So knackst du jedes iPhone: Wer braucht da noch Apple oder die CIA?

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Vor einigen Monaten verlangte das FBI noch Apples Hilfe beim Entsperren des iPhones und sorgte damit für Schlagzeilen. Nun kündigte ein Unternehmen an, dass man die ganze Angelegenheit nicht nur für Apples iPhone, sondern auch für viele andere Smartphones garantieren kann.

So knackst du jedes iPhone: Wer braucht da noch Apple oder die CIA?
Bildquelle: GIGA, Holger Eilhard.

iPhone und Android-Geräte entsperren: DriverSavers will helfen

Wie MacRumors berichtet, haben die Datenrettungsspezialisten von DriverSavers angekündigt, dass man mit 100-prozentiger Sicherheit ein gesperrtes iPhone öffnen kann. Der Anbieter bietet den Dienst aber auch unter anderem für Geräte von Samsung, Huawei oder Xiaomi an. Eine vollständige Liste ist auf der Webseite des Unternehmens zu finden.

Der Dienst richtet sich laut DriverSavers ausschließlich an Privatpersonen, die beispielsweise ihren PIN-Code vergessen haben. Aber auch im Todesfall will man den Angehörigen dabei helfen, an die sonst verlorenen Daten zu gelangen. Das Unternehmen verspricht, dass man genau prüft, wer das Recht zum Zugriff auf die Daten des zu entsperrenden Smartphones hat.

Auch ein aktuelles iPhone XS mit iOS 12 will DriveSavers entsperren können:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

DriveSavers: So viel kostet das Entsperren eines iPhone

Wie genau der Anbieter die iPhones entsperren kann, ist derzeit unbekannt. Vor einigen Monaten sorgten beispielsweise Geräte wie GrayKey für Aufsehen in den Medien. Mit einem Software-Update will Apple die genutzte Lücke aber mittlerweile geschlossen haben. Es ist daher gut möglich, dass auch die von DriverSavers genutzte Methode mit einem kommenden iOS-Update nicht länger funktionieren wird.

Während auf der Website von DriveSavers keine konkreten Preise genannt werden, gab man sich gegenüber MacRumors offener. Laut den Kollegen soll der Dienst rund 3.900 US-Dollar kosten. Dies ist zwar für private Kunden immer noch sehr teuer. Im Vergleich zu Lösungen wie der kleinen GrayKey-Box, welche Behörden für mindestens 15.000 US-Dollar nutzen können, erscheint das Angebot aber geradezu wie ein Schnäppchen.

Gleichzeitig hinterlässt das offensichtliche Vorhandensein einer mehr oder weniger bekannten Sicherheitslücke für einen faden Beigeschmack. Wenn ein privates Unternehmen eine dieser Lücken nutzen kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Polizeibehörden darüber informiert sein dürften.

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