Internetradio aufnehmen - legal und einfach

Marco Kratzenberg

Das Internet ist eine Quelle unendlicher Downloads – auch Musikdownloads. Doch die günstigste und einfache, legale Möglichkeit online an Musik heranzukommen, ist, wenn wir sie aus dem Internetradio aufnehmen. So geht’s!

Internetradio aufnehmen - legal und einfach

Tausende Radiosender streamen ihre Sendungen auch ins Internet. Manche „Sender“ strahlen ihr Radio überhaupt nicht über Antennen aus und sind nur im Internet erreichbar. Für uns bedeutet das, dass wir rund um die Uhr unsere Lieblingsmusik finden können. Mit der richtigen Software können wir sogar den Sound aus dem Internetradio aufnehmen und auf der Festplatte speichern.

Das Schöne daran, wenn wir Musik aus dem Internetradio aufnehmen, ist die Vielfalt und die praktische Sortierung nach Genres. Im normalen Autoradio müssen wir eine wirre Mischung der Charts ertragen, unterbrochen von dummen Sprüchen und Werbung. Im Internet ist der Kunde König. Wir suchen uns aus, welches Genre uns unterhalten soll, wählen die passende Radiostation und hören den ganzen Tag nur Musik einer bevorzugten Stilrichtung.

Internetradio aufnehmen ist ganz einfach

Wie schon erwähnt, schicken rund 50.000 Radiostationen rund um die Uhr ihre Sendungen ins Internet. Es gibt Sender in jeder Sprache und für jede Musikrichtung. Was hier, im Gegensatz zu den USA, leider im richtigen Radio gar nicht so verbreitet ist, die Spartensender, finden wir im Internet. Dort wird die ganze Zeit nur Musik einer bestimmten Stilrichtung gespielt. Ich z.B. kann auf alle anderen Sender verzichten, wenn ich 24 Stunden am Stück mit Motown-Music bedudelt werde.

Es gibt eine ganze Auswahl spezieller Programme, wenn man Internetradio aufnehmen will. Manche kosten richtig Geld und sind riesengroße, andere kommen als Plugin für Winamp daher.

Das ist es nett, wenn wir auf eine Freeware zurückgreifen können, wenn wir Internetradio aufnehmen wollen. Das kleine Programm TapinRadio füllt eine Lücke zwischen teurer kommerzieller Software und Plugins, ohne dass man dabei auf wirklich wichtige Funktionen verzichten muss. Es gibt von dem Programm auch eine PRO-Version, doch dürfte die Standardausgabe den Meisten genügen.

Viel interessanter ist, dass es davon auch eine portable Version gibt sowie eine spezielle Ausgabe, mit der wir auch in Windows 8 Internetradio aufnehmen können.

Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Programmen ist hier die Installation problemlos und schnell erledigt. Es richtet keinen lokalen Server ein, wie Chilirec und es legt nicht jede andere Internetverbindung lahm, wie der StationRipper.

  • Das deutsche Menü ist schnell zu verstehen. Unter Stationen finden wir die Möglichkeit, Stationen nach Gerne oder Region sortiert zu finden.
  • Bereits gehörte Stationen können wir in die Favoriten aufnehmen und finden sie so schnell immer wieder.
  • Mit der Tastenkombination ALT-B rufen wir eine sogenannte Browser-Ansicht auf. Sie erleichtert das Stöbern nach Stationen, was aufgrund der Menge auch nötig ist.
  • Die Tasten Strg und R starten eine Aufnahme des aktuellen Senders. Dabei können wir zwischen einer Einzelaufnahme oder eine Aufnahme mit Unterbrechungen.
  • Unter Datei -> Aufnahmeverzeichnis öffnen finden wir unsere fertigen Aufnahmen im MP3-Format. Abgespeichert unter Interpret und Titel, wie von der Station übermittelt. Sortiert nach den jeweiligen Sendern.

Mit TapinRadio kommen wir schnell, unkompliziert und kostenlos an Radiosendungen aus dem Netz. Und mit einem Klick oder wenigen tasten können wir spontan Stücke aus dem Internetradio aufnehmen, ohne uns irgendwo anmelden zu müssen.

Internetradio aufnehmen – Ist das legal?

Yep, ist es! Wir haben auch bei Internetsendern – genau wie bei den Radios „on Air“ – das Recht der Privataufnahme. Wir dürfen die Sendungen aufnehmen, einzelne Stücke rausschneiden, sie mischen und auf CD speichern.

Ob und in welchem Umfang wir diese „Mixtapes“ an Freunde weitergeben dürfen, ist nie ganz geklärt worden. Aber wichtig ist, dass wir unsere Aufnahmen nicht einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir dürfen sie also weder bei Tauschbörsen hochladen, noch damit handeln oder sie online stellen. Doch solange wir uns an diese einfache Regel halten, können wir unseren kompletten Musikbedarf problemlos aus dem Radio saugen.

Dabei ist es übrigens egal, auf welche Weise wir diese Aufnahmen anfertigen. Ob wir dazu spezielle Software nehmen, wie das Programm im nächsten Kapitel, oder ob wir wieder mit dem Mikrofon vor einem Lautsprecher sitzen, ist hier unerheblich.

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