Bei der Verfügbarkeit des mobilen Internets in Deutschland gibt es große Unterschiede – nicht nur zwischen Stadt und Land, sondern auch zwischen den einzelnen Anbietern. Einer neuen Studie zufolge gibt es einen klaren Sieger und einen eindeutigen Verlierer.

 

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LTE in Deutschland: Telekom klar auf Platz 1

Die LTE-Netze der drei großen Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (o2) geben sich sehr unterschiedlich. Während alle Provider in deutschen Großstädten mittlerweile eine recht gute Figur abgeben, sieht es auf dem Land teilweise beschämend aus. Hier gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Einer neuen Studie von Opensignal zufolge kommt die Deutsche Telekom auf den Spitzenplatz – und Telefónica muss endlich zulegen, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Die Telekom kommt in 11 von 13 Flächenstaaten auf das beste Ergebnis, gefolgt von Vodafone. Bei Telefónica ist sowohl die Verfügbarkeit als auch die Geschwindigkeit von LTE stark ausbaufähig. Insbesondere ostdeutsche Bundesländer sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland sind den Tests von Opensignal zufolge unterversorgt. Hier liegt die LTE-Verfügbarkeit teilweise nur bei 50 Prozent. Zum Vergleich: Der niedrigste Wert bei der Telekom liegt auf dem Land bei 84,4 Prozent, bei Vodafone sind es immerhin noch 76,4 Prozent.

In deutschen Städten ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier kommt Telefónica (o2) auf Werte zwischen 89,7 und 72,6 Prozent. Ein derartiges Gefälle ist bei der Konkurrenz nicht zu finden, hier liegt die durchschnittliche Verfügbarkeit von LTE in etwa bei 90 Prozent. In Städten alleine schneidet Vodafone sogar minimal besser ab als die Telekom.

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LTE-Downloads: Schlechtes Ergebnis für o2

Bei Opensignal wird nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit in den deutschen LTE-Netzen gemessen. Hier sind die Unterschiede zwischen den Providern noch deutlicher ausgefallen – an der Rangfolge hat sich aber nichts geändert. Die Telekom kommt auf die besten Werte, dann folgt Vodafone und mit weitem Abstand Telefónica.

Richtig auf die Schulter klopfen braucht sich aber keiner der Anbieter, denn die mobile Download-Geschwindigkeit lässt in allen Netzen deutlich zu wünschen übrig. Bei Telefónica kommen Kunden in ländlichen Regionen teilweise nur auf Werte von 10,1 Megabit pro Sekunde, während die Telekom ihre Kunden dort immerhin mit minimal 27,0 Megabit pro Sekunde versorgt.

LTE ist auch deshalb so wichtig, weil das 3G-Netz bald abgeschaltet wird. Alle Infos dazu gibt es hier im Video:

3G wird abgeschaltet. Und jetzt?

In Großstädten bleibt die Telekom deutlich auf Platz 1 mit durchschnittlichen Download-Werten zwischen 66,2 und 39,5 Megabit pro Sekunde. Bei Vodafone hingegen wurden Werte zwischen 50,5 und mageren 17,3 Megabit pro Sekunde gemessen. Noch schlechter sieht es bei Telefónica aus, hier liegt der Bestwert bei 27,0, der schlechteste Wert bei gerade mal 15,9 Megabit pro Sekunde.