Intel nimmt Abschied: Beliebte Prozessorenreihe landet jetzt auf dem Abstellgleis

Robert Kohlick

Intel entledigt sich seiner Altlasten. Da die Nachfrage auf dem freien Markt immer weiter zurückgeht, wird eine alte Prozessorgeneration des Unternehmens jetzt in den Zwangsruhestand geschickt. Ingesamt zieht Intel ganze 19 CPU-Modelle aus dem Verkehr.

Intel nimmt Abschied: Beliebte Prozessorenreihe landet jetzt auf dem Abstellgleis
Bildquelle: Getty Images / gorodenkoff.

Skylake-Produktion wird eingestellt: Diese Prozessoren werden aus dem Programm genommen

Intels sechste Prozessor-Generation gehört zu einer der erfolgreichsten Produktreihen, die das Unternehmen jemals ausgerollt hat. Nun verabschiedet sich der Halbleiterhersteller jedoch von vielen Skylake-CPUs, um Produktionskapazitäten für gefragtere Modelle und die kommenden Ice-Lake-Prozessoren freizugeben. Die Produktion der folgenden 19 Prozessoren wird eingestellt:

  • Celeron G3900, G3900T, G3920
  • Pentium G4400, G4400T, G4500, G4500T, G4520
  • Core i3-6100, 6100T, 6300, 6300T, 6320
  • Core i5-6400, 6400T, 6500T, 6600, 6600T
  • Core i7-6700T

Seit dem 04. März 2019 befinden sich die CPUs in Intels „Product Discontinuance Program“. Bis Ende September 2019 können potenzielle Kunden noch Bestellungen für die Prozessoren aufgeben, danach wird die Produktion endgültig eingestellt.

Ein paar Prozessoren der sechsten Generation verbleiben jedoch auch weiterhin im Produktportfolio, unter anderem der i5-6500 und der i7-6700. Beide Prozessoren sind vor allem bei Händlern von Komplett-PCs noch sehr beliebt. Die Produktion der leistungsfähigeren K-Modelle (i5-6600K und i7-6700K) wurde bereits im letzten Jahr eingestellt.

Produktionszyklus endet: Alte Prozessoren können trotzdem noch gekauft werden

Obwohl Intel die Prozessoren aus dem Programm nimmt, heißt das nicht automatisch, dass es sie nirgendwo mehr zu kaufen gibt. Zahlreiche Händler dürften viele Modelle noch auf Lager haben und sie auch weit nach der Produktionseinstellung weiterhin zum Verkauf anbieten.

Auch Intels i7-Flaggschiff der sechsten Generation, der i7-6700K, ist zum Beispiel auch heute noch . Ob sich diese Investition jedoch noch lohnt, oder man stattdessen lieber auf eine aktuellere Prozessorgeneration setzt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Intel hängt hinterher: Ice Lake lässt weiterhin auf sich warten

Obwohl die Skylake-Prozessoren inzwischen mehr als 3 Jahre alt sind, hält Intel auch heute noch an dem 14-nm-Herstellungsprozess fest, den die Generation damals mit sich brachte. AMD ist der Konkurrenz hier weit voraus. Das Unternehmen stellte auf der CES 2019 seine neue Ryzen-Generation vor, die bereits im 7-nm-Herstellungsverfahren gefertigt und dadurch eine deutlich geringere Leistungsaufnahme haben wird.

Wer sich demnächst einen PC zusammenbauen will, sollte vielleicht noch den Marktstart der neuen Ryzen-Prozessoren abwarten. Bis dahin sollten diese Fragen geklärt sein: 

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PC selbst zusammenbauen: Diese 12 Fragen solltest du vorher klären.

Intel will jedoch nachziehen und spätestens zum Weihnachtsgeschäft eine neue CPU-Generation auf den Markt bringen, die auf das 10-nm-Verfahren setzt und den Namen Ice Lake trägt. Zum Start sollen aber lediglich Prozessoren für Ultrabooks zur Verfügung stehen. Der Desktop-Markt soll erst 2020 mit dem Ableger Ice Lake S bedient werden. Bis dahin dürften AMDs neue Prozessoren Intel ordentlich ins Schwitzen bringen.

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