EA widerspricht: „Lootboxen sind kein Glücksspiel“

Michael Sonntag 2

Nachdem Belgien und die Niederlanden Lootboxen als illegales Glücksspiel eingestuft haben, will EA jetzt erklären, inwiefern die zuständigen Komissionen nach Ansicht des Unternehmens falsch liegen.

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Laut GamesIndustry will EA mit Behörden auf der ganzen Welt zusammenarbeiten, um die Lootboxen in ihren Spielen glücksspielfrei zu halten. Auf der anderen Seite möchte das Unternehmen auch nicht auf sein umsatzstärkste Spiel-Element verzichten. So konnte EA damit in FIFA 18 und seinen anderen Sportspielen allein 680 Millionen Dollar einnehmen.

Im Rahmen einer Investorenkonferenz erklärte der Geschäftsführer Andrew Wilson, wo die entscheidenden Unterschiede zwischen Lootboxen und Glücksspiel lägen. „Wir glauben nicht, dass FIFA Ultimate Team oder Lootboxen Glücksspiel sind, erstens weil Spieler immer eine bestimmte Anzahl an Items in einem Paket erhalten und zweitens bieten oder ermöglichen wir keinen Weg, Items oder virtuelle Währung gegen Echtgeld einzutauschen.

Bezüglich letzterem wolle das Unternehmen außerdem stark gegen Transaktionen auf Schwarzmärkten vorgehen. „Wir werden das Geschäftsmodell der Lootboxen weiter vorantreiben. Wir denken dabei immer an unsere Spieler. Wir wollen ihnen solche Spielerfahrungen auf transparente, unterhaltsame und faire Art näherbringen (…)“, so Wilson.

Wer E sagt, muss auch A sagen:

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Die Aussage des Geschäftsführers widerspricht ein wenig dem Statement der EA-Motive Managerin Jade Raymond, dass das Unternehmen aus den Fehlern mit Star Wars Battlefront 2 gelernt habe und es zukünftig anders machen wolle. Wie siehst du das? Wird sich EA bessern oder nur nach Schleichwegen suchen? Sag uns deine Meinung!

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