Während in Deutschland Verbraucher unter hohen Strom- und Spritpreisen ächzen, sieht es anderswo in der Welt nicht viel besser aus. In China wird der Strom knapp – und damit für viele Hersteller der Nachschub. Die Folgen werden auch deutsche Kunden wohl zu spüren bekommen.

 
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Die Hersteller in der zweiten Reihe sind oft nicht unbedingt bekannt. Im Zuge von Nachschubkrisen bei Chips sind in den vergangenen Wochen und Monaten aber schon einige Namen öfter einmal gefallen – darunter auch Foxconn. Der Auftragsfertiger beliefert unter anderem Apple mit wichtigen Hardware-Komponenten, ohne die kein neues iPhone 13 gebaut wird. Auch Tesla steht weit oben auf der Kundenliste bei Foxconn.

In China wird Strom knapp: Apple, Tesla und Co. betroffen

Genau solche Hersteller haben in China derzeit mit ernsten Problemen und Produktionsstopps zu kämpfen, aber auch andere Branchen sind betroffen. Der Grund: Der Kohlenachschub in China wird aktuell knapp und immer teuerer, was sich auf Produktion und Strompreise direkt auswirkt. In manchen chinesischen Provinzen hat die Regierung deshalb bereits „Sperrstunden“ eingeführt, in denen Fabriken die Produktion einstellen müssen und auch Privathaushalten der Strom abgedreht wird (Quelle: Reuters).

Betroffen ist nicht nur Foxconn. Auch andere Hersteller, darunter Concraft, Hersteller von akustischen und optischen Komponenten sowie Steckerverbindungen für Notebooks, mussten teilweise den Betrieb einstellen. Noch ist nicht bekannt, wie lange die Einschränkungen andauern werden, die bereits vorige Woche begannen.

Zwar verlassen sich große Hersteller wie Apple oder Tesla nie nur auf einen Lieferanten, aber viele Alternativen können auch von den Einschränkungen in China betroffen sein. So sollen etwa 30 taiwanische Firmen, die aber in China produzieren, auch schon den zeitlich begrenzt den Betrieb heruntergefahren oder eingestellt haben.

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Fehlt der Nachschub, steigen für Verbraucher die Preise

Weniger verfügbare Komponenten aus der Vorproduktion würden letztlich heißen, dass auch weniger E-Autos bei Tesla oder weniger iPhones, MacBooks und iPads bei Apple gebaut werden können. Das wiederum bedeutet geringe Verfügbarkeit und steigende Preise für Endkunden. Gerade zum Jahresende im Weihnachtsgeschäft sollten sich iPhone-Interessenten gut überlegen, ob es den zu erwartenden Aufpreis wert ist.