Bluetooth: Die wichtigsten Infos zur Funktechnik

Beschreibung

Zahlreiche Geräte sind mit Bluetooth ausgestattet. Doch was genau steckt eigentlich hinter der Funktechnologie und was ist damit möglich?

Bluetooth: Das steckt dahinter

Bei Bluetooth handelt es sich um einen kabellosen, genormten Übertragungsstandard, mit dem sich die unterschiedlichsten Daten zwischen verschiedenen Geräten über kurze Distanz verschicken lassen. Die Geräte können dabei sowohl stationär als auch mobil sein, außerdem können mehrere Geräte gleichzeitig miteinander verbunden werden.

Ob Kopfhörer, Headsets, Lautsprecher, Drucker und vieles mehr, alle diese Geräte lassen sich problemlos und ohne Kabel miteinander verbinden, sodass die Daten von dem einen Gerät auf dem anderen landen. Übertragen werden diese per Funkwellen. Wichtig dabei ist, dass die Geräte nicht zu weit voneinander entfernt sind, die Reichweite hängt dabei aber auch immer von den jeweiligen Produkten ab. Ein guter Richtwert sind etwa 10 Meter.

Um sicherzustellen, dass nur solche Geräte per Bluetooth auf eine andere Schnittstelle Zugriff haben, ist es empfehlenswert, dass Bluetooth nur dann eingeschaltet wird, wenn es tatsächlich genutzt werden soll. Außerdem ist eine Verschlüsselung mittels eines Passwortes ratsam.

Bluetooth Pairing

Bei diesem Vorgang handelt es sich um die Kopplung der entsprechenden Geräte. Wie genau das Pairing funktioniert hängt auch wieder von den Geräten ab, bei Smartphones und Tablets muss hier nur ein Menüknopf gedrückt werden. Beim ersten Verbinden mit einem neuen gerät muss dieses Pairing normalerweise bestätigt werden, sind zwei Geräte dann aber miteinander gekoppelt, wird diese Verbindung für den nächsten Einsatz gespeichert.

Bluetooth: Der Geschichte  hinter der Funktechnologie

Der Beginn des kabellosen Datenübertragungsstandards liegt in den 1990ern, den Startschuss gab dabei Ericsson. Die im Jahr 1998 gegründete Bluetooth Special Interest Group (SIG) entwickelte den Standard in den folgenden Jahren dann weiter. Sehr interessant ist auch die ungewöhnliche Namensgebung:  Bluetooth leitet sich nämlich vom dänischen König Harald Blauzahn (skandinavisch: Blåtand/Blåtann), der für die Vereinigung von feindlichen Teilen Norwegens und Dänemarks verantwortlich war. Dieser Ursprung lässt sich auch im Logo finden, das aus die zusammengerückten Initialen Harald Blauzahns in Runenform zeigt.

Bluetooth2

Mit jeder neuen Bluetooth-Version kamen neue bzw. verbesserte Funktionen hinzu, aktuell sind wir bei Bluetooth 4.1 angekommen, das vor allem für das Internet der Dinge besser funktionieren soll. Hier noch ein kurze Auflistung, welche Kernfunktionen welche Bluetooth-Version wann mit sich brachte:

  • 1999  Bluetooth 1.0 und 1.0B: Maximale Datenübertragunsrate von 732,2 kbit/s
  • 2001 – Bluetooth 1.1: Indikator für die Signalstärke wurde hinzugefügt
  • 2003  Bluetooth 1.2: Geringere Empfindlichkeit gegen statische Störungen, max. Datenübertragungsrate von 1 Mbit/s
  • 2004 – Bluetooth 2.0 + EDR: Ca. dreifache Geschwindigkeit (max. 2,1 Mbit/s) bei der Datenübertragung, abwärtskompatibel
  • 2007 – Bluetooth 2.1 + EDR: Neue Funktionen, unter anderem Quality of Service und Secure Simple Pairing
  • 2009 – Bluetooth 3.0 + HS: Unterstützung eines Highspeed Kanals (WLAN und UWB), Kommunikation zwischen Geräten funktioniert nun Peer-to-Peer, theoretische Übertragungsraten von 24 Mbit/s sind nun möglich
  • 2010 – Bluetooth 4.0: Geringerer Energieverbrauch (Low Energy), abwärtskompatibel, erste prägnante Schritte in Richtung „Internet der Dinge“
  • 2013  Bluetooth 4.1 (vorgestellt): umfassender Unterstützung für LTE-Gespräche, verbesserte Verbindungsintervalle

Zum Thema: Bluetooth-Reichweite erhöhen und Infos zur maximalen Reichweite

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