Klare Dialoge, Surround-Effekte, beeindruckender Bass: Soundbars helfen Fernseher in Sachen Klang gewaltig auf die Sprünge. GIGA-Audioexperte Stefan stellt die besten Modelle bis 1.000 Euro vor und erklärt, worauf man beim Kauf achten sollte. Mit dabei sind empfehlenswerte TV-Lautsprecher von Teufel, Sonos, JBL und Sony.



Die besten Soundbars 2021: Alle Testsieger und Empfehlungen im Überblick

Einsteiger-Tipp (Standalone) Stiftung-Warentest-Sieger (Standalone) GIGA-Tipp (mit Subwoofer) GIGA-Tipp (Standalone)
Modell Sony HT-SF150 JBL Bar 5.0 MultiBeam Teufel Cinebar 11 2.1-Set Sonos Arc
Preis ca. 90 Euro ca. 370 Euro ca. 450 Euro ca. 900 Euro
Vorteile Günstig Guter Klang, kompakt Guter Klang, schlanke Bauweise Guter Klang, einfache Nutzung
Nach­teile Klanglich in der Einsteigerklasse ohne Netzwerkfunktionen ohne Netzwerkfunktionen nur 1 HDMI-Anschluss
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Einsteiger-Tipp (Standalone): Sony HT-SF150

SONY HT-SF150, Soundbar, Schwarz

SONY HT-SF150, Soundbar, Schwarz

Vorteile:

  • Niedriger Anschaffungspreis
  • Kompakt gebaut

Nachteile:

  • Klang entspricht der Einsteigerklasse

Für den kleinen Fernseher im Schlafzimmer muss es nicht die Premium-Soundbar sein – da reicht auch schon ein einfaches und kompaktes Modell, das Dialoge verständlich wiedergibt und Filmsound eine Schippe mehr Durchsetzungskraft verleiht. Die Sony HT-SF150 kommt ohne Subwoofer aus, spielt Stereo und kann bei den allermeisten TV-Modellen für eine hörbare Verbesserung des Klangs bewirken.  „Für diejenigen, die eine schnelle und einfache Erweiterung ihres Fernsehers suchen, ist diese preiswerte Soundbar ideal“, so das Fazit von im Review WhatHifi (Note: 4 von 5 Sterne). George Baumratner von Techweek stellt klar, dass es sich vom Klang her um ein Einsteigermodell handelt: „An ein Kinoerlebnis kommt das Gerät nicht heran - was Sie aber vielleicht auch nicht erwarten sollten.“

Sony HT-SF150: Eine einteilige Stereo-Soundbar, die nicht viel kostet (Bild: Hersteller)

Wer sich unsicher ist, sollte einen kurzen Blick auf die technischen Daten auf der Herstellerwebseite werfen. Die wichtigsten Eckpunkte: HDMI ARC, Optischer Eingang, Bluetooth, Abmessungen 90 x 6,4 x 8,8 cm. Es fehlen typische Features aus höheren Preisklassen wie etwa Netzwerkkonnektivität (WLAN), Surround-Klang und Raumeinmessung – wer auf diese Besonderheiten verzichten kann und kein großes Budget hat, sollte die Sony HT-SF150 in die engere Wahl ziehen.

Stiftung-Warentest-Sieger (Standalone): JBL Bar 5.0 MultiBeam

JBL Bar 5.0 Multibeam

JBL Bar 5.0 Multibeam

Vorteile:

  • Guter Klang
  • Unterstützt Dolby Atmos (virtuell)

Nachteile:

  • Kein Tiefbass

Die Stiftung Warentest prüfte Soundbars zuletzt in der Ausgaben 08/2021. Der neue Testsieger in der Kategorie „Soundbars einteilig“ (also ohne Subwoofer) ist die JBL Bar 5.0 MultiBeam (Urteil: „gut“, Note 2,2). Mit einem Preis von 369 Euro (UVP) handelt es sich um eine Soundbar aus dem mittleren Preissegment – umso bemerkenswerter, dass sie sich im Test auch vor teurere Konkurrenten wie der Canton Smart Soundbar 10  platzieren konnte.

JBL Bar 5.0 MultiBeam: Die Soundbar im Überblick (Herstellervideo)

Der Klang ist „gut“ (2,5), die Ausstattung (u.a. Bluetooth, AirPlay 2, HDMI eARC, Chromecast built-in) ist in Anbetracht des Preises mehr als in Ordnung. Dazu kommt ein laut Stiftung Warentest ausgesprochen niedriger Stromverbrauch im Standby. Bauartbedingt ist kein heftiger Tiefbass zu erwarten, dafür ist das Gehäuse zu kompakt und es fehlt im Vergleich zu anderen Modellen schlichtweg der Subwoofer. Die Soundqualität bei Filmen mit „Virtual Dolby Atmos“ (Klang nutzt Wohnzimmerwände für gezielte Reflexionen) ist trotzdem top, bei Musik muss man aber klanglich eventuell etwas nachjustieren, merkt Ty Pendlebury von CNET in seinem Review an.

GIGA-Tipp (mit Subwoofer): Teufel Cinebar 11 2.1-Set (2021)

Teufel Cinebar 11 2.1-Set (Bild: GIGA)

Vorteile:

  • Guter Klang
  • Spielt erstaunlich laut, wenn es sein muss

Nachteile:

  • Ohne Netzwerkfunktionen

Der Tipp aus der GIGA-Redaktion: Bei mir zuhause sorgt derzeit das neue Teufel Cinebar 11 2.1-Set für Kinosound. Die für faire 449,99 Euro im Direktvertrieb erhältliche Kombi aus eleganter Soundbar und schlankem Subwoofer weiß klanglich zu überzeugen: Dialoge sind glasklar verständlich, der Raum (ca. 30 m²) wird mehr als ausreichend mit atmosphärischem Sound geflutet. Selbst extreme Pegel bringen das Teufel Cinebar 11 2.1-Set nicht ins Schwitzen: Es ist geradezu erstaunlich, wie selbst extrem hohe Lautstärken souverän wiedergegeben werden. Vor allem der kräftige Bass aus dem flach gebauten Sub scheint die Regeln der Physik zu umgehen.

Auch für den gelegentlichen Musikgenuss kann das Teufel Cinebar 11 2.1-Set eingesetzt werden – ich halte diese Disziplin aber nicht unbedingt für die große Stärke der Kombi. Die lebendige Klangabstimmung wirkt hier zuweilen etwas zu anstrengend, da bevorzuge ich doch eher meine entspannter spielenden JBL-Stereolautsprecher. Aber was Filme und Serien angeht, ist das Teufel Cinebar 11 2.1-Set für mich die erste Anlaufstelle.

Das Teufel Cinebar 11 2.1-Set ist nicht nur mein persönlicher Tipp, sondern auch aktueller Testsieger der Stiftung Warentest in der Kategorie „Soundbar mit Subwoofer“. Mit der Gesamtnote 2,4 („gut“) schlägt Teufel namhafte Konkurrenten im großen Vergleich (Ausgabe 08/2021), unter anderem Samsung, Sony und LG. Die Note 1,4 („sehr gut“) vergaben die Tester in der Disziplin Stromverbrauch: Mit nur 1,1 Watt im Standby (1,5 Watt mit WLAN/Bluetooth) ist das Teufel Cinebar 11 2.1-Set ausgesprochen sparsam. Bei den in den letzten Jahren gestiegenen Stromkosten ist es klug, dies zu berücksichtigen.

GIGA-Tipp (Standalone): Sonos Arc

Sonos Arc, TV-Soundbar mit Dolby Atmos

Sonos Arc, TV-Soundbar mit Dolby Atmos

Vorteile:

  • Hervorragender Klang, auch ohne den optionalen Sonos Sub
  • Alle Vorteile des Sonos-Systems (z. B. viele direkt unterstützte Musikstreamingdienste, spielend leichte Vernetzung)

Nachteile:

  • Nur ein einziger HDMI-Anschluss
  • Für Dolby Atmos ist ein HDMI-ARC-Anschluss am Fernseher erforderlich

Die Sonos Arc für rund 900 Euro ist der große Bruder der kompakten Sonos Beam. Für beide gilt: Das schlichte Design und die dichtgepackte Leistung bei überschaubarer Größe sind wegweisend. In unserem ausführlichen Test vergaben wir die Wertung 83 Prozent – die Sonos Arc überzeugte vor allem klanglich. Dank Dolby-Atmos-Unterstützung verleiht die Standalone-Soundbar bestimmten Inhalten eine Extraportion Surround-Atmosphäre – ohne, dass man dafür das ganze Wohnzimmer mit Boxen vollstellen müsste. Damit die Raumklangeffekte erlebt werden können, müssen aber Inhalte (Streams, Blu-ray) und TV (HDMI ARC erforderlich) kompatibel sein – ansonsten gibt's nur (ausgesprochen gutes) Stereo.

Sonos Arc: Die Soundbar füllt unseren Testraum auch Subwoofer mit dynamischem Kino-Sound (Bild: GIGA)

Vor dem Kauf der Sonos Arc muss man sich zudem darüber im Klaren sein, dass der kalifornische Hersteller ein mehr oder weniger geschlossenes System anbietet. Dieses punktet mit einfacher Einrichtung, automatischer Klangkalibrierung (Sonos Trueplay), einer hervorragenden App, unzähligen unterstützten Musikdiensten und vielem mehr – ein Traum der Bequemlichkeit! Andererseits ist man in Sachen Erweiterung spürbar eingeschränkt: So ist beispielsweise der einzige mit der Sonos Beam kompatible Subwoofer der Sonos Sub (ca. 750 Euro). In kleinen bis mittelgroßen Räumen kann man sich die zusätzliche Bassbox glücklicherweise sparen, denn da klingt die Arc auch alleine super.

Sonos Sub (3. Gen.)

Sonos Sub (3. Gen.)

Soundbars 2021: So habe ich die Empfehlungen ausgewählt

Ich habe in diese Zusammenfassung eigene Erfahrungen und Recherche in Fachzeitschriften einfließen lassen. Vorgestellt werden aktuelle TV-Soundbar-Modelle, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen. Das von der Stiftung Warentest angewendete Testverfahren für Soundbars wird zudem auf der entsprechenden Webseite erläutert.

Verwendete Quellen: Stiftung Warentest (Ausgabe 07/2020, Ausgabe 10/2018, Ausgabe 08/2021), WhatHifiTechWeekCNET

Soundbar für den Fernseher: Was man vor dem Kauf wissen sollte

Soundbars: Was man vor dem Kauf wissen sollte

Bauweise: einteilig, mehrteilig oder doch ein Sounddeck?

Was genau ist eine „Soundbar“? Die einfachste Unterteilung erfolgt über die Bauart. Das sind die drei wesentlichen Typen von Soundbars, wie sie im Handel angeboten werden:

  • Klassische Soundbar („Klangbalken“ / „Stand-Alone“ / „einteilige Soundbar“): Ein einzelner, meist länglicher Lautsprecher, der vor dem Fuß des Fernsehers platziert wird. Meist optional durch zusätzliche Lautsprecher erweiterbar. Beispiele: Sonos Beam, Bose Soundbar 300
  • Soundbar mit Subwoofer („Soundbar-System“, „2.1“): Diese Modelle sind ab Werk mit einem dazugehörigen Subwoofer ausgestattet. Diese spezielle Lautsprecherbox ist nur für die tiefen Töne (Bässe) zuständig – meist ein quaderförmiger Gehäuse, das auf dem Boden steht und etwas versteckt platziert wird. Beispiele: Yamaha YAS-207, Polk Audio Command Bar
  • Soundplate („Soundbase“, „Sounddeck“): Eine klassische Soundbar stellt man vor den TV oder hängt sie an die Wand – die Soundplate kommt hingegen unter den Fernseher. Es handelt sich um einen flachen und robusten Lautsprecher, der dafür ausgelegt ist, das gesamte Gewicht des darauf stehenden TVs zu tragen. Beispiele: Nubert nuPro AS-225, Sonos Playbase

Vor dem Kauf macht es Sinn, die Anforderungen in den eigenen vier Wänden zu ermitteln. Ein kleiner TV (z. B. 32 Zoll Diagonale) im Schlafzimmer lässt sich mit einer einteiligen Soundbar ausreichend aufrüsten. Im Wohnzimmer oder Heimkino ist mehr Platz vorhanden und es muss mehr Power her: Dann sind Kombinationen mit Subwoofer interessant. Auch die optionale Erweiterbarkeit um Rücklautsprecher ist dann ein Punkt, der kaufentscheidend sein kann.

Konnektivität: HDMI, eARC, Apple AirPlay und mehr

HDMI-ARC-Anschluss an einem Fernseher (Bild: GIGA)

Wie kommt der Sound zur Soundbar? Bei den vielen Anschlussmöglichkeiten (u.a. HDMI, HDMI ARC, HDMI eARC, TOSLINK, S/PDIF, Klinke, Cinch) ist man schnell überfordert. Auch hier lohnt es sich, vor dem Kauf zu prüfen, was der eigene Fernseher bietet und wie man die Soundbar idealerweise anschließt. Ansonsten steht man womöglich im Wohnzimmer und stellt fest, dass ein Adapter benötigt wird. Wer es drahtlos mag, achtet beim Kauf der Soundbar auf Bluetooth, Apple AirPlay 2 oder ein anderes WLAN-Lautsprechersystem (Sonos, Yamaha Musiccast etc.).

Klang: Stereo oder Surround?

Auch wenn einige Hersteller von „beeindruckenden Surround-Effekten aus nur einer Box“ sprechen – bei virtuellem Surround (meist erzeugt durch Klangreflexionen an Wänden und Decke) sollte man kein Wunder erwarten. Wer einmal ein echtes Surround-System mit Subwoofer, Rear- und Deckenlautsprecher gehört hat, wird diesen Eindruck nicht vergessen. Vor allem die kleinen Standalone-Soundbars kommen trotz digitaler Signalverarbeitung nicht an dieses Erlebnis heran.

Dazu kommt, dass Dolby Digital, Dolby Atmos, DTS-HD und Co. nicht ohne Weiteres zu haben sind: Man braucht entsprechend codiertes Quellmaterial (Blu-ray, Streaming-Dienst), einen geeigneten Zuspieler (z.B. Apple TV 4K), die richtigen Kabel (z.B. HDMI) und Anschlüsse (z.B. HDMI ARC für Dolby Atmos, siehe auch unser Test der Sonos Arc Soundbar). Wenigstens sind viele Soundbar-Modelle nachträglich erweiterbar, sodass man bei Bedarf etwa einen Subwoofer oder Lautsprecher für die hinteren Kanäle nachrüsten kann.

Soundbar: Yamaha MusicCast Bar 40, Subwoofer: Yamaha MusicCast Sub 10, Rears: 2 x Yamaha MusicCast 20 (Bild: Hersteller)

Wenn man hauptsächlich das TV-Programm konsumiert (Nachrichten, Shows), dann reicht eine einfache Soundbar mit ordentlichem Stereo vollkommen aus. Wobei man auch hier wissen sollte, dass „Stereo“ allenfalls als Eintrag im Datenblatt zu verstehen ist. Durch den geringen Abstand der beiden Kanäle innerhalb einer Soundbar ist der Panorama-Effekt hörbar begrenzt – egal, was der Hersteller verspricht. Für hochwertigen Musikgenuss braucht man nunmal zwei separate Boxen mit größerem Abstand.

Nubert nuBox A-125 HiFi-Lautsprecher für das Wohnzimmer, 2 Stück

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