Videospiele werden immer länger und ihre Entwicklung immer teurer. Aus Sicht von Shawn Layden, dem ehemaligen Vorsitzenden der SIE Worldwide Studios, ist das aber in vielerlei Hinsicht problematisch.

 

PlayStation 5

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Viele Spiele werben mit „Dutzenden Stunden an Inhalten“ doch es stellt sich die Frage, ob das überhaupt gut für Spiel und Spieler ist? Der ehemalige Vorsitzende von SIE Worldwide Studios, der Dachorganisation aller Studios und dem Banner von Sony, Shawn Layden ist da klarer Meinung und sieht eine besorgniserregende Entwicklung. Die PS5 und auch Spieleplattformen steuern auf einige Probleme zu.

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„Ich würde die Rückkehr zu 12- bis 15-Stunden-Spiele sehr begrüßen.“

Das sagte Shawn Layden in einem Interview mit VentureBeat bei der diesjährigen GameLab Conference. Dieser Wunsch hat für ihn Gründe, die er als Spieler ausspricht:

„Erst mal, ich würde gerne wieder mehr Spiele beenden. Genau wie gut aufbereitete Literatur oder ein Film – ich habe mit die Disziplin dahinter angesehen, die Beherrschung. Es könnte uns engere und fesselndere Inhalte geben. Es wäre etwas, das ich gerne wiederkehren sehen würde.“

Doch nicht nur die Spieler hätten einen Vorteil dadurch. Die Entwicklungskosten für Videospiele steigen immer weiter an. Laut Layden sind es gerade 80 bis 150 Millionen Dollar für AAA-Spiel (ohne Marketing) und es gibt Studien die belegen, das jede neue Konsolengeneration die Kosten verdoppelt. Dieses Modell sein nicht „zukunftsfähig“.

Spiele mit einer Länge von 30 Stunden und mehr kosten neben viel Geld auch unfassbar viel Entwicklungszeit. Laut Layden führt das häufig zu schlechten Arbeitsbedingungen, durch beispielsweise Überstunden. Solche langen und großen Produktionen sind kräftezehrend für die Entwickler. Er führt weiter an, dass der Markt nicht mehr dasselbe Wachstum hat, wie noch zu den vorherigen Konsolengeneration, das der Basispreis für ein Spiel aber seit der PS3 bei gut 60 Euro liegt. Auch deswegen hält das aktuelle Modell für Videospiele nicht für zukunftsfähig.

Layden beschließt das Thema mit einem Kommentar zum Spiele Line-Up der PS5 und zeigt sich erfreut über die hohe Dichte an Indie-Titeln. Er sagte: „Ich möchte solche Entwicklungen ermutigen, weil wir eine größere Vielfalt bekommen. Wir kriegen eine breitet Palette an Spielen, aus denen wir wählen können.“

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Was haltet ihr davon, kürzere aber durchdachtere Spiele zu bekommen? Stimmt ihr Layden zu, dass die Entwicklung in eine falsche Richtung geht, oder seid ihr anderer Meinung?

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