Mentos und Cola, die tödliche Mischung… aber warum?

Marco Kratzenberg

Sie geistert durch durchs TV und Internet - die Mentos-Cola-Fontäne. Eine Gruppe aus Manila hat sogar einen Weltrekord aufgestellt und für 2.865 gleichzeitige Cola-Eruptionen gesorgt. Doch wie funktioniert das eigentlich?

Prinzipiell, das muss man vorausschicken, funktioniert der Trick mit jedem kohlensäurehaltigen Getränk. Man könnte genauso gut Wasser, Fanta oder Champagner nehmen. Doch es hat sich herausgestellt, dass die Kombination von Mentos und Cola light einfach am besten sprudelt. Davon abgesehen klebt die nicht so wie das Original.

Mentos und Cola - darum spritzt es

Bereits mit bloßem Auge kann man sehen, dass Mentos nicht völlig glatt, sondern von einer Unzahl kleiner Poren überzogen sind. Betrachtet man die Dinger unter einer starken Lupe oder einem Mikroskop, dann sieht man erst, dass sich dazwischen noch viel mehr und viel kleinere Poren befinden.

Diese Poren vergrößern die Oberfläche der Mentos enorm und dann reagieren verschiedene Inhaltsstoffe (Kaliumbenzoat und Aspartam) mit der gelösten Kohlensäure in der Cola. Sie wirken als eine Art Katalysator und sorgen dafür, dass blitzartig die gelöste Kohlensäure (oder um genau zu sein, das CO2) in den gasförmigen Zustand übertritt und für eine Druckerhöhung sorgt. Die einzige Möglichkeit zur Druckentlastung ist der Weg aus dem geöffneten Flaschenhals nach oben.

Übrigens haben die amerikanischen MythBusters die Reaktion genauer untersucht und unter anderem festgestellt, dass diese nur mit den Mentos Mint richtig klappt, während die Fruchtgeschmackssorten wegen eins Wachsüberzugs nicht reagieren. Der Zuckerersatzstoff Aspartam sorgt für eine Minderung der Oberflächenspannung und somit für eine noch stärkere Eruption. Das ist der Grund, warum Cola light am stärksten reagiert.

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Mentos-Cola-Spielereien

Diese Art von selbstgemachter Rakete oder Bombe - je nachdem, wie rum man die Flasche hält - zieht natürlich die Bastler und Scherzkekse in aller Welt an. Zu verlockend ist die Chance, die mächtigen Druckkräfte für einen Streich zu nutzen. Eine Rakete damit zu bauen, ist mir ehrlich gesagt zu kompliziert. Denn schließlich muss man gleichzeitig die Cola am herausfließen hindern und das Mentos in die Flasche bekommen. Da gefällt mir ein anderer Scherz viel besser.

Dieses Bild fasst den Scherz schon gut zusammen. Jeder dürfte sofort verstehen, worum es geht. Zuerst wird ein Mentos mit einem stabilen Faden durchzogen. Dann platziert man es im Coladeckel und schraubt diesen auf die Flasche. Nun muss man noch die überstehenden Enden des Fadens so gründlich abschneiden, dass man ihn nicht von außen sieht. Sobald die Flasche geöffnet wird, fällt das Mentos in die Cola und die Reaktion beginnt. Man sollte das natürlich nur draußen machen und die Flasche dorthin vorsichtig stehend transportieren. ;-)

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Marco Kratzenberg
Marco Kratzenberg, GIGA-Experte für Windows, Software, Internetrecht & Computersicherheit.

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