Parallels Desktop

Hier auf der IFA ist vor allem eines vorherrschend: Hardware, Geräte und Zubehörteile. Da ist es schon bemerkenswert, wenn sich ein Software-Hersteller präsentiert, sei es auch quasi „Huckepack“ an einem anderen Stand, nämlich bei den Sicherheitsexperten von Kaspersky.
Sascha Uhl und Alexander Pantos von Parallels demonstrierten mir das neue Programm auf einem MacBook Air – die virtuelle Maschine startete dank SSD-Laufwerk entsprechend schnell. Doch auch auf anderen Systemen, wie MacBook Pro, iMac oder Mac Pro, so versichert man mir, vergehen nur wenige Sekunden bis die Startzeit vergangen ist.
Beim ersten Programmstart gibt es mehrere Optionen: Entweder, man erstellt eine neue virtuelle Maschine von einem Image
Parallels Desktop 7 ist jetzt voll auf OS X Lion eingestellt. Davon zeugen der Löwen-typische Vollbildmodus (der anders als beim Google Chrome Browser auch tatsächlich wie gewünscht funktioniert) und die Möglichkeit, Programme aus der virtuellen Maschine in das Launchpad zu integrieren. Für mehr Grafikleistung stehen bis zu 1 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, gegenüber zuvor maximal 256 Megabyte.
Sowohl die Server-Version von OS X Lion als auch das Client-System können mit dem Programm in virtueller Umgebung installiert werden. Anders herum, also mit einem Lion-System als „Host“, lässt sich jedoch nur Snow Leopard Server virtualisieren. “Das liegt an den Lizenzbedingungen für Mac OS X 10.6″, erklärt Uhl. Sogar Flash schafft es damit auf iPhone und iPad – jedenfalls beinahe. Die Parallels Mobile App*, im iTunes App Store für 3,99 Euro für iPad und iPhone, ermöglicht den Zugriff auf die heimischen virtuellen Maschinen von unterwegs.
Dies kann entweder via Parallels-Server geschehen oder über eine direkte Verbindung zum heimischen Mac – dann muss der Anwender aber selbst dafür sorgen, dass etwa der Router korrekt konfiguriert ist. Dieser Aufwand entfällt beim Kontakt über die Server des Herstellers.
Für Mac-Neulinge besonders interessant: Zu den Neuerungen gehört auch eine Version namens „Switch to Mac“, in der neben Parallels 7 ein USB-Transferkabel sowie mehrere Stunden an Video-Anleitungen enthalten sind. Mit jedem beliebigen anderen USB-Kabel mit zwei A-Verbindungen soll der Datentransfer aber ebenso gut funktionieren. Neu ist auch der “Parallels Convenience Store”, in dem verschiedene Software-Lösungen, aktuell etwa von Nuance, Roxio oder Kaspersky.
Gegenüber dem Vorgänger Parallels 6 ist die neue Version nach Angaben des Herstellers außerdem um 60 Prozent schneller, etwa beim „Aufwachen“ des Systems. Anders als bei der Vorversion sind jetzt außerdem alle Sprachversionen in einer DMG-Imagedatei enthalten. Aktualisierungen des Programms werden also nicht erst zeitaufwendig einzeln lokalisiert sondern stehen sofort für alle Sprachen zur Verfügung.
Parallels Desktop 7* steht ab sofort als Upgrade für Anwender der Vorgängerversion zur Verfügung. Die Standard-Version ist ab dem 6. September im Handel erhältlich kostet 79,99 Euro. Schüler und Studenten können Parallels Desktop
mit 40 Euro Rabatt bei Unimall bestellen. Für das Paket „Switch to Mac“ werden 99,99 Euro fällig. Eine Art „Switcher-Rabatt“ gibt es außerdem für Nutzer des Konkurrenzproduktes VMWare Fusion: 49,99 Euro zahlen diese nach Angabe ihrer Fusion-Seriennummer für die Standard-Variante des Programms.
Fazit
Die neue Version von Parallels Desktop bringt neben einigen Leistungssteigerungen auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche und vor allem die Möglichkeit, OS X Lion als virtualisierten Server oder Client zu installieren. Zusammen mit der mehrsprachigen Installationsdatei und den einfachen Möglichkeiten der Migration vom PC auf den Mac richtet sich das Angebot vor allem an Einsteiger. Doch auch Fortgeschrittene werden die neue Geschwindigkeit und die hochkarätige Grafik-Power zu schätzen wissen, die der virtuellen Maschine zur Verfügung stehen.
Für Unternehmen bietet der Hersteller zudem umfassende Service-Pakete und Deployment-Lösungen, die den Einsatz und die Administration vieler Windows-Virtualisierungen auf vielen Macs erleichtern sollen.
Parallels Desktop 7
Hersteller: Parallels
Preis: 39,99 Euro – 99,99 Euro
Systemvoraussetzungen: Intel Core 2 Duo
Alternativen
VMWare Fusion
VirtualBox
