TikTok ist als Social-Media-App vor allem bei Jüngeren beliebt. Die Entwickler testen jetzt, ob die Kult-App sich auch als Jobportal eignet. Aus Sicht von Unternehmen tummelt sich dort jede Menge Nachwuchs, für die TikToker selbst könnte der Plan neben Chancen auch Probleme mit sich bringen.

 

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TikTok testet Jobportal: Mit Videoclip zum Traumberuf?

Bisher ist TikTok in erster Linie bekannt für kurzweilige Videos. Ob tanzende Teenager, Kurioses aus aller Welt, Rezepte oder die neueste Challenge – es geht auf TikTok um Zeitvertreib. Die Inhalte richten sich dabei in der Regel an ein junges Publikum und werden oft auch von jungen Leuten gemacht. Dass die TikToker und ihr Publikum irgendwann erwachsen werden und ins Arbeitsleben starten, ist auch den Entwicklern aufgefallen – und das will man nun nutzen.

So werde aktuell getestet, wie sich Funktionen eines Jobportals mit dem für TikTok typischen kurzen Videoformat verbinden lassen. Konkret geht es darum, dass TikTok-Nutzer den eigenen Lebenslauf kreativ und modern als kurzes Video veröffentlichen. Die Nutzer sollen so in Kontakt mit Unternehmen kommen, während diese passende Bewerber über ihre Selbstpräsentation auswählen. Auch Videos, die Joberfahrung zeigen und sich damit von gewöhnlichen Bewerbungen abheben, seien denkbar, wie das US-Magazin Axios im Bezug auf eigene Quellen berichtet.

Mit Social Media zur Festanstellung: Private Profile bergen Risiken

Der Test werde demnach auf einer eigenen Webseite durchgeführt, die aus der TikTok-App heraus erreichbar sein soll. Hier können Arbeitgeber auch Jobangebote posten, die enorme Reichweite von TikTok nutzen. Laut Informationen von Axios habe man große Marken für den Beta-Test angefragt. Auf der externen Internetseite sollen die TikTok-Nutzer dann ihre Videos hochladen. Später könne man sie auch mit dem eigentlichen TikTok-Profil verbinden.

Es ist generell fragwürdig, wie sinnvoll es ist, sich mit privaten Social-Media-Konten um einen Job zu bemühen. Es wäre nicht das erste Mal, dass private Posts bei Facebook und Co. den Verlust der Stelle bedeuten. Deswegen gilt nicht nur für TikTok: Besser man nutzt ein professionelles Social-Media-Profil für Kontakte aus dem Arbeitsumfeld. Geld verdienen kann man bei TikTok bald zudem auch durch Werbung.