Vodafone warnt vor einem massiven Funkloch, das in Deutschland bis zu vier Millionen Kunden betreffen könnte. Plötzlich könnten diese ohne schnelles Internet dastehen, so die Befürchtung des Deutschland-Chefs von Vodafone.

 
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Vodafone: Millionen Kunden droht LTE-Funkloch

Hannes Ametsreiter, Deutschland-Chef von Vodafone, warnt in einem Interview vor einem riesigen Funkloch, von dem mehrere Millionen Menschen in Deutschland betroffen sein könnten. Insbesondere im ländlichen Raum würden die Leute dann „digital abgehängt“, so seine düstere Prognose. Hintergrund sind auslaufende Nutzungsrechte für einige wichtige LTE-Frequenzbereiche.

Geht es nach Ametsreiter, dann könnte die anstehende Frequenzauktion, die für das Jahr 2023 oder 2024 geplant ist, drastische Folgen für Nutzer in Deutschland haben. Falls die im Jahr 2025 auslaufenden Frequenzen wieder versteigert werden, dann drohen LTE Funklöcher. Die Mobilfunknetze in Deutschland könnten dabei sogar insgesamt „deutlich langsamer“ werden (Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland).

Der Vodafone-Chef fordert nun, die Frequenzen nicht erneut zu versteigern, sondern die Nutzungsrechte einfach zu verlängern. Hier stellt er sich einen Zeitraum von fünf Jahren vor, um nicht weniger als „exzellente Netze“ in Deutschland schaffen zu können. Auch die Deutsche Telekom möchte lieber von einer erneuten Versteigerung der Frequenzen absehen. Hier stellt man sich ebenfalls eine Verlängerung der Nutzungsrechte für wichtige LTE-Frequenzen vor.

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Vodafone: Nee Konkurrenz lässt Kosten steigen

Nach Einschätzung von Ametsreiter reichen die momentan verfügbaren Frequenzen nur für die drei bestehenden Netze von Vodafone, der Deutschen Telekom und o2 (Telefónica) aus. Bei einer erneuten Versteigerung würde mit 1&1 (United Internet) aber ein viertes Unternehmen mitbieten. Das würde die geplante Auktion „extrem teuer“ machen.