HomePod, Amazon Echo und Google Home im IQ-Test: Siri wird immer intelligenter

Holger Eilhard 9

Apples Sprachassistent Siri wird von vielen Nutzern weiterhin nur belächelt – als Goldstandard in dieser Kategorie gelten Google Assistant oder Amazon Alexa. Ein aktueller Test mit 800 Fragen zeigt nun aber einige Überraschungen.

HomePod, Amazon Echo und Google Home im IQ-Test: Siri wird immer intelligenter
Bildquelle: GIGA.

Apple HomePod, Amazon Echo, Google Home und Harman Kardon Invoke: IQ-Test für vier Smart Speaker

Die Analysten von Loup Ventures (via MacRumors) haben sich auch in diesem Jahr mit den vier großen digitalen Assistenten auseinandergesetzt und diese in einem Test gegeneinander antreten lassen. Diesen Kontrahenten – Alexa, Siri, Google Assistant und Cortana – wurden dabei 800 Fragen gestellt. Gemessen wurde dann, ob die Antwort korrekt beantwortet und ob die Frage verstanden wurde. Als Grundlage dienten in diesem Versuch vier smarte Lautsprecher und nicht etwa aktuelle Smartphones.

Die 800 Fragen lassen sich laut den Analysten in fünf Kategorien einteilen. So gab es etwa Fragen zum aktuellen Standort, wie zum Beispiel „Wo ist das nächste Café?“. Hinzu kommen Shopping-Anfragen, Fragen zur Navigation, direkte Kommandos wie das Planen von Erinnerungen und allgemeine Informationen etwa zu aktuellen Sportveranstaltungen.

Google Home konnte 86 Prozent der Fragen richtig beantworten und verstand alle Fragen korrekt. Auf dem zweiten Platz folgt, was viele vermutlich überraschen dürfte, Apples HomePod. Der Siri-Lautsprecher konnte 75 Prozent der Fragen beantworten; nur drei Fragen konnte er nicht verstehen. Amazons Echo beantwortete 73 Prozent korrekt und verstand 8 Fragen nicht. Auf dem vierten Platz muss sich Cortana, das im Harman Kardon Invoke integriert ist, einreihen. Microsofts Assistent konnte 63 Prozent der Fragen korrekt beantworten und scheiterte am Verständnis von 5 Fragen.

Hier ist unser Videovergleich von Apple HomePod, Amazon Echo und Google Home:

Apple HomePod vs. Google Home vs. Amazon Echo.

Apple HomePod schlägt Google Home bei direkten Befehlen

Google Home konnte bei dem Test in vier der fünf Kategorien glänzen. Die Verbindung von Siri mit dem HomePod und dem daran angeschlossenen iPhone erlaubt es dem Sprachassistenten viele Befehle in der „Kommado-Kategorie“ auszuführen, die etwa mit dem Kalendar, Nachrichtendienst oder E-Mails zusammenhängen. Außerdem umfasst der Test laut den Analysten diverse Fragen rund ums Thema Musik, auf das sich Apples HomePod spezialisiert hat.

Eine weitere Überraschung gab es auch bei den Fragen rund ums Shopping. Auf den ersten Blick erwartet man hier eine Dominanz von Amazons Alexa. In dem aktuellen Test konnte jedoch Google Assistant mit korrekten Antworten zu einzelnen Produkten punkten. Hinzu kommt die Bestellung via Google Express, die bei den Testern genauso einfach möglich war wie bei Amazon.

Die Tester legten hier mehr Wert auf die Produktinformationen und wo man diese bekommen kann, als auf das eigentliche Bestellen bei Amazon oder Google Express, da dies von den Nutzern der Assistenten nur äußerst selten genutzt werde.

Google Home und der HomePod lieferten sich des Weiteren ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wenn es darum ging, lokale Angebote oder den Weg zum Beispiel zu einem Geschäft zu finden. Als Grund hierfür nennen die Analysten die Integration der eigenen Kartendienste und den darin enthaltenen Informationen zu Geschäften, Haltestellen oder Städten. Diese Daten sind insbesondere dann hilfreich, wenn der Assistent zum Beispiel bei der Frage nach dem nächsten Termin im Kalender auch gleich mit einer Wegbeschreibung dorthin helfen kann und diese ans Smartphone sendet.

Siri auf dem HomePod: Ratlos ohne unterstützendes iPhone

Apples HomePod musste sich aber gleichzeitig bei der Frage nach generellen Informationen oder Produktanfragen geschlagen geben. Die Fähigkeiten von Siri auf dem HomePod sind im Vergleich zu Siri auf dem iPhone limitiert. Entsprechend ratlos gab sich der Lautsprecher dann bei seinen Reaktionen auf derartige Fragen, wenn das iPhone nicht helfen konnte.

Die vollständigen Resultate, inklusive der Ergebnisse aus früheren Tests, findet ihr bei Loup Ventures.

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