Vorsicht, Google Chrome: Berliner Studenten stellen den Browser der Zukunft vor

Simon Stich 5

Weg mit dem Einheitsbrei: Berliner Studenten entwickeln gerade einen Browser, der weit mehr bietet als die Konkurrenz. Müssen Chrome, Safari und Firefox bald einpacken?

Vorsicht, Google Chrome: Berliner Studenten stellen den Browser der Zukunft vor
Bildquelle: refresh.study.

Refresh: Der Browser der Zukunft?

Browser sind heute kaum noch voneinander zu unterscheiden – egal von welchem Hersteller. Alle bieten in etwa die gleichen Funktionen an, mit einem eher unwichtigen Alleinstellungsmerkmal hier und da. Dass das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht ist, zeigt ein neues Konzept aus Berlin. Zwei Studenten haben im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft ein Browser-Konzept ins Leben gerufen, bei dem kein Stein auf dem anderen bleibt. Sowohl auf Mobilgeräten als auch dem Desktop soll er eine gute Figur machen. Wie das genau funktioniert, ist in folgendem Video zu sehen:

Refresh heißt das Konzept, das es bislang leider nicht als Download gibt. Im Mittelpunkt stehen bei Refresh die sogenannten „Spaces“, bei denen Bereiche wie Freizeit und Arbeit klar voneinander getrennt sind. Wie viele dieser „Spaces“ es gibt und zu welchem Zweck, das soll dem Nutzer überlassen sein. Ein weiterer Bereich, der erheblich umgekrempelt wurde, betrifft die Browsing-Historie. Statt wie bei der Konkurrenz einfach stumpf eine chronologische Auflistung zu bieten, geht Refresh mindestens einen Schritt weiter: Die Historie ist in einer schicken Timeline verpackt. So ist es leicht, in der Vergangenheit zurückzugehen. Wird ein Zeitpunkt ausgewählt, können alle damals geöffneten Tabs wieder gestartet werden.

Um die Organisation noch einfach zu machen, setzt Refresh auf ein Tag-System. Mit der Kombination mehrere Tags soll es möglich sein, alle passenden Webseiten in der Historie zu finden –unabhängig davon, wann die Seiten zuletzt geöffnet wurden.

Refresh: Mehr Struktur, mehr Gleichheit

Auch in Sachen Design haben sich die Berliner Studenten nicht unbedingt von gängigen Browsern inspirieren lassen, sondern sind eigene Wege gegangen. Das wird vor allem dann deutlich, wenn die (optionale) Möglichkeit angeboten wird, Webseiten strukturierter aussehen zu lassen. Da weniger häufig mehr ist, lassen sich als störend empfundene Elemente ausblenden. Auch das Ausfüllen von Online-Formularen soll standardisiert ablaufen.

Wann kommt Refresh auf den Markt?

Bislang handelt es sich bei Refresh nur um ein Konzept und nicht um ein fertiges Produkt, das als Paket heruntergeladen werden kann. Wann und ob Refresh offiziell an den Start gehen wird, ist bislang noch nicht kommuniziert worden. Vielleicht wird aus der Bachelor-Arbeit im Rahmen des Master-Studiums ja ein fertiges Produkt. Was haltet ihr davon?

Quelle: refresh.study via Julius Sohn, t3n

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