Deutschland rüstet sich mit Wärmepumpen für einen teuren Winter. Wie sehr die Alternative zur Gasheizung gefragt ist, zeigt eine neue Grafik. Die Zahl der Anträge auf Förderung ist massiv gestiegen. In einem Monat alleine wurden fast so viele Anträge gestellt wie im gesamten Jahr zuvor.

Zahl der Förderanträge für Wärmepumpen explodiert

Während der Preis für Gas in den letzten Monaten massiv gestiegen ist, gelten mit Strom betriebene Wärmepumpen als mögliche Alternative zu horrenden Heizkosten im kommenden Winter. Wie beliebt Wärmepumpen in letzter Zeit in Deutschland geworden sind, macht eine Grafik anschaulich. Anträge auf Förderung bei der Installation einer Wärmepumpe sind im August 2022 in die Höhe geschnellt. Ganze 148.000 wurden eingereicht.

148.000 Anträge auf Förderung einer Wärmepumpe wurden im August eingereicht. (Bildquelle: Politico)

Im Monat zuvor waren es noch rund 44.000, zwischen März und Juni jeweils um die 20.000. Wie außergewöhnlich stark der Anstieg im August ist, macht ein weiterer Vergleich deutlich: Im gesamten Jahr 2021 stellten die Deutschen 150.000 Förderanträge beim Bund (Quelle: Politico).

Förderungen können nach wie vor beim Bundesamt für Wirtschaft beantragt werden. Bei bestehenden Gebäuden werden Wärmepumpen mit mindestens 25 Prozent und höchstens 40 Prozent der Kosten gefördert, sofern die technischen Voraussetzungen gegeben sind. Den höchsten Zuschuss gibt es, wenn Wärmepumpen als Ersatz für eine alte Öl-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung zum Einsatz kommen. Die Förderung umfasst dabei auch notwendige Nebenarbeiten.

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Stromfrage bleibt bei Wärmepumpen ungeklärt

In den nächsten Jahren sollen sechs Millionen Wärmepumpen installiert werden, wie Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesbauministerin Klara Geywitz angekündigt haben. Der Strombedarf in Deutschland dürfte sich so nach Berechnungen des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Uni Köln (EWI) um etwa 30 Terawattstunden erhöhen. Wie der zusätzliche Strombedarf gedeckt werden soll, gilt dabei weiter als ungeklärte Frage.