CEO glaubt, sein Spiel ist gefloppt, weil seine Mitarbeiter keine Überstunden leisteten

Franziska Behner 3

Wenn ein Spiel wirklich stark floppt und kein Geld einspielt, hat das durchaus mal eine Entlassung zur Folge. Als Ex-Chef dann alle Schuld von sich auf die Mitarbeiter zu schieben ist ziemlich unfair.

Ende letzten Jahres erschien Overkill’s The Walking Dead. Eigentlich hatte es auf den ersten Blick viele Voraussetzungen, um gut zu werden. Zombies sind nach wie vor ein Verkaufsargument und auch das Genre spricht sonst eine große Zahl an Spielern an. Aufgrund einiger anderer Defizite floppte das Spiel dann allerdings mächtig.

Das war noch vor Release unser Ersteindruck zum Spiel.

Overkill's The Walking Dead: Unser erster Eindruck.

Kündigung wegen geflopptem Spiel

Bo Andersson, der (mittlerweile) Ex-CEO von Starbreeze, wurde aufgrund des Misserfolgs letzten Monat gefeuert. Die Verkaufszahlen sollen laut Gamopress unterirdisch gewesen sein. Eine seiner letzten Amtshandlungen stellte eine E-Mail dar, in der er die Schuld von sich wies und auf die Entwickler schob.

Entwickler gaben nicht genug

In einer internen E-Mail heißt es, dass die Entwickler an allem schuld seien, weil sie sich eben nicht genug um den Titel gekümmert hätten. Während er pro Woche mehr als 100 Stunden gearbeitet und dadurch Geld und Familie verloren habe, sollen sich immer mehr Angestellte nicht ausreichend um das Projekt gekümmert haben.

„Das limitiert deutlich die mögliche Qualität, die in der Zeit möglich gewesen wäre.“

Das stieß natürlich auch bei den Mitarbeitern negativ auf. Eurogamer hatte die Möglichkeit, ein paar dieser Angestellten zu befragen. Ihre Reaktion: verständlicherweise erbost.

„Er schiebt die Schuld auf alle, nur nicht sich selbst. Es ist wirklich lächerlich, so etwas zu schreiben.“

PS4- und Xbox One-Versionen auf unbestimmte Zeit verschoben

Overkills The Walking Dead ist letztes Jahr im November auf Steam erschienen. Die Verkaufszahlen waren nicht ausreichend und auch die Reviews befanden sich eher im mittleren Bereich. Eine Umsetzung für PlayStation 4 und Xbox One wurde zunächst verschoben.

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Das Spiel ging mächtig nach hinten los. Auch, wenn das eine Kündigung mit sich zog und vorher eine Menge Arbeit gekostet hat, ist es nicht gerade die feine Art, alle Schuld als Chef von sich zu schieben und die Mitarbeiter zu beschuldigen.

Was denkst du über die ganze Geschichte? Verrate uns in den Kommentaren, ob er als Boss nicht schon viel früher hätte einschreiten müssen?

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