Elden Ring: Dynamische Spielwelt, Wetter und Multiplayer? Alle Infos und Gerüchte

Daniel Kirschey

Es soll größer, besser werden; mehr Abwechslung und trotzdem Bekanntes bieten: Elden Ring, das ist das neue Projekt der Dark Souls-Entwickler von From Software. Doch was wissen wir eigentlich genau? Das erfahrt ihr hier.

Die Artikel wurde am 31. Januar 2020 das letzte Mal bearbeitet.

Leak: Neue Gameplay-Details zu Elden Ring

Tja, die guten, alten Leaks und Gerüchte – vertrauen könnt ihr ihnen nicht, aber Hinweise liefern sie eben doch oftmals (manchmal). From Softwares neues Rollenspiel Elden Ring hat sein Köpfchen bisher nur recht scheu in die Gerüchteküche gehalten; dafür gibt es wenigstens den gestandenen From-Software-Leaker Omnipotent, der in den Foren von Resetera wohl schon mehrmals die Wahrheit kundgetan hat. Am 27. Januar 2020 nun hat er einige Informationen zum Gameplay in Elden Ring veröffentlicht, die ich hier ohne Gewähr aufzählen möchte:

  • Open World in Elden Ring wird eher ein „Open Field“
    • Bedeutet: Es soll offene wie auch Korridor-ähnliche Gebiete beeinhalten
    • Trotzdem noch Level-fokussiert
    • Eine offene Welt wie bei The Elder Scrolls: Skyrim wird nicht erwartet
  • From Software ließ sich von Shadow of the Colossus inspirieren
  • Verschiedene Wege führen zum Ziel
    • „Aufgrund der Bewegungsfreiheit in einer offenen Welt und den wachsenden Rollenspiel-Elementen, werdet ihr mehrere Optionen als in früheren Titeln haben, wie ihr Situationen angeht“, schrieb Omnipotent.
  • Keine besonderen Fortbewegungsmittel abgesehen von einem Pferd
  • Womöglich Pen-&-Paper-Anleihen im Spiel
  • Es soll einen wie auch immer gearteten Multiplayer geben
  • Tages- und Nachtzeiten, die sich genauestens auf Begegnungen auswirken
    • Ihr könnt vor Monstern fliehen, tut ihr das aber, trefft ihr es vielleicht nie wieder
  • Dynamisches Wettersystem

Omnipotent ist auf Resetera bereits als sicherer Quelle bekannt – ganz abtun müssen wir die Details zum Gameplay also nicht. Bis From Software sich aber nicht selbst zu Wort gemeldet hat – vielleicht sogar mit einem Trailer? – können wir uns aber natürlich nicht sicher sein. Falls ihr einen Blick auf den Ankündigungstrailer werfen wollt, Augen auf:

Elden Ring: Ankündigungstrailer (E3 2019).

Wann ist der Release?

Was wissen wir wirklich über Elden Ring? Wahrscheinlich brüllen jetzt einige los, dass bis auf einen kryptischen Trailer keine wirklichen Informationen vorliegen und deshalb auch nicht sinnvoll darüber geschrieben werden kann. Das ist jedoch nicht der Fall. Neben dem Trailer, den ihr euch hier anschauen könnt, hat Hidetaka Miyazaki schon einige Fetzen über das Spiel in Interviews verloren. Nicht viel, aber genug, um alles Wichtige hier in diesem Artikel zusammenzufassen.

Bislang ist ein Erscheinungsdatum des Spiels noch nicht genau bekannt. Doch wir wissen schon das Jahr, in dem Elden Ring erscheinen soll: Der Release ist momentan auf das Jahr 2020 angesetzt. Ein bisschen müsst ihr also noch warten. Solange From Software sich nicht noch mehr Zeit zugesteht und das Erscheinungsdatum ins Jahr 2021 verschiebt, ist es ja aber gar nicht mehr so lange hin – immerhin ist 2020 schon gekommen.

Einen Hinweis auf das genau Datum liefert außerdem der Online-Shop Target. Der gibt nämlich auf der Produktseite von Elden Ring an, dass das Spiel am 30. Juni 2020 kommen soll. Das sollte man jedoch mit Vorsicht genießen. Denn zum einen ist der 30. Juni der letzte Tag des zweiten Geschäftsquartal, was darauf hindeuten könnte, dass Elden Ring zwar nicht an diesem Tag, aber in diesem Quartal erscheinen könnte.

Zum anderen wäre der Termin direkt nach der E3 im nächsten Jahr, einen Veröffentlichungstermin, den Publisher eher meiden. So lange keine offizielle Aussage folgt, bleibt euch also nur, abzuwarten und zu hoffen. Das ewige Schicksal des Spielers.

Was macht eigentlich George R. R. Martin bei Elden Ring?

Hidetaka Miyazaki ist wohl ein richtiger Fan von George R. R. Martin, also lässt er es sich nicht nehmen und bittet beim Schriftsteller um Audienz. Es kommt wirklich zu einem Treffen und Miyazaki ist überrascht, wie glatt alles verlief:

Als wir uns zusammen hinsetzten, klickte es sofort. Ich schlug vor, zusammen ein Spiel zu machen und er sagte ja.

So einfach kann es gehen. Doch was macht Martin eigentlich genau beim Spiel Elden Ring? Er schreibt beispielsweise nicht an der eigentlichen Handlung des Titels mit. Diesen Part hat Miyazaki selbst übernommen. Stattdessen konzentriert er sich viel mehr auf die Mythologie und die Hintergründe, also die sogenannte „Lore“ von Elden Ring. Miyazaki erhofft sich dadurch eine umfangreichere Geschichte erzählen zu können, dessen Charaktere eine regelrechte Tiefe besitzen.

Anhand der Weltschöpfung, die George R. R. Martins Geist entspringt, konstruieren Miyazaki und die Entwickler eine Handlung und ein Spiel. Die Ideen und die Mythologie schaffen es immer wieder, eine Inspirationsquelle für From Software zu sein.

Falls sich jetzt immer noch irgendjemand fragt, wer denn dieser George R. R. Martin ist und weshalb man ihn kennen sollte? Der Herr ist Schriftsteller und mit seiner Fantasy-Reihe Das Lied von Feuer und Eis berühmt geworden. Das lag auch daran, dass die Bücher in der Serie Game of Thrones von HBO umgesetzt wurden.

Elden Ring ist euch eh zu schwierig? Falsch gedacht! Hier ist ein kleiner Guide, wie ihr jedes Souls-like lieben lernen könnt:

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Open World? Das war doch auch schon Dark Souls

Ja, klar. Natürlich ist Dark Souls ein Open World-Spiel – in der Hinsicht, dass die Welt offen begehbar ist. Ihr konntet von Anfang an in die Katakomben rennen und versuchen, die Skelette zu plätten. Doch eigentlich haben sich Dark Souls, Bloodborne und Konsorten viel mehr von den sogenannten Metroidvania-Spielen abgeschaut. Die Welt ist recht offen, bestimmte Gebiete können aber erst dann erkundet werden, wenn bestimmte Fähigkeiten, Shortcuts oder Aufgaben erledigt sind.

So öffnet sich beispielsweise der Weg in Sens Festung erst dann, nachdem die Glocken geläutet wurden. Dann zieht nämlich einer der Riesen das große Tor hoch. Dark Souls ist also teilweise frei begehbar, gibt aber bis auf einige Ausnahmen einen recht linearen Weg vor. Das soll in Elden Ring anders sein.

Was From Software nun vor hat, geht also mehr in die Richtung Open World als zuvor. Denn Miyazakis Vision sieht große offene Gebiete vor, die ihr nicht nur zu Fuß, sondern auch mit einem Pferd erkunden könnt.

Elden Ring ist ein Third-Person Action-Rollenspiel in einem Fantasy-Rahmen. Die Spielmechanik orientiert sich stark an Dark Souls. Allerdings bedeutet das nicht, dass es sich genauso spielen wird. Mit einer offenen und riesigen Welt ändert sich die Art, wie Kämpfe sich abspielen, grundlegend.

Das würde auch bedeuten, dass es vielleicht allein eure Entscheidung ist, in welcher Reihenfolge ihre  eure Aufgaben erledigt. Oder es sind – wie in Dark Souls und anderen Teilen – Level-Grenzen bei bestimmten Gegnern zu spüren.

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Zudem wird es, so erklärt er gegenüber IGN weiter, keine Dörfer oder Städte mit Nicht-Spielercharakteren geben. Viel mehr orientiert sich die Landschaft an Dark Souls, die auch eher Ruinen als fruchtbare Stadtbilder bietet.

Wieder mehr Fokus auf Rollenspiel

Hidetaka Miyazaki ist es wohl auch wichtig, klarzustellen, dass Elden Ring wieder mehr ein Rollenspiel werden soll. Natürlich kann es sein, dass wir bestimmte Aspekte des Kampfsystems aus Sekiro auch wieder in Elden Ring finden werden – wie etwa responsive Kämpfe und Ähnliches.

Sekiro: Shadows Die Twice hatte jedoch im Gegensatz zu Dark Souls und Bloodborne den großen Unterschied, dass sich die eigene Spielfigur nicht über Statuswerte weiterentwickeln lässt und die Waffenanzahl beschränkt ist. Zudem „scalen“ die Waffen nicht mit der Figur mit. Damit ist gemeint, dass beispielsweise ein Zweihandschwert mit der Erhöhung des Statuswerts „Stärke“ immer mehr Schaden austeilt.

Zu diesen Möglichkeiten will Miyazaki aber zurück, wie er in einem Interview mit Xbox erklärt:

Eben habe ich gesagt, dass sich der Titel wieder mehr auf Rollenspiel-Elemente fokussieren wird. Dieses Spiel wird eine große Vielfalt an Waffen, Magie und Wegen haben, Feinde anzugehen – das ermöglicht es, den Spielern einen Gameplay-Stil und eine Strategie zu bieten, die ihnen passt.

Selbst im Vergleich zur Dark Souls-Serie, glaube ich, dass der Titel den Spielern sogar eine noch größere Vielfalt bieten wird, um Herausforderungen zu meistern und ihre Taktiken zu optimieren, wenn sie Feinden gegenüberstehen.“

Das würde dann bedeuten, dass ihr eben nicht immer wieder gegen einen Feind anrennen müsst. Einen Bogen um einen Boss, der euch somit nicht erreicht, hat in Dark Souls dem einen oder anderen schon einige Male das Spiel gerettet.

Auf welcher Plattform wird Elden Ring erscheinen?

Elden Ring wird wohl kein exklusives Spiel wie etwa Bloodborne werden. Geht es nach dem Trailer, den ihr euch oben anschauen könnt, dann wird Elden Ring zum Release voraussichtlich für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen. Außerdem ist zu erwarten, dass es auch auf die neue Konsolengeneration krabbelt. Vorbestellen könnt ihr Elden Ring leider noch nicht.

Alles Wichtige auf einen Blick

Fassen wir alles auf einen Blick zusammen, was wir momentan (so gut wie) wissen:

  • Genre: Action-Rollenspiel
  • Entwickler: From Software
  • Publisher: Bandai Namco
  • Leitender Entwickler: Hidetaka Miyazaki
  • Autor: George R. R. Martin
  • Modus: Singleplayer
  • Plattformen: PS4, Xbox One und PC
  • Release: ca. 2020/2021

Wusstet ihr, dass auch Humor in den bockschweren Spielen der Dark Souls-Reihe steckt?

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Welche Features würdet ihr euch für Elden Ring insbesondere wünschen? Und gibt es womöglich einige Details in den Souls-Spielen, auf die ihr gern in Elden Ring verzichten würdet? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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