Der Winter naht und die Lebenshaltungskosten steigen, wodurch viele Menschen gezwungen sind, noch mehr aufs Geld zu achten. In unserer Übersicht geben wir euch einige Tipps und stellen Geräte vor, die dabei helfen können, die Kosten für Strom und Wasser zu senken.

Zum Ende des Jahres hat es 2022 noch einmal in sich: Sparen ist angesagt. Eine Energiepauschale von 300 Euro soll die hohen Energiepreise für die Bevölkerung abfedern. Am Ende wird diese Zuwendung für viele nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Wie ihr das Geld dennoch auf clevere und nachhaltige Weise investieren könnt, um langfristig Strom und Wasser zu sparen, zeigen wir euch mit den folgenden Empfehlungen. Interessiert ihr euch dagegen für Spar-Tipps rundum Gas, haben wir auch dafür den passenden Artikel.

Mit kleinen Geräten viel Strom sparen

Steckerleiste statt Standby

Häufig werden Spielekonsolen, Fernseher oder Monitore nach der Nutzung nur auf Standby gestellt – schließlich ist das das Einfachste. Da die Geräte in dem Zustand aber immer noch Strom ziehen, spart ein komplettes Ausschalten bares Geld.

Auf einem Dielenboden ist eine Steckerleiste mit rotem Kippschalter.
Eine Steckerleiste mit Save-Energy-Schalter macht es leicht, Strom zu sparen (Bildquelle: GIGA)

Eine günstige und einfache Lösung, um im Haushalt Strom zu sparen, ist eine Steckerleiste mit Schalter (bei MediaMarkt ansehen). Diese gibt es in unterschiedlichen Kombinationen, ob mit einer oder mehreren Steckdosen – fündig wird man hier auf jeden Fall:

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Stromkosten optimieren mit smarten Steckern

Möchtet ihr den Stromverbrauch verschiedener Geräte im Blick behalten, lohnt sich die Anschaffung eines smarten Strommesssteckers. Wir konnten zwei Geräte testen, die ihr mit euren Smartphones steuern könnt.

An einer weißen Steckdose mit der Aufschrift "Eve" steckt ein grauer Stecker.
Der Strommessstecker von Eve sorgt dafür, dass man den Stromverbrauch und die Kosten im Blick hat (Bildquelle: GIGA)

So ist der Stecker von Eve (bei MediaMarkt ansehen) ausschließlich für iOS geeignet. Ihr steckt ihn einfach in die Steckdose, ladet die dazugehörige Eve-App auf euer iPhone oder iPad, verbindet diese per QR-Code mit dem Stecker und schon könnt ihr den Stecker steuern. In der App habt ihr dann eine Übersicht über euren Verbrauch, die voraussichtlichen Kosten und könnt einen Timer einstellen, wann das jeweilige angesteckte Gerät (de-)aktiviert werden soll.

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Natürlich gibt es auch für Android-Smartphones verschiedene Modelle, mit denen ihr eure Geräte steuern und deren Stromverbrauch kontrollieren könnt. Wir hatten den Stecker von Voltcraft (bei Amazon ansehen) im Test. Obwohl dieser etwas teurer ist, ist die Handhabung über die App sehr intuitiv und bietet zahlreiche nützliche Übersichten und Funktionen an.

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Neu und effizient statt alt und teuer

Rattert in der Küche noch die alte Waschmaschine von der Großtante vor sich hin oder feiert der Retro-Kühlschrank bereits 25-jähriges Jubiläum, sollte man sich die Frage stellen, ob sich nicht endlich ein neues Gerät lohnen könnte. Neu muss zwar nicht immer besser sein, kann es aber.

Gerade bei weißer Ware kann man viel sparen, denn alte Geräte können wahre Stromfresser sein. Dahingehend gibt das Energielabel Aufschluss darüber, wie effizient die neue Waschmaschine oder Geschirrspüler arbeitet. Auch wenn man für das neue Gerät tiefer in die Tasche greifen muss, zahlt sich die Investition langfristig aus – schließlich begleiten sie euch einige Jahre.

Eine Küche im Überblick: Im Vordergrund ist ein Esstisch aus Holztisch und im Hintergrund nebeneinander ein Küchenregal, ein Kühlschrank und eine Spülmaschine.
Mit den richtigen Geräten kann man viel Energie sparen (Bildquelle: UnitedPhotoStudio1 / Getty Images)

Kühlschrank: Achtet auf die Temperatur

Möchte man sich einen neuen Kühlschrank zulegen, macht man mit dem Bauknecht KR 17G4 WS 2 nichts falsch. Obwohl er bei Stiftung Warentest (Quelle: Ausgabe 8/2022) mit seiner Note von 1,5 knapp hinter dem Testsieger Bosch KSV36AIDP (Note 1,4) ist, überzeugt er für einen Preis von unter 550 Euro (bei Otto ansehen).

Mit einer Höhe von 1,67 Meter bietet er jede Menge Platz für eure Lebensmittel, hält sie verlässlich kühl und punktet mit einer guten Energieeffizienz (Klasse B). Lediglich bei der Handhabung, speziell der Gebrauchsanweisung hat es beim Testinstitut nur für ein befriedigend gereicht.

Tipp: Der Winter bietet eine gute Möglichkeit, um Stromkosten zu senken. Ist es draußen knackig kalt, kann man die sonst im Kühlschrank untergebrachten Lebensmittel auf Balkon oder Terrasse zu lagern. Dort bleiben sie frisch und man kann getrost den Kühlschrank abstecken. Ansonsten achtet auf die Kühlschrank-Temperatur: Hierzulande gelten 7 Grad Celsius als ausreichend. Bei einem Regler von 1 bis 5 entspricht das der 1 und bei einem von 1 bis 7 der Einstellung 2 (Quelle: Ökotest).

Ihr wollt mehr übers Energielabel erfahren? Dann haben wir hier das passende Video für euch:

Die neuen EU-Energielabel: Das hat sich geändert Abonniere uns
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Waschmaschine: Eco-Waschgang und Auslüften

Bei Waschmaschinen haben wir uns ebenso an Stiftung Warentest (Quelle: Ausgabe 9/2022) orientiert. Richtet man sich nach den Testsiegern, hat man die Qual der Wahl, da zahlreiche Modelle diesen Platz erreicht haben. Unsere Empfehlung ist die Waschmaschine Siemens WU14UTA8, die ihr für unter 720 Euro erhaltet (bei Euronics ansehen). Mit einer maximalen Füllmenge von 8 Kilogramm eignet sie sich für einen Mehrpersonenhaushalt. Der Frontlader ist 60 Zentimeter breit, 85 Zentimeter hoch und 63 Zentimeter tief. Mit einer Energieeffizienzklasse C treibt sie die Energiekosten nicht die Höhe.

Wascht ihr eure Wäsche mit dem Eco-Programm, läuft das Gerät nicht ganz 3 Stunden, was sich in Grenzen hält. Dieses Programm sorgt dafür, dass weniger Energie für die Wassererwärmung verwendet wird und gleichzeitig wird mit weniger Wasser gewaschen. Unterm Strich gibt es bei dem Modell nicht viel zu meckern. Alle Testbereiche wurden mit gut oder sehr gut bewertet, sodass die Waschmaschine am Ende die Note 1,6 von Stiftung Warentest erhielt.

Sarah Börner
Sarah Börner, GIGA-Redakteurin, Expertin für Consumer Electronics (Mobile) und Nachhaltigkeit.

Auslüften statt Waschen

Nicht immer müssen die Klamotten nach dem Tragen in die Waschmaschine wandern. Riechen sie nicht mehr ganz so frisch, hilft es schon, die Kleidung auszulüften – gerade bei Woll-Sachen wirkt das wahre Wunder. Verirren sich dagegen einzelne Flecken auf eure Kleidung, könnt ihr probieren, sie separat zu entfernen, anstatt das ganze Kleidungsstück zu waschen. So spart ihr am Ende nicht nur Wasser und Geld und achtet auf euren CO2-Fußabdruck, sondern tut auch euren Klamotten einen Gefallen. Denn zu häufiges Waschen nutzt sie auf Dauer ab. Probiert es mal aus!

Spülmaschine: Effektiver als manuelles Spülen

Anders als man vielleicht vermutet, kann man mit einer Spülmaschine Wasser und Strom sparen: Während man beim Abwaschen per Hand bis zu 46 Liter Wasser verbraucht, arbeitet ein Geschirrspüler mit maximal 15 Liter. Wählt man zusätzlich das Eco-Programm, wird das Geschirr unter 60 Grad gespült, was zusätzlich die Stromkosten senkt (mehr Infos bei T-Online).

Bei Spülmaschinen lohnt sich ein Blick auf das Gerät Bosch SMD6ECX57E. Mit der Note 2,2 ist der Geschirrspüler nur knapp am Testsieg bei Stiftung Warentest (Quelle: Ausgabe 7/2022) vorbeigeschlittert, punktet aber mit einem vergleichsweise günstigen Preis von knapp 730 Euro (bei Otto ansehen). Der Testsieger ist die Spülmaschine Miele G 7110 SCi Autodos, die mit der Energieeffizienzklasse B punktet, aber mit fast 1.200 Euro (bei Euronics ansehen) deutlich teurer ist. Das Modell von Bosch wird der Effizienzklasse D zugeordnet, was sich unter anderem an dem verhältnismäßig langen Eco-Programm über viereinhalb Stunden und dem damit einhergehenden Stromverbrauch niederschlägt. Beide Geräte sind teilintegriert, sodass die Front jeweils an die Einbauküche angepasst werden kann.

Falls es bei euch in der Küche an Platz mangelt oder eine große Waschmaschine schlichtweg zu teuer ist, ist der kleine Geschirrspüler Bob eine Empfehlung. Der kleine, freistehende Küchenhelfer reicht für eine Person völlig aus. Mit einer Höhe und Tiefe von 50 Zentimeter und einer Breite von 35 Zentimeter findet er überall Platz.

Eine Küchenfront: Eine kleine Spülmaschine mit blauer Tür steht im Vordergrund, eine Hand gießt Wasser in das Gerät.
Der Geschirrspüler kann auch manuell mit Wasser befüllt werden (Bildquelle: Daan Tech)

Bob hat in unserem Test eine solide Leistung bewiesen, konnte mit zahlreichen praktischen Spülprogrammen überzeugen. Allerdings war die WLAN-Verbindung nicht immer stabil und bei Besteck musste man ab und an doch nochmal nachspülen. Dennoch ist die kleine Spülmaschine eine praktische und in jeglicher Hinsicht sparsame Ergänzung für die Küche, da Bob mit nur 4 Liter Wasser arbeitet.

Einfach und günstig Wasser sparen

Auch im Bad kann man Geld und Wasser sparen – und das nur mit wenigen Handgriffen. So bekommt ihr bei Ikea für unter 5 Euro (bei Ikea ansehen) eine Zerstäuberdüse, die laut Hersteller bis zu 95 Prozent Wasser einsparen soll.

Ihr habt bei der Düse die Wahl zwischen Sprühnebel- oder Strahlmodus. Durch den geringeren Wasserverbrauch werden umgekehrt die Energiekosten für die Warmwasseraufbereitung reduziert.

In einem blauen Badezimmer ist im Vordergrund ein Waschbecken mit aufgedrehtem Wasserhahn. Zwei Hände werden mit Seife gewaschen.
Bis zu 95 Prozent Wasserersparnis, verspricht Ikea (Bildquelle: Ikea)

Die Ikea-Düse passt auf die hauseigenen Wasserhähne, soll aber laut Hersteller auch für die standardisierten Mischbatterien anderer Hersteller geeignet sein. Mehr zu dem Produkt erfahrt ihr in unserem separaten Artikel.

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Übrigens: Wasser zu sparen wird auch hinsichtlich des Klimawandels immer relevanter. Das Start-Up „Stop The Water While Using Me“ macht mit seinen Produkten auf das globale Problem aufmerksam. Aus diesem Grund besitzen die Kosmetikartikel die entsprechende Aufschrift, die die Nutzenden achtsamer mit dem Wasser und der Umwelt werden lassen möchte. Das Prinzip ist simpel, aber effektiv: Dreht das Wasser ab, während ihr die Produkte nutzt.

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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 01.12.2022 07:33 Uhr

Disclaimer: Finanzielle Einschränkungen können belastend sein – und das nicht nur für den Geldbeutel. Falls ihr in dieser herausfordernden Zeit Hilfe benötigt, könnt ihr euch an diese Anlaufstellen wenden:

  • Telefonseelsorge (deutschlandweit): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenloser Anruf, 24/7 erreichbar)
  • Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe: 0800 33 44 533 (kostenloser Anruf, werktags erreichbar).
  • Psychenet.de für regionale Hilfe (ambulante und stationäre Behandlungen, Selbsthilfe etc.)