, schnell wieder über den Haufen geworfen. Stattdessen ließ man die Spieler Autos klauen und durch verschiedene Städte reisen.

Insgesamt war es ein schwieriges Unterfangen mit verschiedenen internen Meinungen, Problemen bei der Programmierung und ständigen Abstürzen des Spiels – aber der gemeinsame Glaube an das Projekt ließ sie weitertüfteln.

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Damit die gute Idee auch Anklang und überhaupt Aufsehen erregt, hatte PR-Chef Max Clifford eine meisterhafte Idee – wie die Chefs von DMA Design es bezeichneten. Er konzentrierte sich darauf, möglichst viel Aufsehen zu erzeugen und versuchte, nicht mit aller Macht die positiven Reviews zu ergattern.

Seine Kampagne stellte die Idee in den Vordergrund, für negative Berichterstattung zu bezahlen. Die so in Zeitungen erscheinenden Artikel wurden dann von Politikern und Aktivisten aufgegriffen, die öffentlich ihre Meinung dazu kundtaten. Das sorgte für viel Stress – aber auch großen Erfolg. 1997 wurde das Spiel veröffentlicht (trotz Protesten) und verkaufte sich sehr gut.  Hauptsache Publicity, egal ob gut oder schlecht? Das passt bei GTA wie die Faust aufs Auge.

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