Häufige Nutzung und kalkhaltiges Wasser sorgen bei Kaffeemaschinen schnell für Ablagerungen und veränderten Geschmack. Wie ihr eure Maschine unkompliziert reinigt, zeigen wir hier auf GIGA. 

Kaffeemaschinen laufen jeden Tag und über die Zeit hinweg sammeln sich auf den Oberflächen und in den Leitungen Kaffeereste, Flecken und Verkalkungen. Diese sehen nicht nur blöd aus, sie können auch den Geschmack eures Kaffees verändern und die Stromeffizienz des Gerätes beeinflussen. Wie ihr eure Kaffeemaschine unkompliziert mit Hausmitteln reinigt, erklären wir in diesem Artikel. 

Seid ihr auf der Suche nach einem Kaffeevollautomaten? Auf diese Punkte solltet ihr vor dem Kauf achten: 

Kaffeemaschine entkalken: Welche Mittel eignen sich? 

Meistens könnt ihr die Geräte mit einfachen und handelsüblichen Hausmitteln reinigen und auch entkalken. Spezifische Entkalker aus dem Supermarkt oder der Drogerie machen die Arbeit natürlich noch einfacher. Achtet vor dem Kauf solcher Entkalker darauf, ob diese für eure Maschine geeignet sind – häufig verkaufen die Hersteller selbst passende Reiniger. Meistens könnt ihr euch das Geld jedoch sparen und auf eine der folgenden Möglichkeiten zurückgreifen: 

  • Essigessenz in Wasser gemischt – Verhältnis 1:4 
  • Backpulver – eine Packung pro halben Liter heißes Wasser 
  • Zitronensäure in Wasser gemischt – 2 bis 3 EL Pulver pro einen Liter kaltes Wasser. Achtung: Nur nutzen, wenn eure Maschine einen kalten Durchlauf-/ Entkalkungsmodus hat! 
Melitta Flüssig-Entkalker für Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen (Anti Calc, 250 ml)
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Habt ihr keine der oben genannten Mittel zur Hand, könnt ihr notfalls auch eine Aspirin- oder Gebissreinigertablette in Wasser auflösen und durch die Maschine spülen. Auch hier gilt: Nutzt die Tabletten nur, wenn eure Maschine einen kalten Durchlaufmodus besitzt oder sich weder Citricum, Citric Acid oder Citronensäure als Inhaltsstoffe in den Tabletten befinden. Werden diese Inhaltsstoffe in der Kaffeemaschine erhitzt, bildet sich in Kombination mit Kalk schnell Calciumcitrat, welches noch hartnäckigere Ablagerungen verursacht. 

Diese Gadgets nehmen euch die gesamte Hausarbeit ab: 

Kaffeemaschine entkalken: Schritt für Schritt 

Die Vorgehensweise ist bei den meisten Reinigern dieselbe. Achtet beim Mischen immer auf die richtige Konzentration – viel Säure ist nicht zwingend notwendig. Ist die Lösung zu hoch konzentriert, kann das sogar Schäden an der Maschine hervorrufen. Beginnt also immer mit dem schwächsten Mischverhältnis und arbeitet euch gegebenenfalls nach oben vor. Um die Maschine zu entkalken, geht ihr folgendermaßen vor: 

  1. Löst den Reiniger eurer Wahl in genügend Wasser auf. Wir empfehlen euch die Variante mit Essigessenz oder die Entkalker aus dem Supermarkt. 
  2. Füllt zwei bis drei Tassen des Gemischs in den Wassertank und schaltet die Maschine für einen kurzen Moment ein. 
  3. Schaltet das Gerät aus, sobald 5-10 ml aus der Maschine gekommen sind und lasst den Reiniger nun für 15-20 Minuten einwirken
  4. Lasst anschließend das restliche Wasser durch die Maschine laufen und wiederholt den Vorgang noch ein bis zweimal (je nach Verschmutzungsgrad). 
  5. Spült die Maschine abschließend mehrmals mit kaltem klaren Wasser durch. 

Tipp: Wenn ihr einen Kaffeevollautomaten reinigt, solltet ihr den genauen Ablauf und die benötigte Wassermenge dem Benutzerhandbuch entnehmen und, sofern möglich, einen dedizierten Entkalkungsmodus nutzen. 

Wie ihr euren Wasserhahn mit einfachen Hausmitteln entkalkt, zeigen wir in diesem Artikel: 

Kaffeemaschine reinigen: Oberflächen säubern 

  • Die Oberflächen eurer Kaffeemaschinen könnt ihr mit normalem Spülmittel einem weichen Tuch, Lappen oder Schwamm reinigen. 
  • Gerade in Auffangbehältern und Kapsel/Pad-Trägern sammeln sich schnell Kaffeereste und andere Ablagerungen. Nehmt die entsprechenden Teile, wenn möglich, aus der Maschine und lasst sie in heißem Wasser einweichen. Danach sollten sich sämtliche Verschmutzungen problemlos unter dem Hahn abspülen lassen. 
  • Haben sich Kalkflecken auf den Oberflächen gebildet, die sich nicht mit Spülmittel entfernen lassen, entfernt ihr diese am besten mit stark verdünntem Essig.

Wichtig: Testet die Reiniger vor der Nutzung immer an einer unauffälligen Stelle. Verschiedene Reiniger können mit unterschiedlichen Materialien reagieren und so zum Beispiel noch stärkere Flecken oder Kratzer verursachen – Zitronensäure oxidiert zum Beispiel Bauteile aus Aluminium. Nutzt wie beim Entkalken immer zuerst den „harmlosesten“ Reiniger und arbeitet euch, wenn nötig, nach oben vor.

Seid ihr auf der Suche nach einer passenden neuen Kaffeemaschine? Wir haben für euch einen ausführlichen Testbericht zu den besten Kaffeevollautomaten oder einen für die Top-Espresso-Kapselmaschinen.

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