Ein ehemaliger Mitarbeiter von Tesla erhält umgerechnet rund 118 Millionen Euro als Entschädigung, da er sich in einer Fabrik des Autobauers Rassismus ausgesetzt sah. Selbst die Anwälte des Opfers hatten weniger gefordert.

 
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Tesla: Rekordstrafe wegen Rassismus verhängt

In den USA muss Tesla einem Ex-Mitarbeiter nach einem Rechtsstreit ganze 118,1 Millionen Euro als Entschädigung zahlen. Der ehemalige Fabrikarbeiter soll Diskriminierung wegen seiner Hautfarbe erlebt haben. Alleine in den letzten drei Jahren haben 120 weitere Personen ähnliche Vorfälle erlebt, heißt es. Vor Gericht musste sich Tesla bisher aber nicht verantworten.

Tesla sei den Richtern zufolge gar eine „Brutstätte für rassistisches Verhalten“. Abfällige Kommentare sowie Hassbotschaften seien kein Einzelfall. In den Toiletten eines Tesla-Werks im kalifornischen Fremont soll es Hakenkreuze neben anderen rassistischen Symbolen geben.

Tesla bestreitet die Vorwürfe, man habe „keine Kenntnis“ von einem möglichen Fehlverhalten. Tesla sei als Unternehmen gegen jede Form von Diskriminierung. Man werde den Fall aber ernst nehmen und intern weiter untersuchen (Quelle: Deutsche Welle).

Die Rekordstrafe teilt sich auf in einen Schadensersatz sowie eine zusätzliche Zahlung wegen emotionaler Belastung. Die Anwälte des Opfers selbst hatten weniger als die verhängten 118,1 Millionen Euro gefordert.

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Tesla: Opfer war als Leiharbeiter beschäftigt

Tesla hat sich zu einer längeren und öffentlichen Stellungnahme entschieden, um Argumente auch nach dem Gerichtsverfahren zu entkräften. Nach Angaben des Autobauers hat das Opfer nicht bei Tesla selbst, sondern bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Beweise für rassistische Äußerungen gäbe es nicht. Anschuldigungen seien erst dann erhoben worden, als klar wurde, dass eine Festanstellung bei Tesla nicht geplant sei (Quelle: Tesla).