Möglichst viele Modelle und das zu günstigen Preisen? Das war eigentlich das Geheimrezept von Xiaomi, doch das funktioniert plötzlich nicht mehr. Der erfolgsverwöhnte Konzern muss eine bittere Niederlage hinnehmen. Samsung und Apple können sich hingegen über hohe Verkaufszahlen freuen.

 
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Xiaomi fällt wieder auf Platz drei zurück

Eigentlich war Xiaomi auf einem guten Weg, sich als zweitgrößter Smartphone-Hersteller zu etablieren. Doch im zweiten Quartal 2022 konnte Xiaomi die Erwartungen nicht erfüllen. Der chinesische Hersteller ist auf den dritten Platz zurückgefallen. Von dem insgesamt um 9 Prozent gesunkenen Smartphone-Markt konnte Xiaomi nur noch einen Anteil von 14 Prozent für sich verbuchen. Im Vorjahr des gleichen Zeitraums waren es noch 17 Prozent und Platz zwei.

Nicht nur Xiaomi hat verloren, sondern alle bekannten chinesischen Smartphone-Hersteller wie Oppo und Vivo. Bei Oppo ist das sogar noch etwas schlimmer, denn da hat Canalys OnePlus mit einberechnet. Trotzdem ist der Marktanteil von 11 auf nur noch 10 Prozent gefallen – bei schon generell geringeren Verkaufszahlen vom ganzen Smartphone-Markt. Die chinesischen Smartphone-Hersteller hat es also richtig hart getroffen.

Samsung und Apple konnten im 2. Quartal zulegen, während chinesische Hersteller verlieren. (Bildquelle: Canalys)

Samsung bleibt unverändert auf dem ersten Platz. Der Marktanteil steigt von 18 auf 21 Prozent. Apple kann beim Marktanteil ebenfalls von 14 auf 17 Prozent zulegen. Damit überholt Apple Xiaomi wieder und stellt die alte Reihenfolge wieder her.

Das Xiaomi 12S Ultra soll die Verkaufszahlen steigern:

Xiaomi 12S Ultra: Das Leica-Smartphone

Gesamte Smartphone-Branche muss sich verbessern

Auch wenn Samsung und Apple ihre Marktanteile steigern konnten, ist der Gesamtmarkt deutlich gefallen, sodass sich bei den konkreten Verkaufszahlen gar nicht so viel getan hat. Die gesamte Smartphone-Branche muss sich also etwas einfallen lassen, damit die Verkaufszahlen wieder steigen. Es wird also interessant sein zu sehen, wie sich das Geschäft in den nächsten Monaten entwickelt.