Wer ein E-Auto von Renault will, muss jetzt Geduld aufbringen. Am Freitag, 25. März, hat der französische Hersteller den Verkauf von Zoe und Co. eingestellt. Der Bestellstopp betrifft auch Plug-in-Hybride, die sogar noch beliebter sind. Wann es wieder losgeht, ist ungewiss.

Renault verkauft keine E-Autos mehr in Deutschland

Freitag, der 25. März, war ein einschneidendes Datum bei Renault: Seit diesem Tag können Kunden in Deutschland keine Elektroautos mehr bestellen. Kaufverträge, die rechtzeitig gezeichnet wurden, werde man noch erfüllen, heißt es vonseiten des französischen Autobauers. Doch davon abgesehen ist für die erfolgreiche Zoe und den gerade erst in den Verkauf gestarteten Mégane E-Tech Schluss – und bei diesen beiden bleibt es nicht.

Renault hat in Deutschland den Verkauf aller Elektroautos sowie der gesamten Palette an Plug-in-Hybriden eingestellt. Neben Zoe und Mégane E-Tech betrifft das auch den Twingo electric und den Transporter Master Z.E (Quelle: Edison Media). Auch die frühere Plug-in-Version des Mégane sowie der Renault Captur mit teilelektrischem Antrieb werden vorerst nicht mehr angeboten.

Händler habe man über diesen Schritt bereits im Vorfeld informiert, sodass laufende Verkaufsgespräche rechtzeitig zum Abschluss kommen würden, hieß es im Vorfeld des Verkaufsstopps von Renault.

Wann Elektroauto Zoe zurückkommt, ist noch unklar

Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Pläne Renaults. Unklar ist allerdings noch, wie lange der Verkaufsstopp anhalten soll. „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens einen Monat keine Elektroautos mehr bestellen können, diese im Anschluss teurer werden und auch nicht mehr dieses Jahr geliefert werden“, so ein Renault-Händler ernüchternd. Mit dem Umweltbonus in bisheriger Höhe hat es sich damit für Renault-Kunden wohl erledigt.

Das baldige Ende der hohen Förderung ist nur einer der Gründe, sich jetzt für ein E-Auto zu entscheiden:

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Die Gründe für den Bestellstopp sind vielfältig: Nachschub an Chips beschäftigt die Branche schon lange, Kabelbäume wurden zuletzt in Folge des Kriegs in der Ukraine knapp. Herausforderungen in der Logistik und stark schwankende Rohstoffpreise sollen ebenfalls zu der Entscheidung beigetragen haben. Zudem werde in mehreren Renault-Werken nicht mehr gebaut, so Edison Media.

Erst vor wenigen Wochen hatte Renault einen Schwung neuer Elektromodelle angekündigt. Bei VW und Skoda hatte man ähnlich auf die Schwierigkeiten reagiert.