Handys am Steuer sind ein ernstes Problem, doch auch Smartwatches am Handgelenk können Fahrer schnell ablenken. Ergebnisse einer neuen Umfrage zeigen, dass die Gefahr von Wearables im Auto immer noch unterschätzt wird.

Umfrage: Gefahr von Smartwatches am Steuer unterschätzt

In Großbritannien wurden 2.000 Smartwatch-Besitzer zur Nutzung von Wearables während der Autofahrt befragt. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Gefahr durch Ablenkung weiter unterschätzt wird. 18 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Textnachrichten und Benachrichtigungen auch dann nicht ignorieren, wenn sie sich eigentlich voll auf das Fahren konzentrieren sollten. Smartwatches werden während der Fahrt auch dazu genutzt, um Anrufe anzunehmen oder abzulehnen.

14 Prozent schrecken der Umfrage zufolge nicht davor zurück, am Steuer eine Nachricht über die Smartwatch am Handgelenk zu verschicken. Die Musikauswahl wird dabei auch nicht selten über die Smartwatch erledigt, zum Beispiel um zum nächsten Song zu wechseln. Jeder zehnte Befragte nutzt die Smartwatch zudem zur Navigation und schaut dabei auf den kleinen Bildschirm.

Große Unterschiede lassen sich je nach Alter feststellen. Bei Personen unter 34 Jahren gaben ganze 58 Prozent der Befragten an, ihre Smartwatch am Steuer zu nutzen. Im Alter zwischen 35 und 54 Jahren sind es 43 Prozent. Älteren Smartwatch-Nutzern ab 55 Jahren ist ihre Sicherheit anscheinend wichtiger, hier liegt die Zahl bei 7 Prozent (Quelle: iMore).

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Smartwatch während der Fahrt nutzen: Bußgeld droht

In der deutschen Straßenverkehrsordnung werden Smartwatches nicht explizit erwähnt, sondern allgemein als „elektronisches Gerät (zur) Kommunikation, Information oder Organisation“ betrachtet. Länger auf die Smartwatch zu schauen oder während der Fahrt eine Nachricht zu schreiben, ist wie bei Handys nicht erlaubt. Bei einem so verursachten Verkehrsunfall drohen ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld von 200 Euro.