Wahnsinniger Hype: Vero auf dem Weg zum Instagram-Killer

Simon Stich

Die Social-App Vero verkündet den ersten Meilenstein. Über eine Million Nutzer haben sich bereits für den Instagram-Konkurrenten angemeldet. Wird die App jetzt wie angekündigt kostenpflichtig?

Wahnsinniger Hype: Vero auf dem Weg zum Instagram-Killer
Bildquelle: Vero.

Obwohl Vero bereits seit drei Jahren verfügbar ist, sorgt die App erst in den letzten Wochen für mehr Trubel. Angefeuert durch Influencer-Kampagnen konnte die App jetzt die Marke von einer Million Nutzer knacken. Ursprünglich war vorgesehen, dass ab dieser Anzahl die Mitgliedschaft kostenpflichtig wird – davon scheinen die Macher rund um den libanesischen Milliardär Ayman Hariri aber bis auf weiteres abzusehen. Eine kostenlose Anmeldung ist auch jetzt noch möglich, wobei derzeit noch unklar ist, ob und wann ein Jahresbeitrag fällig wird. Vero möchte sich diesbezüglich „zeitnah“ äußern. Aktuell hat die App aber noch mit technischen Problemen zu kämpfen – der plötzliche Erfolg kam letztendlich dann doch etwas unerwartet.

Vero: Reine Text-Postings sind nicht vorgesehen

Vero wirkt auf den ersten Blick nicht gerade wie eine revolutionäre App. Nutzer können Fotos, Videos, Orte, Links oder Musik veröffentlichen und sie mit Freunden teilen. Reine Text-Postings sind interessanterweise nicht vorgesehen. Dem Unternehmen nach wird viel Wert auf die Privatsphäre der Nutzer gelegt. Anders als bei Facebook und Instagram soll es keine Werbung geben. In den AGB ist aber ausdrücklich von Gewinnspielen und anderen Aktionen zu lesen.

Wer die eingestellten Inhalte zu Gesicht bekommt, entscheiden die Nutzer selbst. Sie müssen bei jedem neuen Kontakt angeben, wie nah sie diesem stehen und ihn einer entsprechenden Kategorie zuordnen. Zur Auswahl stehen Bekannte, Freunde und enge Freunde. Fotos, Videos und weitere Medien können dann nur für Kontakte in bestimmten Kategorien freigeschaltet werden. Hinzu kommt die Möglichkeit, anderen Nutzern wie bei Twitter oder Facebook zu folgen. Vero soll ohne spezielle Sortier-Algorithmen auskommen, das heißt die Inhalte werde stets chronologisch angezeigt. In anderen Social-Apps wird die Sortierung mittlerweile von Algorithmen bestimmt, was manche Nutzer als eher negativ empfinden. Wie das genau funktioniert, seht ihr in folgendem Video von Vero.

Vero Social App.

Vero als neue Konkurrenz für Instagram

Veros plötzlicher Aufstieg ist wohl mit einer Kampagne zu erklären, bei der verschiedene Social-Media-Sternchen den Dienst beworben haben. Angeblich soll dafür kein Geld geflossen sein. Auch eine eingeschränkte kostenfreie Mitgliedschaft für die ersten Millionen Nutzer könnte dazu beigetragen haben, dass sich viele Leute einen Account gesichert haben. Ob sich ein weiteres soziales Netzwerk gegen Instagram und Facebook durchsetzen kann, wissen wir erst, wenn der Hype vorbei ist. Der Fokus auf mehr Privatsphäre bei weniger (oder gar keiner) Werbung könnte durchaus zu einer Erfolgsformel werden.

Quelle: Vero bei Facebook via heise online, golem.de

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung