Moto G6 im Test: Zurück in die Zukunft mit neuem Ballast

Robert Kägler 2

Nachdem Lenovo mit dem Moto G5 ein eher handliches Gerät auf den Markt gebracht hatte, das die Motorola-Brand wieder in den Markt einführte, kehrt der Hersteller mit dem Moto G6 in die Phablet-Mittelklasse zurück. Wie sich der Nachfolger in der Mittelklasse schlägt und ob die G-Serie immer noch von alten Schwächen geplagt wird, erfahrt ihr in unserem Test zum Moto G6.

Moto G6 im Test: Inhaltsverzeichnis

Das Moto G6 im Video-Teaser:

Motorola Moto G6 im Detail vorgestellt.

Unser Testurteil zum Moto G6:

Mit dem Moto G6 kehrt Motorola zurück in die Phablet-Klasse, in der zuletzt das Moto G4 (Plus) wilderte, und lässt damit das kompaktere Format des Vorgängers G5 hinter sich. Motorola als „Mutter“ der Marke hat in puncto Design und Verarbeitung einen Sprung nach vorne gemacht und bietet ein edles, glasbasiertes Design zum kleinen Preis. Im Vergleich zum Vorjahr spendiert man dem Moto G6 auch einen etwas leistungsfähigeren Prozessor mit passender GPU. RAM und interner Speicher erhalten ebenfalls ein Upgrade und sind wahlweise in den Versionen mit 3 GB / 32 GB oder 4GB / 64 GB erhältlich.

Das angenehm große 5,7 Zoll-Display im modernen 18:9 Format konnte mit guter Schärfe überzeugen. Bei der Software leistet sich Motorola mit unnötigen Apps einen kleinen Ausrutscher, kann aber mit Stock-Android-Optik und gutem Arbeitstempo punkten. Gamer müssen zwar Abstriche machen, können aber auch beliebte Titel wie PUBG Mobile mit reduzierten Details problemlos genießen.

Der Schwachpunkt des Moto G6 ist die Kamera. Sie nimmt bei Tageslicht für den Alltag durchaus akzeptable Fotos auf, offenbart aber schnell Schwächen bei schlechteren Lichtverhältnissen. Der Akku liefert dafür mit 3.000 mAh ordentlich Power und bringt den Nutzer sicher durch den Tag.

Für den günstigen Preis von 250 Euro (UVP) bekommt man insgesamt ein gelungenes Smartphone mit ausreichend Leistung in edlem Gewand. Problematisch wird es für Motorola, weil die Konkurrenz in dieser Preisklasse nicht schläft. Dennoch könnte sich das Moto G6 als Kauf-Tipp herauskristallisieren – wenn es noch ein wenig im Preis fällt.

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Bewertung: Moto G6 mit 3 GB RAM

  • Verarbeitung, Haptik und Design: 4/5
  • Display: 3/5
  • Kamera: 3/5
  • Software: 4/5
  • Performance: 3/5
  • Telefonie und Audio: 3/5
  • Konnektivität und Speicher: 4/5
  • Akku und Alltag: 4/5

Gesamt: 70%

Moto G6 im Test: Verarbeitung und Design – Galaxy-Flair  

Sobald man das Gerät das erste Mal in der Hand hält, werden die Unterschiede zum Vorgänger klar: Motorola setzt hier auf ein wesentlich moderneres Design und geht mit dem Trend der Zeit. Auf der Frontseite hat sich einiges getan. So finden wir oben einen wesentlich schmaleren Display-Rand vor, der ohne den einst dort platzierten “moto“-Schriftzug auskommt. Die Hörmuschel wird nicht nur von der Frontkamera begleitet, sondern erhält weitere Gesellschaft, in Form eines vollwertigen LED-Blitzes auf der rechten Seite.

Ganz weg sind die Motorola-Buchstaben dann doch nicht. Im unteren Bereich finden wir diesmal direkt den kompletten Motorola-Schriftzug wieder. Darunter ist der recht schmale Fingerabdruck-Scanner platziert. Dieser funktioniert zuverlässig und schnell. Neben dem flinken Entsperren lässt sich das Smartphone mit einem längeren Druck auf den Sensor auf Wunsch auch wieder verriegeln – praktisch. Rechts daneben ist deutlich sichtbar das Mikrofon. Das hätte man dezenter machen können. Hier fragt man sich zudem, wieso man den Schriftzug nicht zugunsten eines größeren Fingerabdruck-Sensors oder eines größeren Screens weggelassen hat.

Die Rückseite ist wortwörtlich das Highlight des Moto G6. Die abgerundete, komplett in Glas eingefasste Rückseite unseres Testgeräts in Indigo Blue schimmert im Licht und macht einen edlen Eindruck. Hier hat man sich klar am Moto X4 orientiert. Hätte Motorola nicht ein so auffälliges Kameramodul mit Ringoptik verbaut, könnte man fast meinen, dass man ein Samsung-Smartphone in der Hand hält. Leider kommen mit dem Design auch die gleichen Schwachstellen. Die Rückseite ist wunderschön – solange man Handschuhe trägt – Fingerabdrücke sieht man nämlich sofort. Da bleibt dann nicht mehr viel von Glanz und Gloria. Hier hilft auch die p2i-Beschichtung gegen Spritzwasser nicht weiter. Als rutschfest kann die Oberfläche ebenfalls nicht bezeichnet werden. Zum Glück legt Motorola ein Case bei. Das Schimmern kommt dann natürlich nicht mehr so gut zur Geltung, zumal es sich um eines dieser transparenten Cases handelt, die nach einem halben Jahr eine bräunlich-gelbe Färbung annehmen. Trotzdem eine nette Geste von Lenovo, überhaupt ein Case beizulegen.

Ein Knacken oder Knarzen konnten wir während des Tests nicht feststellen, hier hat Motorola sauber gearbeitet. Lediglich der SIM- und SD-Karten-Einschub wirkte etwas fragil. Lobenswert ist aber, dass man beide SIM-Karten-Slots und die microSD-Karte gleichzeitig verwenden kann. Das sieht man nur noch selten. Auch das Gewicht von 167 Gramm vermittelt ein Gefühl von Wertigkeit. Bei den Abmessungen konnte man die Tiefe auf schlanke 8,3 mm verringern. Insgesamt ist das Design aber definitiv gelungen und lässt eine höhere Preisklasse vermuten, als es tatsächlich der Fall ist.

Wir haben uns das Modell in der Farbe „Deep Indigo“ genauer angeschaut und zeigen das Design auch in Bildern:

Bilderstrecke starten(10 Bilder)
Moto G6 in Bildern: Mittelklasse-Smartphone in edlem Gewand

Moto G6 im Test: Display – Rückkehr in die Phablet-Welt

Motorola verbaut ein 5,7 Zoll in der Diagonale messendes IPS-Display im modernen 18:9 Format und kehrt mit dem G6, nach einem Trip in die Vergangenheit auf dem Rücken des G5, zurück in die Zukunft. Die Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln (Full HD+), gepaart mit dem neuen Format, nennt Motorola „Max Vision“-Display. Im Alltag macht das Display durchaus eine gute Figur. Die Helligkeit konnte im Vergleich zum Vorgänger verbessert werden und die Blickwinkel sind weiterhin stabil. Einen übermäßig starken Farb-Shift konnten wir nicht erkennen.

Bei den Display-Rändern fragt man sich jedoch, wieso nach unten der Platz durch einen gezwungen wirkenden Motorola-Schriftzug verschenkt wurde. Hier hätte man entweder den Fingerabdrucksensor vergrößern können, um gelegentlich vorkommenden Abrutschern entgegenzuwirken oder das Display. Auch die Seitenränder hätten etwas dünner sein können. Allgemein kann man das Display für diesen Preis trotzdem als gelungen bezeichnen. Der Power-Button ist gut erreichbar unter der Lautstärkewippe platziert und hebt sich durch eine Riffelung ab. Die Größe sowie Druckpunkte sind bei beiden passend gewählt und vermitteln ein angenehmes “Klick-Gefühl“.

Moto G6 im Test: Kamera – Features, Features, Features

Das wohl auffälligste Merkmal der Rückseite ist der große runde Kamerahügel, der mittlerweile zum Markenzeichen von Motorola geworden ist. Die Dual-Kamera löst mit 12 MP und 5 MP auf. Hierbei liefert der schwächere 5-MP-Sensor lediglich die Tiefeninformationen für Bokeh-Effekte, weitere Einsatzzwecke hat er nicht. Mit einer weiten Blende von f/1.8 hat man im Vergleich zum Vorgänger eine Schippe draufgelegt, um die Low-Light-Performance zu verbessern. Unterstützt wird die Kamera durch einen LED-Blitz. Für gut ausgeleuchtete Selfies steht auf der Frontseite eine Kamera mit 8 MP und eigenem Blitz zur Verfügung, die ebenfalls eine Blende von f/1.8 besitzt. Damit können sich aufstrebende Influencer auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut ausgeleuchtet in Szene setzen. Wer nicht nur sich, sondern auch Freunde in das Bild holen möchte, kann das praktische Gruppen-Selfie-Feature nutzen. Dazu neigt man das Smartphone einfach wie bei einem Panorama kurz nach links und rechts.

Die Hauptkamera bietet hingegen eine ganze Menge zusätzliche Funktionen. Im Portrait-Modus lassen sich Bokeh-Shots mit moderner Schärfentiefe schießen. Nachträglich kann man den Hintergrund sogar schwarz-weiß färben. Bei uns klappte das teils besser, teils schlechter. Das wird auch durch die Ausschnitt-Funktion klar, mit der man den eigenen Hintergrund flexibel austauschen kann. In unserem Test hat das leider nur selten wirklich gut funktioniert. Meist wurde das eigene Portrait nicht korrekt ausgeschnitten, was zu fremd wirkenden Bildern geführt hat. Insgesamt lief die Kamera-App nicht ganz rund und kam gelegentlich ins Stocken.

Was hingegen gut klappt, ist die Funktion „Spotfarbe“. Damit lässt sich beim Fotoschießen eine Farbe antippen, die dann als einzige erhalten bleibt, der Rest wird schwarz-weiß gespeichert. Mit einem Regler kann der Toleranzbereich der Farbe manuell nachjustiert werden. Wer gerne kreativ fotografiert, wird damit definitiv seinen Spaß haben. Mit Hilfe von KI kann man zudem Objekte und Wahrzeichen identifizieren. Leider dauerte dies meist sehr lange und lieferte wenig zufriedenstellende Ergebnisse. Videos können in Full-HD mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, sind aber nicht durch OIS gestützt. Während der Aufnahme mit 60 FPS kam es zudem zu Mikrorucklern. Filmt man im 30-FPS-Modus, ist zumindest elektronische Bildstabilisierung (EIS) vorhanden.

Insgesamt macht die Kamera bei guten Lichtverhältnissen aber akzeptable Bilder. Farben sind ausreichend kräftig und der Dynamikumfang ist gut. Die allgemeine Schärfe und der Detailreichtum der Bilder konnten bei genauem Hinsehen nicht überzeugen. Der Autofokus scheint Probleme beim richtigen Fokussieren zu haben. Auch die Details nehmen bei schlechteren Lichtverhältnissen auf mittlerer Distanz ab. Trotz der großen Blende von f/1.8 ist bei dunkler Umgebung viel Bildrauschen und Farbmatsch zu erkennen. Wer hin und wieder einen Schnappschuss bei Tageslicht macht und nicht auf den allerhöchsten Detailgrad Wert legt, schießt auch mit dieser Kamera ansehnliche Bilder. Ambitionierte Fotografen können zudem mit dem manuellen Modus selbst die Feinabstimmung übernehmen.

In unserem Kameratest haben wir einige Features der Moto-G6-Kamera mal ausprobiert und Testbilder gemacht. Wie das Mittelklasse-Gerät abschneidet, seht ihr in der Bilderstrecke.

Bilderstrecke starten(12 Bilder)
Moto G6: Dual-Kamera im Test

Moto G6 im Test: Klang – Mono-Lautsprecher mit Dolby Audio

Für guten Klang unterwegs sorgt trotz USB-C-Anschluss erfreulicherweise ein unten platzierter 3,5 mm Kopfhörereingang. Der Mono-Lautsprecher ist wie beim Vorgänger in der Hörmuschel verbaut. Zusätzlich hat sich Motorola Unterstützung von Dolby geholt. Mit der „Dolby Audio“-Funktion lassen sich die Soundprofile nach eigenen Wünschen anpassen und balancieren. Der Lautsprecher konnte im Test insbesondere durch die hohe Lautstärke überzeugen. Auf höchster Stufe waren aber zu schrille Höhen und verzerrte Tiefen zu hören. Durch die Ausgaberichtung zum Nutzer leistet der Lautsprecher dennoch ein besseres Ergebnis als einige High-End-Smartphones.

Erfreulich ist das eingebaute UKW-Radio, das mittlerweile schon Seltenheitswert besitzt. Mit eingestöpseltem Kopfhörer lassen sich so – auch ohne Internetverbindung – Radiosender empfangen – oder man lauscht einfach dem kontemplativen weißen Rauschen unbelegter Frequenzen. Kopfhörer legt Motorola kurioserweise nicht bei, so muss man auf seine eigenen zurückgreifen, um in den Genuss des Radios zu kommen. Ach ja, eine Klinkenbuchse ist integriert, sieht man auch nicht mehr überall.

Moto G6 im Test: Software – Google-like mit Ballast

Die Software des Moto G6 basiert stark auf Stock-Android. Einen App-Drawer gibt es nicht, dieser wird wie bei Googles Pixel durch eine Wischgeste auf dem Pfeil nach oben aufgerufen. Motorola hat hier bei Android Oreo 8.0 nur wenig Hand angelegt und das System hauptsächlich durch schicke Kamerafunktionen und sogenannte Moto-Actions erweitert. So kann man beispielsweise das Smartphone auch über Gesten auf dem Fingerabdruck-Sensor steuern oder eine Taschenlampe durch eine zweimalige „Hackbewegung“ ein- und ausschalten. Ersteres lässt sich durch den schmalen Fingerprint-Scanner leider nicht immer zuverlässig umsetzen. So kann es passieren, dass man während einer Geste Bildschirmelemente erwischt. Ein Scanner auf der Rückseite, wie beim kleinen Bruder G6 Play, wäre hier eine durchaus willkommene Alternative gewesen.

Während der Ersteinrichtung des Geräts trübt Bloatware den eigentlich guten Gesamteindruck der Software. Hat man sein Gmail-Konto eingeben und den Assistenten eingerichtet, öffnet sich ein Outlook-Menü, in dem man aufgefordert wird, weitere Mailadressen anzugeben. Will man hier ohne Outlook-App-Integration weiter, muss man die zuvor angegebene Gmail zuerst aus der Liste entfernen, bevor man zum nächsten Menü gelassen wird. Auch LinkedIn ist als App vorinstalliert und lässt sich, wie Outlook auch, lediglich deaktivieren. Eine weitere Dopplung gibt es beim Smart-Assistenten. Moto Voice (Moto Sprache) ist der eigene Assistent von Motorola. Dieser befindet sich noch in der Beta und reagiert meist langsam und nur bedingt zuverlässig. Wieso man einen weiteren Smart-Helfer anbieten muss, wenn der Google-Assistent die meisten Aufgaben bereits besser erledigt, ist fraglich.

Im großen Ganzen macht die reine Software dennoch eine gute Figur und reagiert flott. Die geringen Designanpassungen lassen zügige Updates erhoffen. Mit Googles Android One wird man wahrscheinlich trotzdem nicht mithalten können.

Moto G6 im Test: Performance, Speicher, Batterie – Winner Winner Chicken Dinner!

Das Moto G6 hat unter der Haube ein Update erhalten. Im neuen Mittelklasse-Gerät sorgt nun der neuere Qualcomm Snapdragon 450 mit 1,8 GHz für die notwendige Leistung. Unterstützt wird der Achtkerner durch die Adreno 506 GPU, 3GB RAM und 32 GB internen Speicher. Alternativ gibt es auch eine weitere Version mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher. Bei Bedarf kann dieser durch eine SD-Karte erweitert werden. Unsere Tests haben wir mit der 3-GB-Variante durchgeführt. Im Alltag reagierte das G6 ohne große Verzögerungen auf Befehle und meisterte auch Multitasking zwischen mehreren Apps ohne diese neu laden zu müssen. Ungewöhnlich lange Wartezeiten oder enorme Ruckler gab es nicht, der Input Lag ist natürlich im Vergleich zu potenteren Geräten spürbar.

Gamen kann man mit dem Moto G6 auch. Grafikintensivere Spiele wie Asphalt 8 Airborne oder PUBG Mobile liefen ohne Verlangsamungen oder nerviges Stocken. PUBG schaltete hier aber auf den niedrigsten Detail-Modus. Das Spiel lief in der Tat aber gut genug, sodass wir direkt unser erstes Chicken Dinner abholen konnten. Ladezeiten sind allgemein länger als bei höherpreisigen Smartphones, bewegen sich aber in einem akzeptablen Rahmen.

Für ausreichend Juice sorgt ein 3000 mAh-Akku. Poweruser und Viel-Twitterer kommen damit sicher durch den Tag. In unserem Test hatten wir am Abend meistens noch circa 20% Akkuladung übrig. Bei einer On-Screen-Zeit von 4-5 Stunden und einer Gesamtnutzung von circa 27 Stunden kann sich das Ergebnis sehen lassen. Sollte es doch mal knapp werden, kann das beiliegende „TurboPower“-Ladegerät (nicht QuickCharge-kompatibel, sondern ein 15-W-Netzteil nach dem USB-PD-Protokoll) genutzt werden, um schnell aufzuladen.

Moto G6 im Test: Das hat uns gut gefallen

  • Design und Haptik: Das neue Design mit Glaselementen ist wirklich schick und fühlt sich nach einem teuren Smartphone an. Große Spaltmaße oder Knackgeräusche gibt es nicht.
  • Anschlüsse: Moderner USB-C-Anschluss und 3,5-mm-Klinkenanschluss sind vorhanden. Hier müsst ihr auf nichts verzichten und könnt eure alten Kopfhörer weiterhin verwenden.
  • Displaygröße: Ein großes 5,7-Zoll-Display im trendigen 18:9-Format macht das Handy trotz der Größe komfortabel greifbar und sieht schick aus.
  • Gesamt Performance: Im Test hat sich der Octa-Core-Prozessor mit 1,8 GHz und 3 GB RAM gut geschlagen. Flüssige Bedienung und gute Gaming-Performance ohne unnötiges Warten. Im Geekbench-Test erreicht das G6 755 Einzelkern- und 3.947 Multikern-Punkte.
  • Akkulaufzeit: Mit dem 3.000 mAh-Akku kommt man auch bei stärkerer Nutzung gut über den Tag. Durch die Schnellladefunktion können bei Bedarf kleine Schübe in kurzer Zeit nachhelfen.
  • Kamera-Features: Die Kamera bietet eine Reihe an Features. Beispielsweise Bokeh-Effekte im Portrait Modus, Text-Scanner und einen selektiven Farbmodus.

Moto G6 im Test: Das hat uns nicht gefallen

  • Bloatware: Bei zusätzlichen Features macht Motorola Einiges richtig. Die aufdringliche Outlook- und LinkedIn-App finden wir nicht so toll. Sie nur deaktivieren zu können ist hier zu wenig.
  • Keine IP-Zertifizierung: Es gibt zwar eine vor Spritzwasser schützende p2i-Beschichtung, nach IP-Standard ist das Gerät leider nicht zertifiziert. Hier hätten wir uns zumindest einen Teilschutz gewünscht.
  • SIM-Karten-Einschub: Die allgemeine Verarbeitung des Smartphones ist lobenswert, der SIM-Karten-Einschub weniger. Hier hat man beide SIM-Plätze und den SD-Karten-Platz zu einem langen Einschub verbunden. Dieser wirkt zerbrechlich und das Platzieren und Reinschieben der Konstruktion ist auch nicht unbedingt leicht.
  • KI-Funktionen: Objekt- und Wahrzeichenerkennung der Kamera dauern lange und haben in unseren Tests nur wenig brauchbare Ergebnisse geliefert. Ein weiterer Smart-Assistent für das Telefon wäre auch nicht nötig gewesen, da dieser ohnehin nicht zuverlässig genug funktioniert (Moto Voice).
  • Kamera-Details: Bei mäßigen Lichtverhältnissen nimmt der Detailreichtum auf mittlerer Distanz schnell ab. Der Autofokus zeigt schwächen bei der Scharfstellung.

Moto G6 im Test: Gut zu wissen

  • Man kann 2 SIM-Karten und eine microSD-Karte gleichzeitig verwenden.
  • Mit dem Moto G6 hat die G-Serie endlich ein Handy mit integriertem Kompass.
  • Dem Moto G6 liegen keine Kopfhörer bei.
  • Der Video-Modus kann 1080p-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Standardmäßig sind aber nur 30 FPS ausgewählt.
  • Die „Moto Display“-Funktion zeigt Benachrichtigungen gesondert an und reagiert auf Handbewegungen über dem Handy. Sie lässt sich ausschalten.
  • Eine durchsichtige Handy-Hülle ist mit im Paket dabei.
  • Trotz Glasrücken gibt es kein Qi-Wireless-Charging.

Moto G6: Technische Daten im Überblick

Display 5,7 Zoll, IPS, 2.160 × 1.080 Pixel, 18:9
Prozessor 1,8 GHz, Octa-Core, Snapdragon 450
Arbeitsspeicher 3/4 GB RAM
Interner Speicher 32/64 GB, erweiterbar per microSD-Karte um bis zu 128 GB
Hauptkamera 12 MP und 5 MP, f/1.8-Blende
Frontkamera 8 MP
Software Android 8.0 Oreo
Akku 3.000 mAh mit Schnellladefunktion
Konnektivität LTE, WLAN, Bluetooth, GPS, USB-C
Farbe Indigo Blue
Maße 153,8 x 72,3 x 8,3 mm
Gewicht 167 Gramm
Sonstiges Fingerabdruckscanner, wasserabweisende Beschichtung, Dual-SIM, Kompass

Auf der nächsten Seite stellen wir euch die Alternativen zum Moto G6 vor.

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