iPhone immer langsamer – Absicht von Apple?

Robert Schanze
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Immer wenn Apple ein neues iPhone veröffentlicht, suchen Nutzer verstärkt nach „iphone langsam“ im Internet. Macht Apple alte iPhone-Modelle absichtlich langsamer, damit Kunden sich die neuen Modelle kaufen? Eine neue Studie sagt: Apple verarscht nicht. iPhone-Nutzer sehen das allerdings anders.

Apple veröffentlicht ein neues iPhone und das eigene ältere Modell scheint auf einmal nicht mehr so flüssig wie sonst zu laufen. Kann das sein? Woran liegt das? Verlangsamt Apple ältere iPhone-Modelle absichtlich, um psychologisch zum Kauf neuerer iPhones zu drängen?

The only thing that’s changed is… the speed of my old iPhone!!!

iPhone langsam: Suchanfragen steigen mit neuem Modell-Release

Wenn Apple ein neues iPhone auf den Markt bringt, suchen Nutzer deutlich häufiger nach „iPhone slow“ beziehungsweise „iPhone langsam“:

An der Prozessor-Leistung liegt es nicht

Futuremark hat in einer Studie die CPU- und GPU-Leistung eines iPhone 5s ab April 2016 bis September 2017 verglichen. Ergebnis: die CPU- und GPU werden nicht langsamer. Gleiches gilt für iPhone 6 und 7.

Warum wird das iPhone dann langsamer?

Wenn man sich die Kommentare zum Thema auf Caschys Blog anschaut, wird eine Vermutung ganz deutlich:

  • Das iPhone wird nicht langsamer, weil Apple die Hardware künstlich verlangsamt,
  • sondern aufwändigere Effekte und Animationen in der neuen iOS-Version sind wohl die Ursache.

So schreibt ein Nutzer:

Natürlich bringt Apple keinen schlechteren GPU Treiber raus. Nur immer mehr aktive Hintergrundprozesse und aufwändigere Effekte und Animationen. Von daher wird's für die User wirklich langsamer. Wenn dann sollten sie einen Test machen wie lange es dauert bspw. eine Email zu öffnen oder andere Anwendungsfälle.

Ein Zweiter unterstellt Absicht:

Mein iPhone 4 war am Ende fast unbenutzbar langsam, ebenso mein iPad 3 jeweils mit dem aktuellsten IOS. Schon wenn man nur die Einstellungen aufrufen will oder auf Webseiten surft. Das iPad 2 meiner Eltern läuft bis heute flüssig, weil ich das nicht auf die neueste Version upgedated hatte. Und ich unterstelle Apple hier ganz klar Absicht. Wenn ein Gerät auf den Markt kommt, laufen selbst aktuelle 3D Spiele butterweich, und 2-3 IOS Versionen weiter ist Websurfen unerträglich zäh? Is klar...

Ein anderer schreibt seine Langzeiterfahrung:

Ich habe über die Jahre verschiedene iPhone-Modelle gehabt sowie immer noch ein iPad 2 in Benutzung. Und immer, wenn ein neues iOS kam, wurden die Modelle langsamer. Und zwar nicht nur „innerlich gefühlt“, sondern, ich drück's mal so aus: mit Stoppuhr meßbar. Am besten sieht man das beim iPad 2. Seit dem Update auf die letzte dafür verfügbare iOS-Version ist normales Schreiben (Mail o.ä.) nicht mehr möglich. Es dauert Sekunden, bis die Eingabe auf der Tastatur auch auf dem Bildschirm dargestellt wird. Reaktion auf Bildschirmeingaben: gefühlte Ewigkeit. Starten von Apps (egal, ob per Update angepasste oder nicht aktualisierte Apps): laaaangsam. Deshalb: wäre der oben genannte GPU und CPU-Test hier auch perfekt, mein Nutzererlebnis aber nachvollziehbar ein nicht mehr akzeptables? Gleiche Erfahrungen mit meinen iPhones. (…).

Theorie: Apple macht alte iPhones absichtlich langsam

Eine Theorie ist: Apple macht alte iPhones absichtlich langsam, damit iPhone-Nutzer von der Geschwindigkeit genervt sind und sich das neue Modell kaufen. Das ganze wird auch geplante Obsoleszenz genannt, bei der die Lebensdauer eines Produktes etwa durch künstliche Sollbruchstellen absichtlich verkürzt wird, was dann zum Kauf weiterer Produkte führen soll.

Was dagegen spricht: Wenn Apple das tun würde, würden wohl die meisten Nutzer auf eine andere Smartphone-Marke wechseln, was dann Apple wirtschaftlich schadet.

Nutzerberichte im Internet lauten aber oft gleich: Neue iOS-Version bedeutet langsameres iPhone.

Apple veröffentlicht neue iOS-Versionen in der Regel mit der Einführung neuer iPhone-Modelle. Auch die alten iPhones lassen sich dann auf das neue iOS upgraden. Wenn nun aufwändigere Animationen und Effekte genutzt werden, wird die CPU-Leistung mehr als sonst beansprucht und das Betriebssystem könnte ruckeln und verzögert reagieren.

Was dagegen spricht: Neue Software sollte im Gegenteil leistungseffizienter arbeiten und weniger Ressourcen verbrauchen. Ob Apples Entwickler dem Credo aber folgen, ist ungewiss.

Lösung: Kein iOS-Upgrade durchführen?

Wer die Theorie selbst ausprobieren möchte, kann die iOS-Updates auf dem iPhone deaktivieren. Vergleicht die Geschwindigkeit dann mit neueren Modellen, die ihr unter umständen regelmäßig aktualisiert oder einfach mit eurer Erfahrung.

Nachteil: Ihr verzichtet auf neue iOS-Funktionen.

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