Samsung und LG wollen 2016 keine 4K-Displays verbauen

Kaan Gürayer

Die „Pixelschlacht“ in modernen Smartphone-Displays könnte ein zumindest vorläufiges Ende gefunden haben: Südkoreanischen Medienberichten zufolge wollen weder Samsung noch LG in ihren kommenden Flaggschiffen einen Bildschirm mit 4K-Auflösung verbauen. Stattdessen arbeiten die Konzerne daran, die bereits erhältlichen WQHD-Displays energieeffizienter und leuchtstärker zu machen. 

Geht es um die Displayauflösung in High End-Smartphones, gab es in den vergangenen Jahren nur eine Stoßrichtung: höher, immer höher. Nachdem 2013 Full HD-Displays en vogue wurden, läutete das LG G3 im vergangenen Jahr mit seinen 2.560 x 1.440 Pixeln die WQHD-Zeitrechnung ein. Im Rahmen der IFA 2015 hat Sony dann das Xperia Z5 Premium vorgestellt und damit das weltweit erste 4K-Smartphone mit einem Bildschirm, der sagenhafte 3.480 x 2.160 Pixel darstellen konnte. Das schicke 5,5 Zoll-Smartphone zeigte andererseits aber auch die Grenzen des technischen Machbarkeitswahns auf, da es lediglich Fotos und Videos in 4K-Auflösung darstellt, alle anderen Inhalte aber nur in hochskaliertem Full HD (möglicherweise ändert sich das aber mit dem anstehenden Update auf Android 6.0 Marshmallow). Ob es die Macken des Xperia Z5 Premium waren, die bei Samsung und LG die Einsicht hat reifen lassen, dass es für 4K-Bildschirme noch zu früh ist?

Laut Medienberichten aus Südkorea, haben sich beide Unternehmen entschlossen, in ihren 2016er Topmodellen keine 4K-Displays zu verbauen. Damit werden weder das Samsung Galaxy S7 noch das LG G5, die beide für die erste Jahreshälfte erwartet werden, solch einen hochauflösenden Bildschirm an Bord haben. Dem Vernehmen nach hadern beide Konzerne noch mit der Wärmeentwicklung, die ein rechenintensives 4K-Display dem SoC bescheren würde. Stattdessen liegt der Fokus offenbar auf der Verbesserung der bereits erhältlichen Bildschirme mit WQHD-Auflösung: Diese sollen einerseits energieeffizienter werden, was entweder längere Akkulaufzeiten oder noch dünnere Gehäuse ermöglicht. Andererseits soll die Leuchtkraft erhöht werden, sodass die Displays auch im Freien noch gut abzulesen sind.

Gear VR würde von 4K-Auflösung profitieren

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Sollten sich die Berichte bewahrheiten, dürften sowohl Samsung als auch LG mit viel Applaus rechnen – immerhin gibt es nicht wenige Stimmen in der Branche, die selbst den Sprung von Full HD auf WQHD kritisch sehen und keinen spürbaren Unterschied in der höheren Auflösung erkennen möchten. Lediglich für Samsungs VR-Ambitionen wäre es schade, denn die Gear VR würde von einem scharfen Smartphone mit 4K-Display wohl enorm profitieren.

Quelle: INews24, via: PhoneArena

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