Zwei amerikanische Mädchen sind nach der gefährlichen „Blackout-Challenge“ bei TikTok gestorben. Die Familien haben jetzt gemeinsam Klage gegen die Plattform eingereicht. TikTok und seine Algorithmen seien Schuld am Tod ihrer acht und neun Jahre alten Kinder.

 
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TikTok wegen „Blackout-Challenge“ vor Gericht

Im vergangenen Jahr machte bei TikTok die sogenannte „Blackout-Challenge“ die Runde, bei der Nutzer dazu aufgerufen wurden, sich bis zur Ohnmacht zu würgen. Zwei Mädchen aus den USA, nur acht und neun Jahre alt, verstarben nach Teilnahme an der Challenge. Die Familien der beiden Mädchen haben nun am obersten Bezirksgericht von Los Angeles eine Klage gegen die chinesische Videoplattform eingereicht.

Die Eltern der verstorbenen Kinder werfen TikTok vor, die gefährliche Challenge „wiederholt und absichtlich“ in der Timeline der beiden Mädchen beworben zu haben. Sie hätten sich so erst motiviert gefühlt, an ihr teilzunehmen. In der Klage ist von „gefährlichen Algorithmen“ die Rede, die letztlich zum Tod der beiden Kinder geführt habe.

Anwalt Matthew Bergman vom Social Media Victims Law Center (SMVLC), der die klagenden Eltern vertritt, sieht TikTok in der Verantwortung. Das Unternehmen hätte Milliarden Dollar investiert, um Produkte zu entwickeln, die „gefährliche Inhalte pushen“. TikTok würde wissen, dass manche der Challenges für seine Nutzer tödlich enden können. Auch über die „Blackout-Challenge“ hätte TikTok genaustens Bescheid gewusst.

Die Familien fordern von TikTok Schadensersatz in einer Höhe, die nicht öffentlich gemacht wurde (Quelle: The Guardian).

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Polizei bestätigt Tod nach TikTok-Challenge

Laut amerikanischer Polizei ist der Tod eines der Mädchen am 15. Juli 2021 direkt auf die angesprochene TikTok-Challenge zurückzuführen. Es soll davon geträumt haben, auf der Plattform berühmt zu werden. Ein eigenes Smartphone sollen die beiden Mädchen erst wenige Monate vor ihrem Tod erhalten haben.