Nicht nur in Chats wird gern abgekürzt. Auch offizielle Abkürzungen beispielsweise in Gesetzestexten können die Leser verwirren. Das Akronym GmbH begegnet uns täglich bei vielen Firmen. In unserem Ratgeber lest ihr, was GmbH bedeutet.

 

Ratgeber

Facts 

Was die Abkürzung GmbH bedeutet

Viele Unternehmen tragen nach ihrem Namen noch das Kürzel „GmbH“. Die Abkürzung bedeutet Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Diese Rechtsform kennzeichnet eine Handelsgesellschaft.

Was ist eine GmbH?

Hier lest ihr eine einfache Definition der Unternehmensform GmbH:

  • Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eine Kapitalgesellschaft, und basiert genau wie eine Aktiengesellschaft (AG) oder eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Außerdem ist eine GmbH vor Gericht eine eigene Rechtspersönlichkeit und somit eine juristische Person des Privatrechts.
  • Sie wird von sogenannten Gesellschaftern geführt.
  • Diese Form der Gesellschaft haftet nicht mit dem Privatvermögen der Gesellschafter (Haftungsbeschränkung) und ist deswegen für Unternehmer so eine attraktive Rechtsform. Die Haftung bei Zahlungsunfähigkeit beschränkt sich auf die Kapitaleinlage. Daher auch der Hinweis „mit beschränkter Haftung“.
  • Zur Gründung der GmbH ist mindestens eine Person notwendig.
  • Die GmbH entsteht mit Eintragung in das Handelsregister.
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Was sind gGmbH und UG?

  • Die gGmbH ist eine gemeinnützige GmbH. Sie ist von Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer befreit, wenn das Unternehmensziel tatsächlich gemeinnützigen Zwecken dient.
  • UG heißt ausgeschrieben Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Sie wird auch Mini-GmbH genannt und ist eine Sonderform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Hier reicht die Einzahlung von einem Euro als Stammkapital, um als gültige UG die Geschäfte aufnehmen zu können. Die UG muss 25% ihres Gewinn zurücklegen, bis sie das für die GmbH übliche Stammkapital von 25.000 Euro erreicht hat.

Was ist eine GmbH

Was kostet eine GmbH?

  • Die Kapitaleinlage wird bei der GmbH als Stammkapital bezeichnet. Das Stammkapital muss mindestens 25.000 Euro betragen (§ 5 Abs. 1 GmbHG).
  • Zum Zeitpunkt der Gründung müssen mindestens 12.500 Euro gezahlt werden. Kommt es dann zu einer Insolvenz, haften die Gesellschafter auch privat für die andere Hälfte der gesetzlichen Stammeinlage, wenn der volle Betrag noch nicht eingezahlt wurde.
  • Das Stammkapital kann auf jeden einzelnen Gesellschafter aufgeteilt werden. Ihre einzelnen Beiträge werden Stammeinlage genannt.

Hier noch einmal kurz und knapp im Video erklärt, was eine GmbH ist:

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Bildquellen: everything possibleRawpixel.com via Shutterstock

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