Eine Studie aus den USA hat ergeben, dass das Mobilspiel Pokémon Go tatsächlich für ein verstärktes Aufkommen von Verkehrsunfällen, Sachschäden und sogar Toden gesorgt hat. Forscher der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana haben entsprechende Unfallberichte vor und nach dem Release des Spiels untersucht, um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen.

 

Pokémon GO

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. Menschen, die Ärger mit der Polizei bekommen, weil sie sich nachts zum Spielen im Park treffen. Diese und weitere Geschichten hat der wahnsinnige Hype um Pokémon Go im Sommer des Jahres 2016 hervorgebracht. Nicht wenige, vom Entwickler Niantic Labs als Pokéstops und Pokégyms auserkorene, öffentliche Plätze sahen sich plötzlich von Zockern überflutet. Und offenbar hat das Spiel doch tatsächlich auch für ein erhöhtes Aufkommen von Verkehrsunfällen und Toden in den USA geführt.

Zu diesem Ergebnis sind jedenfalls zwei Professoren von der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana mit einer Studie gekommen, die urspsrünglich im November 2017 veröffentlicht wurde. Diese umfasste Untersuchungen über 12.000 Verkehrsunfälle in den Monaten vor und nach der Veröffentlichung von Pokémon Go und mit der Verortung von Pokéstops und anderen Interessenpunkten abgeglichen haben. Das Ergebnis: In den 148 Tagen nach der Einführung von Pokémon Go soll es in besagtem Bundesstaat 134 zusätzliche Unfälle nahe Pokéstops gegeben haben –  31 Verletzungen und zwei Tode sollen damit quasi auf die Kappe von Pokémon Go gehen.

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Anfang Februar wurde die Studie überarbeitet und mit aktuellen Zahlen abgeglichen. So errechneten die Wissenschaftler, dass im Landkreis Tippecanoe County im Bundesstaat Indiana zwischen 5,2 Millionen und 25,5 Millionen Dollar Sachschaden durch Pokémon GO entstanden sind. Hochgerechnet auf die gesamte USA ergäbe das eine Summe von 2 Milliarden bis 7,3 Milliarden Dollar. Fest steht offenbar: Insbesondere weil Spieler Pokémon Go auch während der Fahrt im Auto nutzten, hat das Spiel offenbar tatsächlich für mehr Chaos auf den Straßen gesorgt.