Statt eines schweren und unhandlichen Bodenstaubsaugers sind in immer mehr Haushalten leichte und kompakte Akku-Staubsauger gefragt. Dementsprechend groß ist das Angebot im Handel. Doch nicht alle Modelle sind empfehlenswert. GIGA sagt, welche Akku-Staubsauger sich lohnen und worauf man achten muss.

 

Kaufberatung

Facts 

Gerade die günstigen Modelle bieten oft eine geringe, nicht ausreichende Saugleistung. Es gibt aber auch echte Perlen zum Schnäppchenpreis, die es teils mit der mehrere hundert Euro teuren Konkurrenz aufnehmen können. Wir listen Produktempfehlungen aus Akku-Staubsauger-Tests sowie allgemeine Empfehlungen rund um das Thema Akku-Staubsauger.

Die besten Akku-Staubsauger im Test

Platzierung Produkt Preis Kaufen
Preistipp Dreame V9 ca. 150 Euro Rakuten
Testsieger Dyson V11 Absolute ca. 600 Euro Cyberport
Günstigster unter den besten Bosch BBH7SIL Athlet ca. 400 Euro Saturn
Preis-Leistungs-Sieger Dirt Devil DD788-1 Blade 2 Max ca. 250 Euro ebay

Preis-Tipp der GIGA-Redaktion: Dreame V9

Xiaomi Dreame V9: Kabelloser Akku-Staubsauger

Xiaomi Dreame V9: Kabelloser Akku-Staubsauger

Sehr gute Erfahrungen haben wir in der GIGA-Redaktion mit dem Dreame V9 gemacht, der mancherorts als „China-Geheimtipp“ gehandelt wird. Das Modell wird vom chinesischen Großkonzern Xiaomi vertrieben und ist meist, ebenso wie das sehr ähnlich Schwestermodell Dreame V9P, für 150 bis 200 Euro Euro zu haben. 

Das Gerät ist gut verarbeitet, leicht, saugt gut und hat verschiedene Bürsten mitgeliefert, unter anderem für Ecken und Polster. Das Ladekabel kann in die Wandhalterung gesteckt werden, sodass das Gerät dort auch geladen wird. Beim Saugen auf höchster Stufe reicht eine Akkuladung knapp 15 Minuten. Gewöhnungsbedürftig dürfte für manchen Nutzer sein, dass man die Taste zum Saugen kontinuierlich gedrückt halten muss.

Der Dreame V9 bietet solide Leistung und eine breite Funktionspalette zu einem sehr guten Preis. Wir empfehlen, beim Kauf darauf zu achten, dass man die EU-Version bei einem seriösen Händler kauft.

Vorteile

  • Flach und leicht
  • Sehr günstig

Nachteile

  • Dauerhaft drücken zum Saugen
  • Schwerpunkt weit oben
  • Aufsatz für Langflorteppich sehr schmal

Der Testsieger: Dyson V11 Absolute

Dyson Cyclone V11 Absolute: Akku-Handstaubsauger

Dyson Cyclone V11 Absolute: Akku-Handstaubsauger

Dyson war Wegbereiter bei beutellosen Saugern und Akkustaubsaugern. So verwundert es nicht, dass mit dem Dyson V11 Absolute für rund 650 Euro der neueste Streich der Briten mit der Note 2,4 „gut“ verdient den Testsieg bei der Stiftung Warentest abräumt. Verdient, aber nicht unangefochten, denn die Konkurrenzmodelle Vorwerk Kobold VB100 (ebenfalls 2,4, ca. 800 Euro) und Bosch BBH7SIL Athlet (2,5, siehe unten) sind nah dran.

Top ist der Dyson in fast allen Disziplinen, insbesondere beim Saugen von Teppichböden. Schwierigkeiten beim Saugen gibt es nur in Ecken. Nicht jeder mag, dass man beim Dyson eine Taste zum Saugen gedrückt halten muss, die meisten anderen Geräte haben heute einen Ein-/Aus-Schalter, bei der ein einzelner Druck reicht. Trotzdem: Viel Zubehör und eine gute Leistung zeichnen das Dyson-Gerät aus.

Vorteile

  • Gute Saugleistung
  • Viel Zubehör

Nachteile

  • Laut auf Hartboden
  • Dauerhaft drücken zum Saugen
  • Schwierigkeiten in Ecken

Der günstige unter den besten: Bosch BBH7SIL Athlet

Bosch BBH7SIL Athlet Akku-Staubsauger

Bosch BBH7SIL Athlet Akku-Staubsauger

Das Bosch-Modell kam bei der Stiftung Warentest mit einer Note von „gut“ (2,5) kaum schlechter weg als der Testsieger, kostet aber mit einem Preis von rund 400 Euro deutlich weniger. Im Gegensatz zum Dyson hat er das Saugwerk unten, damit lässt er sich bei Nichtgebrauch auch hinstellen. Die Saugleistung überzeugt, auch bei Teppichen und Polstern; auf Hartböden ist er nicht so stark wie der Dyson. Allerdings lässt er sich nicht als Handsauger verwenden und damit auch nicht zum Saugen eines Auto-Innenraums nutzen. Der Akku benötigt vergleichsweise lang zum Aufladen – von 0 auf 100 Prozent Kapazität muss man fast 6 Stunden warten.

Vorteile

  • Sehr gute Saugleistung
  • Auch gut bei Polstern und Langhaarteppichen

Nachteile

  • Nicht als Handsauger nutzbar
  • Hohe Akku-Ladezeit

Der Preis-Leistungs-Sieger: Dirt Devil DD788-1 Blade 2 Max

Dirt Devil DD778-1 Blade 2: Akku-Staubsauger

Dirt Devil DD778-1 Blade 2: Akku-Staubsauger


Mit einem Preis von rund 250 Euro – wenn man ihn bekommen kann, denn aktuell ist der Staubsauger fast überall ausverkauft – bietet das Dirt-Devil-Modell viel Leistung zum bezahlbaren Preis. Bei der Stiftung Warentest bekam der Stielstaubsauger eine Gesamtnote von 3,3 „befriedigend“ – für Teppiche und Hartböden und beim Saugen von Ritzen eignet er sich gut, Textilien wie Polster weniger gut.

Das Gerät ist mit 80 db auf der höchsten Stufe, auch für ein Gerät der ohnehin lärmenden Gerätekategorie Akku-Staubsauger, relativ laut. In den Saugeigenschaften und der Handhabung schnitt er mittelmäßig ab, die Akkuleistung war nur ausreichend – der Sauger ist also vor allem als Ergänzung zu anderen Saug-Varianten (herkömmlicher Sauger oder Saugroboter) oder für kleine Wohnungen geeignet.

Vorteile

  • Solide Saugleistung auf harten oder Kurzhaarböden
  • Preiswert

Nachteile

  • Schwierigkeiten bei Polstern und anderen Textilien
  • Laut

Die besten Akku-Staubsauger 2020: So haben wir ausgewählt

Bei unseren Produktempfehlungen zum Thema Akku-Staubsauger beziehen wir uns auf die Testergebnisse der Stiftung Warentest, insbesondere in Ausgabe 08/2020. Das Testinstitut gehört zu den renommiertesten weltweit und ist für seine objektiven und fachkundigen Tests bekannt. Wir haben die Übersicht um eigene Erfahrungen, Recherchen und Produkttipps ergänzt.

Akku-Staubsauger kaufen: Worauf muss ich beim Kauf achten?

Nachdem wir die besten Akku-Staubsauger für verschiedene Ansprüche vorgestellt haben, wollen wir noch ein paar allgemeine Hinweise rund um den Kauf eines neuen Akku-Staubsaugers geben. Auf diese Kriterien gilt es bei der Kaufentscheidung besonders achten:

  • Saugkraft: Die Saugleistung sollte natürlich möglichst hoch ausfallen, damit das Gerät auch aus langhaarigen Teppichen und unebenen Oberflächen den Dreck heraussaugen kann.
  • Akku: Je länger die Akkulaufzeit pro Ladung, desto länger lässt sich am Stück mit dem Gerät reinigen. Das ist vor allem für den ausgiebigen Hausputz wichtig, wenn dieser nicht durch ständige Ladepausen unterbrochen werden soll. Auch die Ladezeit des Akkus sollte beachtet werden – der tollste Akku-Staubsauger nützt nichts, wenn das Gerät nicht einsatzbereit ist. Teurere Akku-Staubsauger bieten Ersatzakkus, die man schnell wechseln kann, die meisten haben den Akku jedoch fest verbaut.
  • Gewicht: Entgegen einem klassischen Bodenstaubsauger, der auf dem Boden steht, wird bei Akkusaugern das Gerät und damit das Gewicht in der Hand gehalten. Daher sollte ein Akku-Staubsauger möglichst wenig wiegen. Empfehlenswert sind Modelle um die 3 kg oder weniger.
  • Staubbehälter: Hier wird der Dreck gesammelt. Akku-Staubsauger haben in der Regel keinen Beutel, der Behälter sollte daher nicht nur möglichst groß ausfallen, damit er nicht zu oft geleert werden muss. Auch das Entsorgen des Drecks sollte möglichst einfach und ohne Kontakt erfolgen – gerade für Allergiker.
  • Filter: Die Filter sollten wirksam vor Feinstaub schützen, sich leicht herausnehmen und ersetzen oder reinigen lassen.
  • Lieferumfang: Die meisten Hersteller legen dem Akku-Staubsauger verschiedene Düsen bei. Je mehr davon mitgeliefert werden, desto vielseitiger lässt sich das Gerät nutzen, z. B. zum Absaugen von Polstern, Möbeln und Co. Achtet auf das mitgelieferte Bürstensortiment beim Kauf und darauf, dass sie euren Anwendungsfällen entsprechen.
  • Gewichtsverteilung: Die meisten Akku-Staubsauger haben Saugteil und Akku oben am Gerät. Sie haben meist eine Vorrichtung für die Wandaufhängung mitgeliefert, weil sie von selbst nicht stehen. Dafür sind die Geräte mit einer Saugeinheit oben meist flacher und lassen sich deswegen auch besser unter die Ritzen von Möbelstücken, Betten und dergleichen manövrieren.

Natürlich gibt es noch weitere Kriterien, etwa Lautstärke und Handhabung. Letztendlich sind es aber diese Punkte, die maßgeblich entscheiden, ob ein Akku-Staubsauger gut oder schlecht ist.

Was sind die Vor- und Nachteile von Akku-Staubsaugern?

Dank des Akkus sind diese Art Staubsauger besonders mobil. Sie erfordern im Betrieb keine Steckdose in der Nähe, sorgen auch nicht mit ihrem Kabel für eine Stolperfalle und die Limitierung durch die Kabellänge. Zudem sind sie meist deutlich leichter als die großen Bodenstaubsauger, was sich unter anderem beim Transport von einem Stockwerk ins andere bemerkbar macht. Sie sind sogar so leicht, dass nebenbei noch schnell die Treppe mitgesaugt werden kann, was bei einem Bodenstaubsauger eine eher schwierige Angelegenheit ist.

Der größte Vorteil ist aber auch zugleich mehr oder weniger der größte Nachteil. Denn ein Staubsauger benötigt nun einmal viel Energie. Da die Akkus aber nur begrenzt groß ausfallen können, damit das Gerät nicht zu unhandlich und schwer wird, ist die Arbeitszeit limitiert. Auf höchster Stufe halten die meisten Geräte keine 20 Minuten aus. Bei niedrigster Betriebsstufe, die aber meist nur für glatte Flächen und weniger für Teppiche ausreichend ist, laufen die meisten Modelle zwischen 40 und 60 Minuten. Das mag bei einem großen Haus für einen ausgiebigen Hausputz durchaus zu kurz sein. Für kleinere Wohnungen und das schnelle Saugen zwischendurch sind die Geräte aber allemal bestens geeignet. 

Voraussetzung ist allerdings, dass der Akku stets geladen ist. Das hat zur Folge, dass sie nach der Nutzung wieder ans Ladegerät angeschlossen werden müssen. Hier bieten einige Hersteller eine praktische Wandhalterung oder einen Ladeständer, der das Laden beim Zurückstellen automatisch startet. Ebenfalls praktisch ist ein Ersatz-Akku, mit dem die Betriebsdauer mit einem Handgriff verdoppelt werden kann.

Zudem können einige Akku-Staubsauger vom Boden- zum Handstaubsauger umgebaut werden. Das ist besonders praktisch zum Absaugen von Polstermöbeln, aber auch für viele andere Dinge. So lässt sich z. B. auch der Innenraum eines Autos mit einem Handstaubsauger problemlos von Krümeln und Dreck befreien. Beachtet werden sollte aber, dass - wie unsere Akku-Staubsauger-Testübersicht zeigt – nicht alle Modelle hinsichtlich der Saugkraft und damit der Gründlichkeit beim Staubsaugen mit den großen Bodenstaubsaugern mithalten können.

Lieber einen Akku-Staubsauger oder einen Saugroboter?

Der Akku-Staubsauger gilt gemeinhin als Ersatz für die klassischen Bodenstaubsauger. Aber ist der Kauf heute überhaupt noch sinnvoll oder sollte es lieber gleich ein Saugroboter sein, der in immer mehr Haushalten Einzug hält?

Ein Saugroboter allein kann einen „richtigen“ Staubsauger nicht ersetzen. Zwar sind die automatischen Roboter praktische Haushaltshilfen, die für regelmäßig gereinigte Böden im Haus sorgen. Sie haben absolut ihre Daseinsberechtigung, da sie Zeit sparen und für mehr Sauberkeit sorgen. Aber ein Saugroboter kann nicht das manuelle Staubsaugen in der Fläche ersetzen. Gerade in einem Haus mit mehreren Stockwerken kommen sie schnell an ihre Grenzen, wenn nicht gleich mehrere Geräte angeschafft werden oder er ständig von Etage zu Etage getragen wird. Denn an jeder Treppe stoppt der Reinigungsvorgang eines Staubsaugerroboters. Bauformbedingt sind sie aber auch nicht gut geeignet, um bis in die hinterste Ecke oder unter Möbeln zu saugen. Und aufgrund ihrer meist unterlegenen Saugkraft im Vergleich zu „ausgewachsenen“ Staubsaugern sind sie auch für die gründliche Reinigung von Teppichen nicht die erste Wahl.

Mehr erfahren: Welcher von den kleinen Selbstfahr-Saugern empfehlenswert ist und worauf man beim Kauf achten muss, erfahrt ihr in unserem Saugroboter-Test 2020.

Daher unser Tipp: Ein Saugroboter ist eine gute Wahl, sollte aber mit einem guten Akku-Staubsauger als Partner eingesetzt werden – dann kann man sich auch den klassischen kabelgebunden Staubsauger sparen. Der Roboter sorgt für regelmäßige Sauberkeit in der Fläche. Mit dem Akku-Sauger werden beim wöchentlichen Hausputz Ecken, Treppen, Teppiche noch einmal gründlich nachgearbeitet. In großen, verwinkelten und/oder mehrstöckigen Häusern und Wohnungen braucht man auch weiterhin einen klassischen Staubsauger, ein Akku-Staubsauger kann trotzdem eine sinnvolle Ergänzung sein, um schnell und punktuell nachzureinigen.

Muss es ein Akku-Staubsauger von Dyson sein?

Durch viel Werbung, aber auch eine bereits recht lange Tradition hat sich Dyson zu etwas wie dem Aushängeschild unter den Herstellern von Akku-Staubsaugern entwickelt. Die Marke verkauft seit vielen Jahren kabellose Staubsauger, die stetig weiterentwickelt werden und mit kräftigen Motoren, großen Akkus und hoher Saugkraft überzeugen. Dies belegt auch die gute Platzierung des V11 im Akku-Staubsauger-Test.

Aber es gibt auch viele weitere Hersteller von Akku-Staubsaugern. Hierzu zählen unter anderem die Miele Staubsauger mit Akku. Vorwerk, Bosch, Philips, AEG, Rowenta und weitere mehr oder weniger bekannte Marken bieten die kabellosen Bodenreinigungsgeräte an. Sie sind meist günstiger, können aber nicht alle mit dem Marktführer Dyson mithalten. Zudem überschwemmen immer mehr asiatische Hersteller den Markt, wobei deren Produkte nicht immer empfehlenswert sind. Ein durchaus gutes Produkt sind die von Xiaomi vertriebenen Modelle der Marke Dreame, die mit guter Leistung und Ausstattung zum kleinen Preis als Geheimtipp gelten.