QLED vs. OLED – Unterschiede und Empfehlung

Marco Kratzenberg 3

Ob es ein QLED- oder OLED-TV sein soll, wird letztlich von den Vorlieben der Kunden entschieden. Technisch sind die beiden Technologien natürlich verschieden, aber in Tests sind keine markanten Unterschiede zu sehen. Wir sagen euch, worauf ihr achten müsst.

Derzeit setzen die beiden großen TV-Hersteller Samsung und LG auf die unterschiedlichen Pferde. Während Samsung auf QLED setzt, schwört LG nach wie vor auf OLED-Bildschirme und hat kürzlich erst den weltgrößten OLED-TV mit 88 Zoll Bildschirmdiagonale und 8K-Technik vorgestellt.

Die größten technischen Innovationen von 2017 zeigen wir euch in unserer Bilderstrecke:

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Die 12 besten Technik-Innovationen 2017.

QLED vs. OLED: Wo liegen die Unterschiede?

Der Marktführer der OLED-Technik ist LG. Die Firma verkauft ihre Bildschirme auch an Firmen wie Philips, die sie dann in ihre Spitzengeräte einsetzt. OLED benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, da diese sogenannten „organischen Leuchtdioden“ selbst leuchten können. Aufgrund ihrer Bauweise können extrem dünne Displays gebaut werden. Fans dieser Technik schwören vor allem auf das satte, tiefe Schwarz sowie auf die scharfen Kontraste dieser Bildschirme.

Auch Samsung hat auf OLED-TVs gesetzt, treibt aber speziell für die Premium-Geräte die Entwicklung von QLED-Bildschirmen immer weiter voran. Diese Technologie sorgt dafür, dass wir TV-Geräte mit HDR-Darstellung kaufen können. Im Gegensatz zu OLED wird bei QLED-Fernsehern mit einer speziellen Hintergrundbeleuchtung gearbeitet. Im Grunde ist das eine Mischform aus LCD-Bildschirm und LED-Beleuchtung. In der Summe sorgt diese Technik für gute Kontraste und sehr reine Farben.

Ob man sich für OLED oder QLED entscheidet, hat in erster Linie mit den Sehgewohnheiten beziehungsweise Vorlieben der Käufer zu tun. Die Unterschiede sind – insbesondere bei sehr hohen Auflösungen – bestenfalls bei reinweißen oder tiefschwarzen Flächen zu sehen.

Ein OLED-TV in 55-Zoll ist etwas günstiger als gleich große QLED-Geräte. Hier eine Preisempfehlung:

Allerdings führt kein Weg an einem QLED vorbei, wenn es um die Darstellung von HDR-Filmen geht. Ob sich diese Filme und damit der Bedarf spezieller TV-Geräte allerdings durchsetzt, gilt abzuwarten. Noch vor ein paar Jahren haben alle auf 3D-TVs gesetzt, während diese Technik mittlerweile ausstirbt.

QLED-TVs sind etwas teurer, bieten aber HDR. Hier findet ihr vergleichsweise günstige 55-Zöller:

Preislich spielen die Geräte etwa in der gleichen Klasse: Einen 55-Zöller in OLED bekommt ihr für etwa 1.600 Euro und für einen gleich großen QLED-TV müsst ihr 200 Euro mehr hinlegen.

Auch Panasonic setzt mittlerweile auf OLED-TVs und hat auf der IFA 2017 ein cooles Gerät vorgestellt, das wir euch in diesem Video vorstellen:

Futuristischer Panasonic OLED-TV Prototyp: Die IFA 2070 lässt grüßen.

OLED oder QLED beim Handy?

Die Entscheidung zwischen OLED vs. QLED steht beim Handy derzeit gar nicht an. Dort setzen die Hersteller auf OLED beziehungsweise AMOLED-Displays. Da bei dieser Technik keine Hintergrundbeleuchtung nötig ist, kann bei schwarzen Flächen oder ganz schwarzen Displays Strom gespart werden. Der Akku wird es danken und so gibt es für solche Handys spezielle AMOLED-Themes oder entsprechende Hintergrundbilder. Wenn hier ein Pixel schwarz ist, dann verbraucht es auch keine Energie. Außerdem ist hier von Vorteil, dass die OLED-Technologie besonders dünne Displays ermöglicht. So bleibt mehr Platz für Hardware hinter dem Display.

Womit schaut ihr Filme und Serien?

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