Second Life: In der Simulation leben immer noch 600.000 Spieler

Michael Sonntag
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Zwar war Second Life nie die Zukunft des Internets, wie es einst genannt wurde, aber seine Idee kann nach 14 Jahren immer noch Spieler begeistern.

Das Prinzip der kostenlosen Lebenssimulation von Entwickler Linden Lab ist denkbar einfach: Erstelle dir einen Charakter, betrete die Spielwelt und lebe quasi, wie du auch es im echten Leben tust. Reise, rede mit Leuten, arbeite und wohne. Vier Jahre nach dem Release in 2003 erreichte das Game eine Spieleranzahl von einer Millionen. Das sei laut Atlantic auch der Höhepunkt gewesen, denn anschließend sank die Zahl auf 800.000 und tiefer.

Ist das Virtualität oder nur eine andere Realität?

Nichtsdestotrotz seien es aktuell immer noch 600.000 Spieler, bei deren Aktivität aber unklar ist, ob sie es jeden Tag spielen oder nur einmal im Monat. Die Simulation kann zwar mit dem Spiel Sims verglichen werden, was die Interaktionsmöglichkeiten angeht, jedoch hat Second Life neben dem Multiplayer-Aspekt auch spielübergreifende Elemente. So gibt es Spieler, die große Unternehmen in der Spielwelt gegründet haben, die sowohl virtuelles als auch echtes Geld einbringen. Andere heiraten im Spiel und für einzelne ist es sogar zu einem ernstzunehmenden Ersatzleben geworden.

Spiele sind nicht nur Spiele. Manchmal ziehen sie wegen ihrer Inhalte sogar Gerichtsverfahren nach sich. Genauso Second Life.

Diese 9 Spiele wurden vor Gericht verklagt

Mit etwas mehr als einer halben Millionen Spieler steht Second Life dabei immer noch höher als vergleichsweise aktuelle und aktive Spiele, wie zum Beispiel Counter Strike: Global Offensive. Der Taktik-Shooter schrammt laut Steam täglich nur knapp an der halben Millionen vorbei. Hast du Second Life schon mal gespielt oder tust du es tatsächlich immer noch? Ist Second Life eine coole oder eher unheimliche Spielidee? Sag uns deine Meinung!

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