Wer klassisches Kabelfernsehen von Vodafone bezieht, kann nächstes Jahr von zusätzlichen Vorteilen profitieren: Der Düsseldorfer Kommunikationskonzern hat sich mit RTL Deutschland zusammengetan, um das Programm gleich um mehrere Sender aufzustocken. Doch das ist nicht alles.

 

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Vodafone stockt auf: GigaTV wird für RTL-Liebhaber attraktiver

Für Vodafone-Kunden stehen Neuerungen rund um das Kabelfernsehen-Angebot ins Haus: Durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Sendergruppe von RTL Deutschland kommen deutschlandweit einheitliche Sender in HD-Qualität auf die TV-Geräte. Aushängeschild ist jedoch die weitgehende Integration des Streaming-Dienstes TVNow Premium in Vodafones GigaTV-Angebot (Quelle: Vodafone).

Noch im Februar hatte RTL angekündigt, dass TVNow vor dem Aus steht – zumindest unter diesem Namen. Als RTL+ wird der Streaming-Dienst allerdings weitergeführt und ab 2022 als App in die Plattform von GigaTV integriert. Auch sollen mehr der beliebten linearen RTL-Inhalte über GigaTV empfangen werden können. Top-Formate wie Let's Dance oder GZSZ stehen dann bis zu 30 Tage nach ihrer eigentlichen Ausstrahlung noch in der Mediathek von GigaTV bereit.

Künftig werden auch die Pay-TV- und Free-TV-Sender der RTL Gruppe bundesweit einheitlich über Vodafone angeboten. Darunter fallen neben dem Hauptsender RTL HD auch VOX HD und RTL II HD, zu den kostenpflichtigen Sendern gehören etwa RTL Living HD und GEO Television HD. Der Kabelanbieter arbeitet bereits seit einiger Zeit daran, unter anderem die ehemaligen Unity-Media-Gebiete mit dem restlichen Bundesgebiet anzugleichen und hatte zuletzt einige Sender aus dem Programm genommen.

TVNow, Disney+ oder doch Netflix? Im Video zeigen wir euch die Streaming-Anbieter im Vergleich:

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Der große Streaming-Vergleich

Integrierte App, geteilte Kosten

Mindestens einen Wermutstropfen bringen die Pläne von Vodafone und RTL allerdings mit sich. Denn die Integration von TVNow/RTL+ in GigaTV geht nicht so weit, wie man es als Kunde gerne hätte. Wer das Premium-Angebot des Streaming-Dienstes sehen will, muss nach wie vor draufzahlen.

Darüber hinaus sind weitere gemeinsame Projekte geplant. So werde etwa adressierbare Werbung mit der Kooperation eine größere Reichweite erhalten. Ob man das allerdings als Vor- oder Nachteil wertet, bleibt den Kunden selbst überlassen.