Experte behauptet, dass eSport mehr Skill als andere Sportarten erfordert

Marvin Fuhrmann 1

Die Diskussion, ob eSport wirklich als Sportart gezählt werden kann, wird vermutlich noch einige Jahre andauern. Indes behauptet ein Experte auf dem Gebiet der virtuellen Sportarten, dass diese den Athleten in allen Fällen mehr Leistung abverlangen und deutlich mehr Skills erfordern.

Auf der GDC 2018 hielt eSport-Experte Yauheni Hladki einen besonderen Vortrag. Er fragte sich dabei, warum es schwieriger ist, den Ausgang eines eSports-Matches vorherzusehen als beispielsweise bei einem Fußballspiel. Diese Überlegungen brachten ihn zu einer gewagten Theorie, die ich dir natürlich nicht vorenthalten will. Laut der Seite PCGamer behauptet Hladki, dass im eSport deutlich mehr Skill von den Teilnehmern gefordert wird. Mehr als bei jedem echten Sport auf der Welt.

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Die Theorie fußt dabei auf einer ganz einfachen Rechnung. Jedes Match - sei es beim Football oder in Counter-Strike: Global Offensive - entscheidet sich durch eine Mischung aus Glück und Skill der Teilnehmer. Beim Football braucht es eine Menge Vorbereitung, um einen Touchdown auch nur zu versuchen. In CS:GO braucht es dafür nur einen Gegner und einen Druck auf die linke Maustaste. Das bedeutet, dass die eSportler deutlich mehr Chancen haben, einen Treffer zu erzielen. Dies wiederum verringert den Glücksfaktor enorm. Je weniger Glück gebraucht wird, desto mehr rückt Skill in den Vordergrund.

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GIGA Glorious: Die Geschichte des E-Sports.

Hladki hat diese Theorie im Laufe seiner Arbeit als Turnier- und Ligaausrichter aufgestellt. Er hat bereits für CS:GO, Dota 2, World of Tanks und Hearthstone Ligen auf die Beine gestellt. Letzteres dürfte aber auch der größte Fehler in seiner Theorie sein. Ähnlich wie beim Glücksspiel gibt es bei Hearthstone einfach einen zu großen Zufallsfaktor, als dass man behaupten könnte, dass alle Spiele unter die Theorie fallen. Jedoch ist sich Hladki bewusst, dass es durchaus kritische Stimmen geben wird. Und diese will er auch unbedingt hören.

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