Magic the Gathering Arena: Twitch-Streamer in unendlicher Polyraptor-Kombo gefangen

Alexander Gehlsdorf

Ganz wie in der Papier-Vorlage sind auch in MTG Arena unendliche Kombos möglich. Aufgrund der zahlreichen Animationen können diese jedoch zu einem echten Problem werden.

Magic: The Gathering Arena | Dürfen wir Vorstellen.
Die Kombo aus Polyraptor und Forerunner of the Empire war bereits seit der Veröffentlichung des Sets Rivals of Ixalan
ein beliebter Finisher und schon während der Closed Beta von Magic the Gathering: Arena möglich.

Sie ist simpel und effektiv: Der Polyraptor beschwört jedes Mal, wenn er Schaden einsteckt, eine Kopie von sich selbst — inklusive dieser Fähigkeit. Der Forerunner of the Empire hingegen lässt jede Kreatur einen Schadenspunkt erleiden, wenn ein Dinosaurier das Spielfeld betritt.

Auf diese Weise werden immer weitere Polyraptor-Kopien beschworen, die das Spiel anschließend schnell gewinnen können. Normalerweise endet die Kombo nach drei Wiederholungen, da der Forerunner durch seinen eigenen Schaden stirbt.

Das aktuelle Set Guilds of Ravnica in der kostenlosen, offenen Beta des Spiels hat der Kombo jetzt ein neues Puzzleteil gegeben. Die Karte Assure // Assemble erlaubt es, eine Kreatur bis zum Ende der Runde unzerstörbar zu machen. Dadurch ist es möglich, dass der Forerunner of the Empire nicht mehr durch seinen eigenen Schaden stirbt und die Kombo theoretisch unendlich fortgesetzt werden kann.

In der Papier-Vorlage stellt diese Kombo kein Problem dar, da sich beide Spieler mit wenigen Worten auf den Ablauf und die Anzahl der Kopien einigen können. In MTG Arena hingegen wird jede einzelne Kopie vom Spiel mit einer Animation hinzugefügt. Zusätzlich muss jeder einzelne Trigger des Forerunners per Hand akzeptiert oder abgelehnt werden.

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Dem Twitch-Streamer Fairlight_Excalibur ist genau das passiert. Bereits nach wenigen Minuten entschließt er sich, auf die Fähigkeit des Forerunners zu verzichten um die Kombo zu unterbrechen. Trotzdem dauert es mehr als zehn Minuten bis alle Trigger und Animationen abgearbeitet waren.

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Fairlight_Excalibur hat die Partie schließlich mit 167 Polyraptor-Kreaturen gewonnen, da sein Gegner angesichts der Übermacht das laufende Spiel aufgegeben hat. Dennoch stellt sich die Frage, wie MTG Arena derartige — an sich völlig legale — Kombos innerhalb des Interfaces beschleunigen oder ankürzen kann.

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Erst vor kurzem hatte Hearthstone ein ähnliches Problem mit der berüchtigten Shudderwock-Kombo. Auch in diesem Fall konnte das Ausspielen der Karte zu minutenlangen Animationen führen, die zwar in den meisten Fällen den Sieg garantieren, jedoch von keinem der beiden Spieler beeinflusst oder beschleunigt werden konnten. Blizzard musste die Karte schließlich mit einem Patch überarbeiten. Zur Polyraptor-Kombo hat sich MTG Arena-Entwickler Wizards of the Coast hingegen noch nicht geäußert.

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