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Apple HomePod: Bastler beseitigt die größten Schwächen des Siri-Lautsprechers

© GIGA/Holger Eilhard

Ein Kritikpunkt an Apples Siri-Lautsprecher HomePod ist, dass er quasi keine Konnektivität bietet: Musik lässt sich nur mit AirPlay oder direkt von Apple Music streamen. Ein Bastler hat jetzt einen Weg gefunden, das zu ändern.

 
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HomePod: Er könnte so viel, aber er darf nicht

Der Apple HomePod begeistert viele Tester mit einer hohen Klangqualität – auch uns hat er im Test diesbezüglich überzeugt. Gleichzeitig stört aber auch uns, dass als Musikquellen nur Apple Music und andere Apple-Streaming-Inhalte zur Verfügung stehen; von einem Mac, PC oder iOS-Gerät lässt sich Musik sonst nur über Apples proprietären Standard AirPlay streamen.

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Dabei verfügt der HomePod über einen Bluetooth-fähigen Drahtlos-Chip, sodass er eigentlich auch als herkömmlicher Bluetooth-Lautsprecher zum Einsatz kommen könnte. Immerhin erlaubt Apple ja auch bei den Ohrhörern AirPods eine reguläre Bluetooth-Verbindung von Nicht-Apple-Geräten. Vielleicht noch ärgerlicher ist, dass der HomePod über keinen Audio-Eingang verfügt; per Kabel lässt sich also nichts mit dem Lautsprecher verbinden. Bei einem iPhone mag der Wegfall des Klinkenanschlusses noch Sinn ergeben, bei einem Hi-Fi-Produkt für zu Hause sieht das aber schon anders aus.

HomePod aufrüsten – mit Raspberry Pi und USB-Dongle

Der Web-Tool-Entwickler Andrew Faden wollte sich mit den HomePod-Einschränkungen nicht abfinden. Er besorgte sich den günstigen Mini-Computer Raspberry Pi Zero W – das Starter-Set ist bei Amazon für 26 Euro zu haben – sowie einen USB-Line-In-/Audio-Klinkenanschluss-Adapter. Dann entwickelte er für den Raspberry Pi die Software „BabelPod“, die mit dem HomePod mit Hilfe der Software Airtunes über AirPlay kommuniziert. Die Konfiguration von BabelPod erfolgt über einen Web-Browser.

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Musik lässt sich so über Bluetooth an den Raspberry Pi streamen, sodass sich der HomePod auf diesem Umwege ebenso wie ein herkömmlicher Bluetooth-Lautsprecher verwenden lässt. Über die USB-„Soundkarte“ ist auch ein direktes Verbinden von Geräten per Kabel möglich. Das Ganze soll schon jetzt gut funktionieren; in Zukunft möchte Faden aber noch die Bluetooth-Streaming-Qualität verbessern und weitere Optimierungen vornehmen.

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Natürlich ist diese Lösung – die einiges an Bastelei und Software-Konfiguration auf dem Raspberry Pi voraussetzt – nicht für den Massenmarkt praktikabel. Faden erklärt, dass es ihm in erster Linie darum geht, Apple darauf aufmerksam zu machen, dass ein entsprechender Bedarf besteht. Zumindest Bluetooth-Audio-Streaming müsste Apple auch mit einem Firmware-Update ermöglichen können. Für einen Audio-Eingang besteht allenfalls Hoffnung für den HomePod-Nachfolger – sonderlich wahrscheinlich ist ein solcher Schritt aber nicht.

Bildquelle und Quelle: Andrew Faden via 9to5Mac

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