Android Wear: Googles Software-Plattform für Smartwatches und Co.

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Android Wear ist Googles Software-Plattform für Wearables und Smartwatches, die im März 2014 angekündigt und im Zuge der Google I/O im Juni 2014 offiziell freigegeben wurde. Geräte, die auf dem OS basieren, werden als Smartphone-Erweiterung fungieren und neben Benachrichtigungen auch weiterführende Informationen und Interaktionsmöglichkeiten per Touch- und Sprachsteuerung ans Handgelenk bringen.

Android Wear-Geräte sollen das Smartphone ergänzen, nicht ersetzen

Mit Android Wear hat Google sich zur Aufgabe gemacht, eine Plattform für Wearables zu gestalten, die Menschen das Leben in der digitalen Welt erleichtern und darüber hinaus die soziale Interaktion zwischen Menschen fördern soll, so Android-Chefdesigner Matias Duarte. Ziel von Android Wear sei es, das Smartphone in der Tasche behalten zu können und den Nutzer mit einem Blick aufs Handgelenk über eingehende Benachrichtigungen informiert zu halten, sodass eine Distanzierung von der Außenwelt nicht erforderlich ist und dem Nutzer mehr Zeit für die „wichtigen Dinge“ im Leben bleiben.

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Um dies zu bewerkstelligen, wird nicht etwa die komplette Nutzeroberfläche des Smartphones auf Smartwatch-Größe reduziert. Auf dem kleineren Screen des Wearables werden hingegen lediglich relevante Informationen im Kartenstil à la Google Now und im Material Design von Androids L-Release angezeigt.

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Funktionen von Android Wear

Abgesehen von der Anzeige von Benachrichtigungen ist es mithilfe von angepassten Anwendungen beispielsweise möglich, den Musik-Player des Smartphones zu steuern, sich eine Pizza oder andere Dinge vom Handgelenk aus zu bestellen und sogar zu bezahlen. Für Android Wear müssen im Anwendungen nicht komplett neu programmiert, sondern bereits existierende lediglich angepasst werden.

Jede App, die unter Android Benachrichtigungen ausgibt, kann mittels weniger weiterer zusätzlicher Code-Zeilen auf Android Wear Informationen anzeigen. Durch ein wenig Mehraufwand beziehungsweise das Hinzufügen weniger weiterer Codezeilen könne man sogar noch bessere Benachrichtigungen auf Smartwatches und Co. bringen, die sich über mehrere Seiten erstrecken und leicht per Scrollbewegung betrachten lassen.

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Auch wenn Smartwatches sich auch via Touchscreen und diverse Gesten bedienen lassen können, so soll die Spracheingabe der elementare Teil der Steuerung sein. Beispielsweise können Notizen via Google Keep eingesprochen und in einer Liste auf dem Display des Wearable-Geräts, optional simultan auf dem Smartphone, angezeigt werden. Ebenso kann der Nutzer sich per Google Maps eine Adresse anzeigen lassen und sogar die Route dorthin per Schritt-für-Schritt-Navigation.

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Android Wear-Smartwatches ersetzen teils auch Activity Tracker, da man mit ihnen auch zurückgelegte Strecken festhalten kann. Mit manchen Geräten, wie zum Beispiel Samsungs Gear Live kann sogar der Pulsschlag gemessen werden.

Die ersten Android Wear-Smartwatches

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Als Google im März 2014 sein Wearable-OS vorstellte, haben zwei Hersteller ihre ersten Produkte basierend auf Android Wear bereits vorgestellt: LG präsentierte seine G Watch, Motorola die Moto 360. Letztere erinnert durch ihre kreisrunde Grundform mehr an eine klassische Armbanduhr als die eckige G Watch. Android Wear besitzt nativ Unterstützung für runde Displays.

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Etwa gleichzeitig zur LG G Watch kam im Juli 2014 Samsungs Gear Live auf den Markt. Diese lehnt sich im Design stark an die bereits erhältlichen Gear-Modelle, die auf Tizen-OS basieren. Lediglich der für Android Wear nicht benötigte Homebutton wurde gestrichen. Der Release der Moto 360 soll später im Jahr stattfinden.

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Bei diesen ersten drei Modellen wird es nicht bleiben, denn zu den offiziellen Hardwarepartnern gehören auch HTC und ASUS, die jeweils noch keine Geräte vorgestellt haben. Gerüchten zufolge soll ASUS allerdings im Zuge des dritten Quartals eine Smartwatch präsentieren, genau so verhält es sich offenbar auch mit HTC.

Weiterführende Links zu Android Wear

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Weitere Themen: LG Watch Urbane

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