Beosound Shape: Wabenförmiger Lautsprecher für wohlhabende Ästheten

Stefan Bubeck

Bang & Olufsens neueste Lautsprecher-Kreation hängt an der Wand und sieht aus wie ein Kunstwerk. Wird das frei konfigurierbare System „Beosound Shape“ in die Designgeschichte eingehen?

Beosound Shape.

Wenn Design und Technik aufeinandertreffen, dann kommt im Idealfall ein Klassiker dabei heraus. Der dänische Hi-Fi-Premiumhersteller Bang & Olufsen hat das in den letzten Jahrzehnten mehrfach geschafft, man denke an den wunderschönen „offenen“ CD-Wechsler Beosound 9000 von 1996, der auf eBay noch immer heiß gehandelt wird. Wie auch damals geht es wieder an die Wand, nur diesmal in Form eines drahtlosen Lautsprechersystems, das mit allen modernen Standards ausgestattet ist.

Beosound Shape: Modulares und individualisierbares Multiroom-System

Beosound Shape besteht aus sechseckigen Kacheln, die beliebig kombiniert an der Wand angebracht werden. Die Mindestanzahl beträgt sechs solcher Waben, es können aber viele weitere hinzugenommen werden, sodass – wie in den Pressebildern dargestellt – riesige Installationen daraus werden, die den Wohnraum schmücken, wie ein episches Wandgemälde.

Der Besitzer entscheidet nicht nur über die Form seiner Wohnraumskulptur, sondern auch über die Farben: „Purple Heart“, „Wild Dove Grey“, „Parisian Night Blue“ – um nur einige zu nennen. Insgesamt stehen zehn Varianten für die Stoffbespannung der Lautsprecher zur Auswahl, dazu kommt die Kooperation mit dem Textilhersteller Kvadrat, wodurch zusätzliche Kombinationsmöglichkeiten entstehen. Ein Online-Konfigurationstool soll Interessenten die Vorbereitung bald leichter machen.

Zur Technik: Eine „Verstärker-Kachel“ lässt sich mit vier „Lautsprecherkacheln“ verbinden und bildet so eine Einheit. Von diesen Blöcken lassen sich wiederum elf zusammenschalten, so dass eine Wand aus bis zu 44 Lautsprechern entstehen kann, die für Konzertatmosphäre sorgen. Dazu kommen noch die frei platzieren „Dämpfer-Kacheln“, die als passive Schallabsorber die Raumakustik verbessern sollen. Wer in seinem Anwesen eine gigantische Wandfläche frei hat, kann diese nun zu einer „Wall of Sound“ umbauen. 80 Kacheln an der Wand im Foyer? Kein Problem.

Im Inneren der Verstärker-Kacheln werkeln 8 × 80 Watt Class-D-Verstärker, es sind Anschlüsse für Strom, Toslink, USB, Powerlink sowie Verstärkeranschlüsse (Daisy-Chaining) und vier Lautsprecheranschlüsse vorhanden. In den Lautsprecher-Kacheln sorgen ein 5,25-Zoll-Woofer und ein Tweeter für den Sound. Die Musik kommt von der Anschlussbox Beosound Core, es stehen zahlreiche Streamingfeatures zur Auswahl: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.1 bilden die Basis, unterstützt werden Chromecast, Apple Airplay, DNLA, Spotify Connect, Qplay und Deezer.

Im August soll das Beosound Shape System auf den Markt kommen. Wie immer bei Bang & Olufsen wird es auch diesmal nichts für Sparfüchse: Der Preis für ein Basisset (4 Lautsprecher, 2 Dämpfer, 1 Verstärker, 1 Beosound Core) dürfte bei rund 4.000 Euro liegen. Bei einer großen Installation mit Dutzenden Kacheln landet man schnell im fünfstelligen Bereich fürs Hi-Fi-Kunstwerk.

Quellen: Bang & Olufsen, Digitalzimmer

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